Kräuter & Gesundheit (Heilkräuter)

Überall auf der Welt werden Kräuter nicht nur zum Kochen sondern auch als Heilkräuter eingesetzt. Sowohl die verschiedenen naturheilkundlichen Verfahren als auch die Schulmedizin nutzen die Wirksamkeit der Heilkräuter. Auch im Alltag lässt sich die positive Wirkung der Heilkräuter nutzen.

Kräuter und GesundheitViele Heilkräuter eignen sich aber auch hervorragend zur Selbstmedikation. (Foto by: © Martina Osmy / fotolia.com)

Seit Jahrtausenden bedient sich der Mensch an der Wirksamkeit der pflanzlichen Wirkstoffe und sammelt oder kultiviert zu diesem Zwecke Heilkräuter und –pflanzen. Früher wurden die Pflanzen aufgrund langjähriger Erfahrung ausgewählt, obwohl der Wirkmechanismus unklar war. Heute konnten bei vielen Pflanzen die wirksamen Bestandteile ausgemacht werden.

Bezugsquellen und Lagerung

  • Heilkräuter und daraus hergestellte pflanzliche Arzneimittel finden sich in nahezu jedem Haushalt.
  • In Form von Arzneitees sind die Kräuter an sich noch in ihrer getrockneten, zerkleinerten Variante auszumachen.
  • Pflanzliche Arzneimittel enthalten dagegen meist Extrakte und werden als Tropfen, Tabletten oder Salben angeboten.
  • Viele Heilkräuter eignen sich aber auch hervorragend zur Selbstmedikation. Hier kommt zumeist Tee oder ein Sud zum Einsatz.
  • Die gewünschten Heilkräuter können entweder in Apotheke oder Reformhaus gekauft, in der Natur gesammelt oder in Eigenanbau kultiviert werden.
  • Indem die Kräuter nach der Ernte getrocknet werden, lassen sich viele Heilkräuter langfristig haltbar machen und stehen dann ganzjährig zur Verfügung.

Heilkräuter: Gruppen und Wirkstoffe

Bei den meisten pflanzlichen Wirkstoffen handelt es sich zumeist um sekundäre Pflanzenstoffe, sprich um Stoffe, welche die Pflanze nicht direkt für das Wachstum produziert, sondern um sich beispielsweise gegen Schädlinge zu schützen oder Tiere anzulocken, die bei der Verbreitung der Pflanze mithelfen sollen.

Es gibt zahlreiche verschiedene Wirkstoffgruppen:

  • Alkaloide, welche häufig mehr oder weniger giftig sind
  • Terpene, welche sich im ätherischen Öl finden
  • Flavonoide, welche vor Oxidation und UV-Licht schützen, wirken verdauungsfördernd, entzündungshemmend und krebsvorbeugend.
  • Phytohormone, welche häufig als Lockstoff dienen, verdauungsfördernd, entzündungshemmend und krebsvorbeugend
  • Gerbstoffe und Scharfstoffe dienen häufig zur Abwehr von Fraßfeinden, haben aber auch eine hohe Wirksamkeit im menschlichen Körper.

Hier ein paar Beispiele, welche Heilkräuter als Tees, Salbe oder Tinktur bei welchen Beschwerden helfen:

  • Basilikum - hilft bei Magenproblemen und Verstopfung
  • Dill - hilft gegen Verdauungsbeschwerden und Schlafstörungen
  • Estragon - regt die Verdauung an
  • Kresse - hoher Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure und wirkt anregend und hilft auch bei Blähungen
  • Kurkuma - hilft bei Magen- und Verdauungsprobleme
  • Bockshornklee -fürdert die Milchbildung bei stillenden Müttern und kann den Cholesterinspiegel senken
  • Pfefferminze - gesund für Magen und Darm und hilft bei Übelkeit und Magenbeschwerden
  • Zimt - wirkt entzündungshemmend und kann den Cholesterinspiegel senken
  • Rosmarin - hilft gegen Migräne, Rheuma und wird bei Verstauchungen eingesetzt
  • Salbei und Thymian - helfen bei Husten und Erkältungen
  • Schnittlauch - vor allem für Veganer und Vegetarier ein wichtiger Eisenlieferant
  • Beifuß - hilft bei Kopfschmerzen, Übelkeit, innere Unruhe
  • Brennnessel - hilft bei Blasenbeschwerden und Gallenbeschwerden
  • Fenchel - hilft bei Magen-Darm Beschwerden, Hautprobleme, Völlegefühl und auch Blähungen
  • Kamille - hilgt bei Schnupfen, Erkältungen, Husten und Fieber
  • Löwenzahn - hilft bei Leberbeschwerden
  • Majoran - hilft bei Erkältung und Frauenleiden
  • Salbei - hilft bei Rachenentzündung, Rheuma, Keuchhusten und bei der Wundheilung
  • Schafgarbe - hilft bei Frauenleiden, Völlegefühl und Kopfschmerzen
  • usw.

Ätherische ÖlePositiv für das Magen-Darm-System wirkt sich der Genuss von ätherischen Ölen aus. (Foto by: © Floydine / fotolia.com)

Küchenkräuter – Heilkräuter: die Gesundheit unterstützen

Kräuter lassen sich einfach in den Alltag integrieren und können helfen die körperliche Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen.

Bei Erkältungen und Husten empfehlen sich heiße Tees mit Lindenblüten zum Fiebersenken, Thymian zum Hustenlösen und Salbei gegen die Halsentzündung.

Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden können mit Fenchel-Anis-Kümmel-Tee behandelt werden. Kocht man mit den entsprechenden Kräutern, so sind schwere Speisen besser verträglich.

Der regelmäßige Genuss frischer Kräuter sorgt außerdem für eine gute Versorgung an Vitaminen und Spurenelemente und unterstützt so das Gesundbleiben.

Regelmäßiger Genuss von Knoblauch vermag dagegen blutverdünnend zu wirken. Sogar der Blutzuckerspiegel und der Cholesterinspiegel lassen sich mit pflanzlichen Wirkstoffen positiv beeinflussen.


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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Gott sei dank wird den heilkräutern wieder mehr Bedeutung zugeschrieben. Gerade beim hustensaft kann man gut wirksame selbst machen.

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