Dill

Dill hat eine lange Tradition als Küchenkraut. Egal ob frisch oder getrocknet – Dill verleiht einem Gericht ein unverkennbares Aroma. Dill lässt sich mit ein wenig Fingerspitzengefühl im Kräutergarten leicht kultivieren. Frisch gehackt und eingefroren lässt sich Dill aus Eigenanbau ganzjährig genießen.

Dill zum ErntenDie jungen, zarten, grünen Blättchen werden frisch geerntet. (Foto by: Denis and Yulia Pogostins/ shutterstock.com)

Dill gehört zur Familie der Doldengewächse und enthält ätherische Öle, welche für den intensiven Geschmack verantwortlich sind.

Dill, welcher im Volksmund auch Gurkenkraut genannt wird, ist einjährig und muss daher jedes Jahr aufs Neue im Kräutergarten angebaut werden.

Anbau, Pflege und Düngung

  • Der Dill benötigt einen sonnigen, windstillen Platz und kann bis zu 1 Meter hoch werden.
  • Der Boden sollte humusreich, locker und durchlässig sein – am besten die Gartenerde mit Humus und ein wenig Sand vermischen.
  • Die Pflanze sollte regelmäßige gegossen werden, Staunässe sollte man aber vermeiden.
  • Bereits im April kann man Dill im Beet aussäen und kann dann noch bis August nachgesät werden.
  • Falls man den Samen in Reihen sät, sollte man dazwischen ca. 25-30cm Abstand halten.
  • Nach ca. 2-4 Wochen sollte man die Pflänzchen vereinzeln und im Abstand von ca. 25 cm setzen.
  • Das Unkraut sollte regelmäßig entfernt und der Boden aufgelockert werden.
  • Natürlich eignet sich Dill auch zum Anpflanzen im Kübel bzw. Topf.
  • Den geernteten Dill-Samen kann man auch für die nächste Aussaat verwenden – er hält aber nur maximal 2 Jahre.

Info: Dill gilt auch als natürliche Abwehr gegen Gartenschädlinge wie z.B. Blattläuse, daher setzt man die Pflanze auch gerne zwischen den Reihen von anderen Gemüsepflanzen.

Ernte

Dillpflanzen lassen sich abgesehen von der Wurzel und dem festen Stängel vollständig in der Küche verwerten. Die jungen, zarten, grünen Blättchen werden frisch geerntet und fein zerhackt dem Essen beigefügt. Erntet man für die Konservierung, schneidet man die ca. 20 - 25 cm hohen Pflanzen ab.

DillgurkenDill eignet sich zum Verfeinern von Marinaden und Saucen. (Foto by: © manulito / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Zum Einfrieren kann man den Dill auf zwei Arten vorbereiten:

  • Die erste Möglichkeit besteht darin, den gewaschenen Dill sehr gut abzuschütteln, dann fein zu zerhacken und in Dosen abgefüllt einzufrieren. Wurde das Wasser gut abgeschüttelt, lässt sich den Dosen ein Streufähiger Dill entnehmen.
  • Die zweite Möglichkeit ist, den gewaschenen Dill wieder gut trocken zu schütteln und dann die ganzen, gefiederten Blättchen locker in einen Gefrierbeutel einzufüllen und schnell einzufrieren. Zum Würzen werden die gefrorenen Blätter zerrieben.

Dill eignet sich nicht zum Trocknen, weil er sein Aroma verliert. Geerntet werden auch die Blütenstände, die Früchte und die Samen vom Dill. Die getrockneten Samen sollten in einer luftdicht verschlossenen Dose kühl gelagert werden.

Wirkung und Verwendung

Dill enthält in der gesamten Pflanze und vor allem in den Samen einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Diese wirken verdauungsfördernd und können Blähungen lindern. Dill wurde deshalb früher sogar zum Herstellung von Kräuterschnaps verwendet. Außerdem enthält Dill viele Vitamine und Mineralstoffe.

Frisch gehackt eignet sich Dill vor allem zum Verfeinern von Saucen und Dressings. Auch in Kräutermischungen ist oft Dill enthalten.

Dill kann durchaus mitgegart werden, verliert beim längeren Kochen aber an Aroma. Daher empfiehlt es sich, den frisch gehackten Dill erst gegen Ende der Garzeit zuzugeben. Die unreifen Samenstände werden zum Einlegen von saurem Gemüse verwendet.


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