Fichten-Reizker

Der Fichtenreizker ist ein beliebter mitteleuropäischer Speisepilz, der durch sein intensives Pilzaroma und den fruchtigen Duft auffällt. Er wächst immer direkt bei Fichten und ist daher grundsätzlich nicht schwer zu finden.

FichtenreizkerFichtenreizker sind vor allem von August bis November zu finden. (Foto by: © derWehner / fotolia.com)

Fichtenreizker gehören zur Familie der Reizker. Früher wurden sie über offenem Feuer an Spießen kurz gebraten. Heute übernimmt diesen Part wohl eher die Pfanne.

Aber das Ergebnis ist nach wie vor dasselbe: Ein aromatisch schmeckender Pilz, der vielfältig verwendet werden kann.

Den Namen Fichtenreizker trägt der Pilz deshalb, weil er stets gemeinsam mit Fichten auftritt.

Info: Mit den im Pilz enthaltenen farbigen Inhaltsstoffen können Wolle und Seide gefärbt werden.

Aussehen & Merkmale

  • Der Fichtenreizker weist eine blattgelbe bis leicht bräunliche Farbe auf. Je älter er wird, desto stärker tritt eine grüne Zonung hervor.
  • Die Pilze werden bis zu 10 cm hoch und der Durchmesser des Stiels beträgt bis zu 2 cm. Der Stiel ist in der Mitte hohl.
  • Der Fichtenreizker ist ein Lamellenpilz. Die Lamellen sind angewachsen und verlaufen nach unten.
  • Ähnlich wie der Pilz selbst weisen sie eine hellgelbe bis orange Farbe auf und verfärben sich später leicht grünlich.
  • Bei jungen Fichtenreizkern ist der Hut leicht gewölbt. Je älter das Exemplar wird, desto tiefer wird die Mulde, bis eine Trichterform entsteht. Der Rand rollt sich nach innen.
  • Der Hut kann einen Durchmesser zwischen 3 und 12 cm erreichen.

Herkunft & Saison

Fichtenreizker sind vor allem von August bis November zu finden. Zu finden sind sie vor allem direkt unter Fichten. Besonders in Mitteleuropa ist der Fichtenreizker eine beliebte und weit verbreitete Pilzsorte.

Geschmack

Fichtenreizker weisen haben ein obstartiges Aroma, das leicht, bitterlich herb, mit einer harzigen Komponente schmeckt und einen leichten süßlichen Beigeschmack hat.

Sobald ein Pilzexemplar ein wenig älter wird und sich bereits grünlich verfärbt, entsteht besonders in den Stielen eine leicht bittere Geschmackskomponente.

Verwendung in der Küche

Vor der Verwendung sollte man die Fichtenreizker gründlich säubern – am besten mit einer Pilzbürste (nicht mit Wasser). Leider sind viele dieser Pilze von Maden befallen, weshalb diese Stellen großzügig ausgeschnitten werden müssen.

Info: Das Fleisch des Pilzes hat eine orange Farbe, die sich beim Anschnitt langsam von weinrot nach grünlich verfärbt.

  • Zum Kochen sollte man möglichst junge Fichtenreizker verwenden, da sie noch nicht bitter schmecken.
  • Diese Pilzsorte ist ausschließlich zum Kurzbraten geeignet. Einfach die Plize in der Pfanne mit Butter oder Öl anbraten und mit Salz und etwas Pfeffer würzen - dazu passt ein frisches Weißbrot bzw. Toastbrot.
  • Wenn sie in der Pfanne kurzgebraten werden, verändern sie ihre Farbe und nehmen ein starkes Rot an.
  • Werden die Pilze gekocht, wird das Fleisch sehr weich und beinahe matschig.
  • Auch zum Dünsten oder Schmoren eignen sie die Pilze nicht.
  • Sie lassen sich auch gut zu Pilzsuppen verarbeiten.
  • Die Fichtenreizker werden zunächst vorsichtig geputzt und unschöne Druckstellen entfernt.

Info: Es kann sein, dass nach dem Verzehr des Pilzes, der Urin eine leicht rötliche Farbe annimmt. Dieser Effekt vergeht nach kurzer Zeit wieder und ist in keinster Weise besorgniserregend.


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User Kommentare

Mawie
Mawie

Bei uns in Tirol gibt' s die massig. Aber kaum jemand interessiert sich dafür. Gut für mich, muss ich ni lange suchen!

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Goldioma
Goldioma

aufpassen dass der Reizker eine rote "Milch" hat- sonst ist es ein ungenießbarer Doppelgänger

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