Das Familienrezept: Burgenländer Kipferl
In der Vorweihnachtszeit duftet es herrlich nach Keksen und es werden alte Familienrezepte gebacken. Eins davon sind die delikaten "Burgenländer Kipferl", die aus einem Germteig zubereitet werden. Die Fülle beinhaltet Haselnüsse und Eischneemasse.

Nicht nur für die Advent- und Weihnachtsbäckerei passen Burgenländer Kipferl, eigentlich schmecken sie das ganze Jahr über. Das Rezept stammt natürlich von Oma und schmeckt herrlich nussig.
Schon allein der Duft dieser Kipferl weckt sofort Erinnerungen an vergangene Weihnachten. Na dann, auf gut burgenländerisch: "Gemmas an!"
Zutaten sind für ca. 25 Stück
Für den Teig:

- 260 g Butter
- 1 Eidotter
- 20 g Germ
- 400 g Mehl (glatt)
- 60 ml Milch
- 40 g Staubzucker
Für die Fülle, zum Bestreichen und Bestäuben:

- 2 Eiklar
- 210 g Staubzucker
- 200 g Walnüsse (gerieben)
- 1 Ei (versprudelt)
- 40 g Staubzucker
Germteig zubereiten
In eine kleine Schüssel die Germ hineinbröseln, mit Milch aufgießen und den Zucker hinzugeben. Diese Germmischung so lange verrühren, bis sich die Germ komplett aufgelöst hat und sich eine schöne graue Flüssigkeit bildet. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und eine Mulde formen. In diese Mulde kommt die klein geschnittene Butter und ein Eidotter hinein. Zuletzt das Germ-Gemisch hinzu und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten.

Obwohl es bei einem Germteig immer heißt, warm gehen lassen, ist es bei diesem Rezept genau umgekehrt. Den Teig in eine Frischhaltefolie legen, einwickeln und für 10 Minuten in den Kühlschrank geben.
Währendessen die Arbeitsfläche vorbereiten und zum späteren Einrollen 3 Geschirrtücher auflegen und leicht mit etwas Mehl bestreuen.
Dann den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in drei Teile teilen.

Dann nochmal jeden Teil einzeln gut durch kneten. Die einzelnen Teile mit Hilfe eines Nudelholzes zu einem Rechteck ausrollen.

Das Backrohr auf 170°C, Ober- und Unterhitze bereits vorheizen.
Für die Fülle
In einen Topf ca. 1 Liter Wasser hineingeben und aufkochen lassen, damit ein schöner Dampf entsteht. Über diesen Dampf kommt eine Schüssel mit dem Eiklar darin, alles mit dem Mixer schön schaumig schlagen. Eine Prise Kochsalz zufügen - verbessert die Schaumbildung.

Nach und nach kommt der Staubzucker hinzu, sodass eine herrlich, cremige Eischneemasse entsteht.
Jedes einzelne der drei aufgelegten Teigstücke bzw. Rechtecke zuerst mit der Eischneemasse bestreichen. Danach die geriebenen Walnüsse gleichmässig auf der Eischneemasse verteilen.

Nun den Teig von einer Seite her schön und fest einrollen, sodass eine schöne lange Teigrolle entsteht. Wie zuvor erwähnt, kann man den Teig auch auf einem Geschirrtuch aufrollen und dann mit Hilfe des Geschirrtuchs einrollen.

Mit Hilfe eines Glases oder rundem Keksausstecher (Ø 5-6 cm) damit einzelne "Kipferl" vom Teig abstechen. In der Mitte werden sehr dicke Kipferl, da sich dort die meiste Fülle befindet.

Die runter gestochenen Kipferl in gleichmässigen Abständen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit verquirltem Ei bestreichen. Das Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben.

Die Kipferl für 20 Minuten gobldgelb backen. Nach den 20 Minuten das Backblech aus dem Ofen nehmen und mit einem Kochlöffel jedes einzelne Kipferl vom Backpapier vorsichtig lösen, damit sie nicht kleben bleiben. Dann auskühlen lassen.
Zum Schluss mit einem Sieb etwas Staubzucker über die selbstgebackenen Burgenländer Kipferl streuen.
Weitere Rezepte
- Einfache Burgenländer Kipferl
- Burgenland-Kipferl
- Schnelle Burgenländerkipferl
- Burgenländer Kipferl
- Omas Burgenländerkipferl
- Burgenländer Kipferl
Fazit
Sobald man in ein Burgenländer Kipferl reinbeisst zergeht die Eiklarmasse regelrecht auf der Zunge und man spürt einen köstlichen nussigen Geschmack, der sich im ganzen Mund verbreitet, herrlich!
hab ich noch nie gegessen werde sie aber gleich heute mal ausprobieren.