Schopf-Tintling

Der Schopf-Tintling begeistert mit einem sehr außergewöhnlichen Aussehen – er ähnelt einer großen Glocke. Als Speisepilz sollte er jedoch nur genutzt werden, wenn er noch sehr jung ist.

Schopf-TintlingEin Schopftintling kann sogar bis zu 18 cm hoch werden. (Foto by: Maglido-Photography / stock.adobe.com)

Der Schopftintling ist unter mehreren Namen bekannt, beispielsweise als Spargelpilz oder als Tintenpilz. Er gehört zur Familie der Tintlingsartigen.

Er kann leicht mit dem Faltentintling verwechselt werden, was jedoch angesichts beider Genießbarkeit nicht so schlimm ist.

Info: Da der Pilz nur sehr wenige Schadstoffe aus seiner Umgebung aufnimmt, gilt er auch als einer der gesündesten Pilze überhaupt.

Aussehen

  • Der Schopf-Tintling kann sehr hoch werden – bis zu 18 cm Höhe sind völlig normal. Der Stiel wird bis zu 3 cm breit ist weiß und hohl.
  • Die Blätter des Schopf-Tintlings sind nicht mit dem Stiel verwachsen und hängen daher frei. Sie sind sehr dünn und stehen dicht beieinander. Sie wechseln ihre Farbe mehrere Male. Zu Anfang sind sie weiß, verfärben sich dann schnell rosa und sind im Alter schwarz.
  • Der Hut sieht zunächst zylindrisch, später wie eine Glocke aus. Er kann auf diese Art und Weise fast bis zum Boden wachsen. In der Breite nimmt er jedoch gewöhnlich kaum 6 cm oder noch weniger ein.
  • Die Haut des Hutes ist ganz zu Anfang weiß, verfärbt sich aber schnell bräunlich.
  • Der Hut rollt sich anfangs leicht zum Stiel hin ein und verkehrt sich später ins Gegenteil.
  • Das Fleisch des Schopf-Tintlings ist sehr weich und von weißer Farbe.

Herkunft & Saison

Der Schopf-Tintling bevorzugt grasige Standorte und ist daher oft an Wald- und Wegrändern sowie in Wiesen und in Gärten zu finden.

Er bevorzugt fette Böden. Der Schopf-Tintling ist im Tiefland bis hinauf zu mittleren Gebirgslagen heimisch. Er wächst häufig in sehr großen Gruppen, kann aber auch einzeln auftreten.

Der Schopf-Tintling kann vom Frühjahr bis zum Herbst gesammelt werden.

Geschmack

Der junge Schopf-Tintling ist ein leicht würziger Pilz und weist ein sehr mildes Aroma auf - der Geschmack erinnert ein wenig an Spargel.

Info: Roh schmeckt der Pilz sehr bitter und ist unverträglich.

Verwendung in der Küche

  • Den Schopftintling sollte man nur sammeln, solange sich die Lamellen noch nicht rosa verfärbt haben und der Hut noch geschlossen ist.
  • Wenn die Lamellen eine dunkle Form angenommen haben, sollten Sie den Hut besser nicht mehr verwenden.
  • Dieser Pilz eignet sich nur in ganz jungem Zustand (wenn der Hut noch geschlossen ist) als Speisepilz - dann schmeckt er allerdings hervorragend.
  • Nach dem Sammeln sollte er sofort verarbeitet werden, denn er eignet sich nicht für die Aufbewahrung.
  • Bei Schopftintling können sowohl Hut als auch Stil gegessen werden.
  • Der Schopftintling eignet sich besonders gut für Eintöpfe und Suppen.
  • Ganz junge Pilze können auch im Dörrapparat getrocknet werden und ergeben sehr schmackhafte Trockenpilze – daraus kann man ein köstliches Würzpulver herstellen.

Wichtig: Sobald der Pilz die ersten dunklen Flecken oder Verfärbungen aufweist, ist der Fruchtkörper nicht mehr zu verwenden.

Einfache Zubereitung:

  • Die Pilze vorsichtig mit einer Pilzbürste reinigen und entlang der Lamellen in Stücke zupfen.
  • Ein wenig Butter oder Öl in der Pfanne heiß werden lassen und darin die Pilzstücke dünsten, bis das Wasser vollständig verdunstet ist und sie leicht braun werden. Dabei die Pilzstücke ab und zu durchrühren.
  • Zum Schluss nur noch mit Salz und Pfeffer würzen.
  • So passen sie sehr gut zu Reis, Nudeln oder eben auch pur.

Bewertung: Ø 4,2 (96 Stimmen)

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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

kommt hier in Vorarlberg in Unmengen vor. Leider ist dieses Bild etwas unklar. Der Schopf-Tintling ist hier nämlich man kann sagen weiß mit leichten Schüppchen und man sieht sehr gut daher, wenn er ins"tinten" übergeht.

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Goldioma
Goldioma

Habe gar nicht gewüßt, dass man Schopftintlinge trocknen kann. Werde ich dieses Jahr machen, wenn es vielleicht doch wieder eine gute Ernte gibt. Letztes Jahr war sehr schlecht. Viel zu trocken.

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