Anlegen eines Gemüsegartens

Das nötige Land ist da, Pläne sind geschmiedet, im Traum wird schon geerntet – nun kann es endlich losgehen mit dem eigenen Gemüsegarten! Damit man keine bösen Überraschungen erlebt, sollte man beim Anlegen eines Gemüsegartens ein paar grundlegende Dinge beachten.

Gemüsegarten anlegenEs kann hilfreich sein, die Erde im Winter „ausfrieren“ zu lassen. (Foto by: © RioPatuca Images / fotolia.com)

Grundsätzliches

Einige wichtige Punkte, die es zu Beginn zu bedenken gibt hängen direkt mit der Grundversorgung des Gartens zusammen:

  • Kann man gut mit dem Auto heranfahren, um größere, schwere Transportgüter hin oder weg zu transportieren?
  • Wie schaut es mit der Wasserversorgung aus?
  • Gibt es einen Wasseranschluss oder Brunnen?

Wer das ganze Jahr über mit einer begrenzten Menge Regenwasser auskommen muss, sollte auf sehr wasserbedürftige Gemüsesorten vielleicht eher verzichten. Liegt der Garten vielleicht in Feld- oder Waldnähe und besteht die Gefahr, dass Tiere wie Rehe oder Wildschweine zum Ernten vorbei kommen? Dann wäre ein entsprechender Zaun empfehlenswert.

Qualität des Bodens

In den seltensten Fällen wird der Boden so schlecht sein, dass er ausgetauscht werden muss. Zuerst gilt es festzustellen, ob der Garten einen leichten oder schweren Boden aufweist:

  • Schwerer Boden hält gut Wasser, wird aber bei Trockenheit steinhart. Er kann durch Einarbeiten von Sand und Komposterde sowie fleißiges Bearbeiten verbessert werden.
  • Leichter Boden liegt vor, wenn die Erde leicht bearbeitet werden kann. Häufig enthält leichter Boden einen hohen Sandanteil. Er nimmt gut Wasser auf, kann es aber nicht sehr lange halten. Dieser Boden kann durch Aufbringen von Tonmehl oder Kompost optimiert werden.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor bei den Anbaubedingungen ist der pH-Wert, sprich die Säurehaltigkeit des Bodens. Die meisten Gemüsesorten wachsen am besten auf neutralem oder schwach saurem Boden.

Das bestimmen des PH-Wertes (sauer, alkalisch oder neutral) kann man auch selber machen:

  • Man nimmt einen 200 ml Becher und füllt diesen mit 2 TL Backpulver und destilliertem Wasser.
  • Einen anderen Becher füllt man mit Essig.
  • Nun fügt man in beide Becher Erde ein.

Bildet sich im Becher mit dem Essig, Schaum, ist der Boden alkalisch, wenn der Becher mit dem Backpulver „zischt“, ist der Boden sauer. Passiert bei beiden Becher nichts ist alles in bester Ordnung.

Gemüsebeet PlanungDie meisten Gemüsesorten wachsen am besten auf schwach saurem Boden. (Foto by: © blende40 / fotolia.com)

Neulandvorbereitung

Die Urbarmachung wird am besten im Herbst oder an frostfreien Wintertagen durchgeführt. Die Fläche wird im Bedarfsfall von Fremdmaterial gesäubert:

  • Hohes Gras, Gestrüpp und ähnliches sollte gründlich entfernt werden. Bei einer Wiese wird die Grasnarbe mit einer Dicke von etwa 5cm abgestochen. Die Grassoden werden mit dem Gras nach unten gestapelt und ergeben durch Einstreuen von Kalk zwischen die Grassodenschichten nach dem Verrotten lassen eine gute Pflanzerde.
  • Falls die Fläche von mehrjährigen Pflanzen wie Quecke, Löwenzahn oder Brennnesseln überwuchert ist, müssen die Wurzeln möglichst vollständig ausgegraben werden, da beispielsweise bei Quecken schon aus einem kleinen Wurzelstück neue Quecken heranwachsen können.

Es kann hilfreich sein, die Erde im Winter „ausfrieren“ zu lassen und sie dann im Frühjahr mit Hilfe eines Durchwurfsiebes von Wurzeln und Steinen zu befreien.

Besonders günstig ist es, in zwei Lagen umzugraben und dabei Stallmist oder Kompost einzuarbeiten.

Bei sehr lehmigen Böden sollten Sand und Humus bzw. Gartenkompost eingearbeitet werden – am besten mit einem Kultivator.

Anlegen der Gemüsebeete - Tipps

  • Die Breite eines Gemüsebeetes liegt bei zwischen 1,0 bis 1,3 Meter - bewährt hat sich eine Breite von 1,2 Meter - so kann man das Beet bequem pflegen und ernten.
  • Die Länge des Beetes richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und der benötigten Anbaufläche.
  • Jedes Beet sollte ca. gleich groß sein, das erleichtert die Fruchtfolge, kann jedes Jahr das Beet wechseln und weiß mit der Zeit auch wiviel Gemüse das Beet abwirft.
  • Zwischen den einzelnen Beeten sollten Nebenwege mit einer Breite von mindestens 30 Zentimeter angelegt werden. Diese werden entweder nur festgetreten oder mit diversen Platten belegt.
  • Der Hauptweg, welcher zu den Beeten führt, sollte einen festen Untergrund haben und so breit sein, dass man ihn mit der Schubkarre befahren kann.
  • Für einen Gemüsegarten sollte man sich einen sehr sonnigen Platz mit nicht allzu viel Schatten aussuchen - das fördert das Gemüse.
  • Die Pflanzenauswahl sollten den vorherrschenden Bedingungen (Boden, Feuchtigkeit, Wind, Saison, Sonneneinwirkung, …) angepasst sein.
  • Zwar nicht zwingen aber dennoch nützlich wäre ein Windschutz – z.B. Einfriedung durch eine Hecke oder Zaun.

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