Machen Kartoffeln und Nudeln dick?

Moderne Diätanweisungen verteufeln Kartoffeln und Nudeln oft als Dickmacher, die es aufgrund ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten besser zu meiden gelte. Dass Kohlenhydrate lebensnotwendigen Brennstoff liefern, sollten wir jedoch nicht vergessen. Auf die richtige Kombination und Zubereitung kommt es an.

Rohe KartoffelnEntscheidend ist die Zubereitungsart der Kartoffeln. (Foto by: © HandmadePictures / fotolia.com)

Woher kommt der zweifelhafte Ruf von Kartoffeln und Nudeln?

Machen Nudeln oder Kartoffeln dick? Nein, es gibt kein Lebensmittel, da generell dick macht, denn es kommt auf die Menge an.

Kartoffeln:

100 Gramm Kartoffeln haben rund 70 kcal – das ist vergleichsweise wenig. Kartoffel enthalten aber auch Stärke und somit Kohlehydrate. Je mehliger die Kartoffel ist desto mehr Kohlehydrate enthält sie. Doch auch hier gilt eher die Menge macht das Gift.

Nudeln:

Die Auswahl an Nudeln ist riesig und unterscheiden sich in der Herstellung und vor allen in den Zutaten (Eiernudeln, Glasnudeln, Reisnudeln, Hartweizengrießnudeln, usw.). Jede Nudelart hat durch seine Zutaten auch unterschiedliche Anzahl an Kalorien. Zum Beispiel haben 100 Gramm Hartweizengrießnudeln rund 154 kcal oder 100 Gramm Glasnudeln haben nur 103 kcal. Auch Nudeln sind reich an Kohlehydrate.

Info: Der reichliche Verzehr von Kohlenhydraten bewirkt im Körper die Ausschüttung von Insulin, das dabei hilft, überschüssige Kalorien in die Fettzellen einzulagern. Dies geschieht zuallererst mit den Nahrungsfetten. Aber ohne Kohlehydrate würden wir uns schnell kraftlos fühlen und kaum noch in der Lage sein, körperliche Leistungen zu erbringen. Auch der Wärmehaushalt, der zu einem großen Teil von der gesunden Funktion unserer Muskeln abhängt, käme zum Erliegen. Dies ist der Grund, warum Menschen, die eine Eiweißdiät durchführen, häufig über Kältegefühle klagen.

Auf die richtige Kombination und Zubereitung kommt es an

Kartoffeln und Nudeln machen NICHT dick, wenn sie richtig zubereitet werden.

Für Nudeln gilt:

  • Nur in Kombination mit reichlich Fett führen sie zur Gewichtszunahme, dann jedoch sogar ziemlich schnell.
  • Deshalb sollten zum Beispiel Nudeln besser mit einer leichten, möglichst fettarmen Paradeissoße, statt mit einer Rahmsoße kombiniert werden.
  • Auch auf das Ausbraten in Schmalz oder Butter sollte besser verzichtet werden: Es genügt, die Nudeln in Wasser zu kochen. Ideal ist es, wenn sie bissfest (al dente) sind. Hierdurch dauert ihre Verdauung länger und der Insulinspiegel schießt nicht in die Höhe.

Für Kartoffeln gilt:

  • Die schädlichste Zubereitungsart stellt das Frittieren dar. Hierbei werden Kartoffeln zu reinen Fettschwämmen, die sich vollsaugen und reichlich Kalorien liefern.
  • Werden Kartoffeln in der Pfanne gebraten, sollte dies mit möglichst wenig Fett geschehen.
  • Besser ist die Zubereitung von in der Schale gedünsteten Erdäpfeln, die zusammen mit Kräutertopfen (Magerstufe) und Salat (mit wenig Öl) eine schmackhafte Mahlzeit ergeben.

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User Kommentare

Manfred_Riedl
Manfred_Riedl

Super und richtig. Erwähnenswert ist Ihre basische Wirkung. Je nach Stress und sonstigen Lebensstill sollte 50% - 80% der Ernährung basis sein um eine Übersäuerung zu vermeiden.

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MaryLou
MaryLou

Ein guter Artikel, es kommt immer darauf an wie man die Lebensmittel zubereitet und wann man sie zu sich nimmt. Wenn man genug Bewegung hat kann man auch essen und verbrennt somit die Kalorien.

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