Schleie

Schleie sind beliebte Speisefische, die aus unserer Landesküche nicht wegzudenken sind. Egal ob Schleie blau oder gegrillte Schleie, sie ist mit ihrem festen Fleisch und ihrem angenehm aromatischen Geschmack ein absolutes Muss für Liebhaber der Fischküche.

SchleieSchleie ähneln in ihrem Aussehen dem des Karpfens. (Foto by: © Alexandr Blinov / fotolia.com)

Leider ist die Schleie in vielen Gegenden schon seit langer Zeit gefährdet und steht daher teilweise unter Schutz.

Die von Schleien bevorzugten Lebensumstände können in vielen der heutigen Flüsse nicht mehr gewährleistet werden, da durch Begradigungen die Fließgeschwindigkeit zu stark zunimmt und auch der Pflanzenbewuchs nicht mehr ausreichend ist. Er lebt nämlich überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.

Aussehen

  • Schleie ähneln in ihrem Aussehen dem des Karpfens.
  • Der Hautoberfläche verdankt die Schleie ihre angeblichen heilenden Kräfte, denn sie ist mit einem Schleim überzogen, dem eine Wundheilwirkung nachgesagt wird.
  • Die Schleie wird üblicherweise zwischen 20 und 50 cm lang, kann aber auch noch länger werden.
  • Das Gewicht von Schleien bewegt sich je nach Größe zwischen 2,5 und 3,5 kg.
  • Die Haut der Schleie ist olivgrün gefärbt, wobei der Fisch unterschiedliche Nuancen annehmen kann, je nachdem wo er zuhause ist.
  • An der Seite schimmert die Schleie golden und geht schließlich in einen Bauch mit grünlich-weißer Färbung über.
  • Am Maul besitzt der Fisch zwei kurze Barteln. Das Maul ähnelt beinahe einem Rüssel, wenn der Fisch ihn nach vorne stülpt.

Herkunft

Die Schleie ist vor allem in Mittel- und Südeuropa verbreitet, wobei es durchaus Ausnahmen gibt.

Hierzulande ist sie weitverbreitet und besonders in stehenden oder langsam fließenden Gewässern zu finden.

Geschmack

Das weiße Fleisch der Schleie weist einen nussigen Beigeschmack auf, der ihn sehr attraktiv macht. Es ist eher fettarm, weist nur wenige Gräten auf und ist von fester Konsistenz.

Info: Viele Fischliebhaber sagen, dass der Geschmack der Schleie, 10 Mal besser ist als der des Karpfens.

Verwendung in der Küche

Wenn eine Schleie länger in schlammigem Gewässer gelebt hat, sollte sie ein paar Tage in sauberem Wasser gehalten werden, damit sich der modrige Geschmack „auswäscht“, bevor der Fisch verarbeitet wird.

Für die Schleie gibt es etliche typische Zubereitungsarten wie zum Beispiel:

  • Schleie blau: hierbei werden die Fische vorher mit heißen Essig übergossen damit sie blau werden und dann in einem Gemüsesud für rund 30 Minuten gedünstet.
  • gegrillte Schleie: den küchenfertigen Fisch innen und außen gut würzen (eventuell auch mehlieren und ein wenig mit Zitrone beträufeln), in ein mit Öl bestrichene Alufolie packen und danach für 5-7 Minuten auf den Grill legen.
  • Schleie im Bratenschlauch: die küchenfertige Schleie innen und außen salzen, ein paar Zitronenscheiben in den Bauch stecken, den Fisch in den Bratenschlauch geben, ein paar Butterstücke hinzufügen und für rund 20-25 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen geben.

Grundsätzlich lässt sich Schleie mit fast allen Gewürzen und verschiedenen Beilagen (vor allem Kartoffeln) gut kombinieren. Auch Saucen mit Dill, Kren oder Senf gewürzt passen hervorragend zum Fisch.

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