Fermentieren für die Darmgesundheit

Fermentieren ist gerade topaktuell, aber eigentlich steckt dahinter eine alte Kulturtechnik um Lebensmittel haltbar zu machen. Doch warum greift man diese alte Technik wieder auf? Dahinter steckt die Darmgesundheit, denn fermentierte Lebensmittel sind eine wahre Wohltat für den Darm und seine Bakterien.

Fermentieren für die Darmgesundheit Foto AlexDon24 / depositphotos.com

Fermentieren ist eine alte Kulturtechnik.

Sie diente vor allem der Haltbarmachung von Lebensmitteln.

Inzwischen wissen Menschen aber auch um den wertvollen Beitrag für die Darmgesundheit.

Was geschieht beim Fermentieren?

Beim Fermentieren werden Lebensmittel vergoren.

Meist geschieht das durch Zugabe von Salz und unter Luftausschluss.

Bakterien, Pilze oder Hefen bauen die einzelnen Inhaltsstoffe eines Lebensmittels um.

Bei der Fermentierung entstehen so zum Beispiel Milchsäure oder Essigsäure.

Bekannte fermentierte Lebensmittel:

Bakterien & Pilze - Gesund oder nicht?

Fermentierte Produkte sind sehr wertvoll.

Durch die Gärung sind sie bekömmlicher, haben weniger Zucker und wurden durch die Bakterien schon für unsere Verdauung vorbereitet.

Besonders Milchsäurebakterien wird nachgesagt, daß sie bei Verdauungsproblemen förderlich sind.

Aber auch andere Bakterien und Pilze bereichern die sogenannte Darmflora.

Wichtig ist, dass bei der Fermentierung auf Sterilität und Sauberkeit geachtet wird, damit nur die Bakterien und Pilze wachsen, die auch gewünscht sind.

Was geschieht in meinem Darm?

Fermentieren für die Darmgesundheit Foto JaneVershinin / depositphotos.com

  • Menschen, die fermentierte Lebensmittel essen, nehmen deutlich mehr hilfreiche Mikroorganismen auf.
  • Der Magen macht allerdings durch seine Säure das Durchkommen nicht einfach.
  • Je größer jedoch die Zahl der zu sich genommenen Bakterien ist, desto höher sind später die Mikroorganismen im Darm.
  • Dort können sie die Verdauung unterstützen und verhindern die Ansiedlung krankmachender Bakterien.

Was ist das Darmmikrobiom?

Das Darmmikrobiom ist die Zusammensetzung aller Bakterien und Pilze im Darm eines Menschen.

Es wird als ähnlich einzigartig wie der Fingerabdruck beschrieben.

Baut sich die Darmflora durch Erkrankung zeitweise ab, wird sie wieder ähnlich aufgebaut, wie sie vorher war.

Das Mikrobiom eines Menschen ist also genetisch festgelegt.

Fermentieren - Gut für die Gesundheit

  1. Daraus folgt, dass es wichtig ist, gesunde Mikroorganismen mit der Nahrung zu sich zu nehmen.
  2. Die eigene Darmflora wird so um eine Vielzahl anderer Mikroorganismen erweitert und vielfältiger.
  3. So können Mikroorganismen auch das Immunsystem stärken.
  4. Deshalb ist es sinnvoll, auf vielfältige, verschiedene fermentierte Lebensmittel zurück zu greifen.
  5. Auch die Verdaulichkeit der Lebensmittel ist ein Vorteil für die Gesundheit.

Fermente - Nachhaltig für meine Gesundheit?

Fermente - oder auch Enzyme - sind Bestandteile, die ein Bakterium dazu anregen den Gärprozess anzustoßen oder Bestandteile im Lebensmittel umzuwandeln.

Auch im menschlichen Organismus wirken Fermente und regen verschiedene Prozesse an.

Eine Versorgung des Darms mit Mikroorganismen und Enzymen ist folglich eine Investition in die eigene Gesundheit.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, nicht plötzlich ausschließlich fermentierte Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Sind bisher wenig dieser gesunden Lebensmittel auf dem Speiseplan zu finden gewesen, empfiehlt es sich, langsam zu steigern.

Fermente selbst gemacht

Fermentieren für die Darmgesundheit Foto bit245 / depositphotos.com

Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die sich für den Einstieg besonders eignen:

1. Rüben
2. Kraut
3. Gurken
4. Kohlrabi

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