Sturm und Most im Glas

Ein guter Buschenschank, eine deftige Brettljause und dazu ein Gläschen Most oder Sturm. Während das eine Getränk alkoholfrei ist, kann das andere schon mal einen Sturm im Kopf verursachen.

TraubenmostEin roter Traubenmost oder "Sturm" gehört zum Herbst einfach dazu. (Foto by: © DoraZett / fotolia.com)

Ein perlendes Getränk, ein guter Buschenschank und ein laues Herbstlüftchen – Herbstzeit ist Most- und Sturmzeit. Gerade bei uns in Österreich ist das Getränk sehr populär.

Während der Herbstwind munter durch die Lüfte weht, breiten sich mit ihm die Getränke von Osten nach Westen aus. Ins Weinglas kommt der süße Most und Sturm dann in ganz Österreich. Ob gespritzt oder pur, ob rot oder weiß - kaum einer kennt sie nicht.

Halb Most, halb Wein

Können Sie sich etwas erfrischenderes vorstellen, als süßen Most oder Sturm? Zu den kräftigen Speisen der Herbstzeit passen diese Getränke hervorragend.

Die Tradition dieser Getränke ist eine sehr lange. Mittlerweile haben sich viele verschiedene Begriffe rund um den beliebten Sturm entwickelt. Unterschiedliche Traubensorten, sowie diverse Farbtöne unterscheiden die Getränke in den einzelnen Regionen - Uhudlersturm im Burgenland oder der Schilchersturm in der Steiermark.

Aber eine Tatsache verbindet sie alle: Sturm ist nicht mehr Most und noch kein Wein.

Am Anfang war der Most

Ein durch das Pressen (Keltern) gewonnener und noch wenig vergorener Fruchtsaft (aus Äpfeln, Birnen oder Weintrauben) wird Most genannt und hat einen Alkoholgehalt von ca. 4-5 Prozent. Dieser Most hat noch relativ viel Zucker, welcher erst beim Gärungsprozess zu Alkohol umgewandelt wird.

Der Begriff „Most“ leitet sich vom lateinischen „mustum“ ab, was so viel bedeutet, wie „junger Wein“. Es gibt verschiedene Mostsorten, so unterscheidet man zum Beispiel Apfel- und Birnen- oder auch Weintraubenmost.

Der Traubenmost ist die Vorstufe zum Wein, aus ihm wird nach einiger Zeit der Sturm.

WeinfassDurch das Keltern von Fruchtsaft wird Most gewonnen. (Foto by: istock.com)

Unterschied zwischen Sturm und Most

Der Unterschied zwischen Sturm und Most liegt eigentlich im Alkoholgehalt. Most gilt eher als leicht alkoholischer Fruchtsaft, wogegen Sturm bereits ein (Jung-)Wein im frühen Gärungsprozess ist.

Spritzig und gesund

Sturm hat einen hohen Kohlendioxidanteil und wird deshalb als sehr spritzig empfunden. Anfangs erinnert der Sturm an Schaumwein oder süße Traubenlimonade.

Der Sturm enthält einige Vitamine und wirkt sich positiv auf Haare und Haut aus. Der hohe Gehalt an Vitamin B1 unterstützt das Nervensystem. Nicht umsonst nennt man dieses Vitamin auch „Stimmungsvitamin“.

Sturm im Magen... allerdings hat Sturm eine sehr positive Auswirkung auf die Peristaltik (Speiseröhre, Magen- und Darmtätigkeit) des menschlichen Körpers. Auf gut Deutsch gesagt: Zu viel Sturm verursacht unangenehmen Durchfall.

Richtige Lagerung zu Hause

Roter SturmEin Sturm gehört zu einer guten Jause einfach dazu. (Foto by: © Simone / Gutekueche.at)

Frisch gekaufter Sturm vom Winzer ist gut gekühlt ein paar Tage haltbar, bis fast der ganze Zucker zu Alkohol vergoren ist. Dann bezeichnet man den Sturm als „Staubigen“.

Sturm wird immer nur leicht zugestöpselt, da der Gärungsprozess noch nicht abgeschlossen ist und das Gärgas die Flasche ansonsten sprengen würde. Als Schutz vor kleinen Insekten reicht auch ein Stück Alufolie, das auf die Flaschenöffnung gelegt werden kann.


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User Kommentare

DIELiz
DIELiz

Wir trinken beim Heurigen gerne roten Sturm, aber auch ein weißer darf es sein ;-) und wenn es kein zugekauftes Massenprodukt (ich glaub Firma Mayer aus Oberösterreich) ist, dann nehmen wir auch eine Flasche mit nach Hause.

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MaryLou
MaryLou

Ein Glas Sturm kann ich vertragen aber ja nicht mehr. Mein Magen spielt da leider nicht mit . Aber das eine gönne ich mir auf jeden Fall zu einer guten Jause am Nachmittag.

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Elfi1
Elfi1

Den ersten Sturm haben wir schon verkostet.

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hexy235
hexy235

Jetzt ist sie wieder da, die Sturmzeit! Trinke ihn gerne, wenn er noch relativ süß ist. Nachdem ich jetzt gelesen habe, dass er auch noch sehr gesund ist, noch lieber.

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Rittibub
Rittibub

Ich würd so gerne roten Sturm trinken. Schmeckt mir total. Leider krieg ich davon einen Hautausschlag das ich aussehe wie ein Ribiselkuchen

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Bei uns gibt es jedes zweite Jahr eine Mostkost. Da werden die Möste der Bauern aus dem Ort sogar prämiert.

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gabili
gabili

Bis zur Most und Sturmzeit dauert es heuer noch ein bisschen .
Wir freuen uns aber immer wiederauf diese Zeit.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Den Sturm vertrage ich leider gar nicht. Ich würde ihn sehr gerne trinken doch mein Magen ist da sehr heikel.

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spicy-orange
spicy-orange

Bald ist wieder Sturmzeit, lange heißt es nicht mehr warten! Freue mich jedes Jahr auf den Spätsommer bzw. Herbst und die Sturmzeit!

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