Hafer

Hafer ist gesund und vielseitig. Haferflocken zählen zur Vollwerternährung und gehören als sättigende Zutat in jedes Müsli. Wer sich also ausgewogen und bewusst ernährt, kommt ohne Hafer nicht aus. Die Flocken sind leicht verdaulich, haben einen hohe Anteile an Proteinen und Vitaminen sowie einen hohen Eisengehalt.

Hafer auf FeldHafer ist ein Superfood und gehört in jede gesunde Ernährung. (Foto by: Irochka / Depositphotos.com)

  1. Das, was in der Ernährung gemeinhin als Hafer bezeichnet wird, ist eigentlich der Saathafer, lateinisch Avena sativa. Er gehört zu den Süßgräsern, wächst einjährig und wird zwischen 60 und 150 cm hoch.
  2. Saathafer wird als Getreide angebaut, er hat aber keine geschlossenen Ähren wie andere Getreide, sondern eine lose aufgebaute Rispe.
  3. Er wurde schon in der Bronzezeit in Mitteleuropa angebaut und bevorzugt gemäßigte, ausreichend feuchte Lagen.
  4. Genutzt wird zum Einen das Haferstroh, als Pferdefutter oder Futter für andere Tiere, zum Anderen als äußerliches, mildes Heilmittel bei Hauterkrankungen.
  5. Die Körner werden entweder zu Haferflocken gewalzt und dann für Haferbrei oder als Backzutat verwendet oder auch gerne weiterverarbeitet zu Produkten wie Hafermilch als Milchersatzgetränk.

Saison

  • Saathafer wird in Mitteleuropa meistens als Sommergetreide angebaut, das bedeutet eine Aussaat Mitte bis Ende März und eine Ernte Mittel Juli bis Anfang August.
  • Da er aber hervorragend haltbar ist, hat er das ganze Jahr über Saison.

Geschmack und Besonderheiten

  1. Hafer hat einen charakteristischen, mild-nussigen Geschmack. Da er kaum Gluten enthält, ist er zum Backen von Brot oder anderem lockeren Gebäck nur schlecht geeignet.
  2. Die äußere Hülle des Korns (Spelze) ist nicht essbar und wird erst in einer Schälmühle entfernt.
  3. Übrig bleibt der Haferkern, die es in Reformhäusern oder Bioläden zu kaufen gibt.
  4. Mit Dampf behandelt kommen die Haferkerne durch eine Walze und werden so zu Haferflocken.

Verwendung in der Küche

  • In der Küche wird Hafer vor allem in Form von Haferflocken verwendet, in Form eines Müslis mit Milch, Joghurt oder Saft.
  • Dazu können nach Geschmack Trockenobst, Nüsse, frisches Obst, Kompott oder auch Schokolade hinzugefügt werden.
  • Der englische, gekochte Haferbrei, das Porridge, wird aus Haferflocken und der vier- bis achtfachen Menge Wasser gekocht.
  • Am besten ist es, den Brei nur drei Minuten zu kochen, um noch möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Auch hier können Obst, Nüsse oder andere Zutaten nach Belieben untergemischt werden.
  • Hafermilch, die aus rechtlichen Gründen oft als Haferdrink oder Hafergetränk vermarktet wird, kann von Menschen, die Kuhmilch vermeiden wollen oder müssen, als geschmacksneutraler und gut verträglicher Ersatz verwendet werden.

Einkauf & Lagerung

  1. Hafer oder Haferflocken werden bei Zimmertemperatur oder etwas kühler dunkel und am besten luftdicht in Dosen aufbewahrt.
  2. Auf diese Art sind sie über ein Jahr haltbar, oft deutlich über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus.
  3. Haferflocken sind zwar immer Vollkornkost, doch gerade bei Haferflocken lohnt es sich, Bio-Ware zu kaufen, und zwar Nackthafer.
  4. Nackthafer muss für Flocken nicht entspelzt werden, daher sind die Flocken aus Nackthafer nicht erwärmt und echte Rohkost.

Nährwerte & Wirkstoffe

HaferflockenGesunde Hafersorten gehören zum Frühstück einfach dazu. (Foto by: ifong / Depositphotos.com)

  • Der interessanteste Inhaltsstoff im Haber sind sicherlich die Beta-Glucane, eine spezielle Art von Ballaststoffen, die im Magen eine zähflüssige Konsistenz bekommen.
  • Dadurch schützen sie die Magen- und Darmschleimhaut und sind hilfreich bei diversen Magen- oder Darmbeschwerden. Zugleich verzögern sie die Aufnahme von Kohlenhydraten, wodurch der Blutzuckerspiegel weniger steil ansteigt. Das ist besonders für Diabetiker interessant.
  • Da sie Gallensäure binden, sorgen sie auch dafür, dass mehr Cholesterin ausgeschieden wird.
  • Haferprodukte enthalten viel Eisen, Magnesium, Phosphor und Zink, Vitamin B1 und B6 und diverse Antioxidantien, dabei relativ viel Energie bei einem niedrigen Glutengehalt.
  • Auch das Hafergetreide enthält Gluten. Menschen, die an Zöliakie leiden, sollten Hafer nicht in den Speiseplan aufnehmen.

Hafermehl

  • Hafermehl ist durch den niedrigen Glutengehalt nicht besonders gut zum Backen geeignet. Wer sich die gesunden Eigenschaften des Getreides beim Backen zu Nutze machen will, kann es aber gut als Beimischung zu anderen Mehlen verwenden.
  • Oder man verwendet Hafermehl, dazu wird Hafer sehr fein gemahlen und kann so zum Backen verwendet werden.
  • Auch zum Binden von Soßen ist Hafermehl gut geeignet.

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User Kommentare

Pesu07
Pesu07

Ich mache mir immer einen Haferbrei zum Frühstück, den ich am Vorabend vorbereite. So brauche ich nächsten Tag nur noch die Früchte dazugeben.

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