Lorbeer

Lorbeer, als Blätter eingesetzt, gehört zur Grundausstattung der Gewürze unserer heimischen Küche. Das feine, unaufdringliche Aroma vermag so manche Speise geschmacklich abzurunden. Lorbeer lässt sich nicht direkt zu den Küchen-Kräutern zählen, handelt es sich doch um einen bis zu 10 Meter hohen Baum!

LorbeerLorbeer ist, was die Erde und Pflege betrifft, recht anspruchslos. (Foto by: Canoneer/ shutterstock.com)

Der echte Lorbeer, der auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer genannt, hat die wissenschaftliche Bezeichnung Laurus nobilis und gehört zur Familie der Lorbeergewächse.

Lorbeerbäume sind immergrün und können Wuchshöhen um 10 Meter erreichen. Da echter Lorbeer wärmeliebend ist, wird er im subtropischen und tropischen Raum zur industriellen Lorbeergewinnung kultiviert.

Der Eigenanbau ist aber auch möglich. In Europa werden normalerweise die Blätter des echten Lorbeers eingesetzt. Ebenfalls unter der Bezeichnung Lorbeer werden auch andere Lorbeergewächse angeboten:

  • indischer Lorbeer
  • westindischer Lorbeer
  • mexikanische Lorbeer

Sie sehen ähnlich aus, schmecken aber größtenteils völlig anders.

Anbau, Pflege und Düngung

  • Der Lorbeerbaum mag es warm und sonnig.
  • Da Lorbeer keine extrem, niedrigen Temperaturen übersteht, sollte man ihn in Kübeln anpflanzen.
  • Die Erde sollte im Kübel durchlässig sein – am besten Gartenerde, Humus, Torf vermischt mit Sand.
  • Samen kann man im Gartenmarkt kaufen. Diese sollte man vor dem aussäen für 2 Tage in Wasser einlegen, danach in Sand aussäen und ein wenig mit Sand bedecken.
  • Es ist darauf zu achten, dass die Umgebungstemperatur mind. 20 Grad beträgt, dann sollte der Samen nach ca. 20-25 Tagen keimen.
  • Nach weiteren 2-3 Wochen kann man die Keimlinge in den Kübel bzw. Topf umpflanzen.
  • Beim Gießen sollte man die richtige Balance finden - die Pflanzen mögen Wasser, aber nicht zu viel – 2-3 mal die Woche sollten ausreichend sein.
  • Auch ein Düngen ist nicht wirklich erforderlich – alle 2 Jahre sollte jedoch die Topferde gewechselt bzw. umgepflanzt werden.
  • Im Winter sollte man den Topf oder Kübel an einen frostfreien, aber sonnigen Ort stellen.
  • Schneiden kann man den Lorbeer am besten im März, vor allem ein Formschnitt ist oft zu anzuraten.

Tipp: Verliert der Baum viele Blätter und wird er kahl, so liegt oft die Ursache darin, dass er zu wenig Feuchtigkeit hat. Dann kann einer radikaler Rückschnitt bis auf die Haupttriebe helfen.

Info: Ein Vermehren ist auch über die sogenannte Stecklingsvermehrung möglich. Dazu im Herbst einen Zweig (wichtig: junger Trieb) von mind. 20 cm Länge vom Lorbeerbusch abschneiden, die unteren Blätter entfernen und diese Srecklinge in ein Substrat (Mischung aus Torf, Sand und ein humoses und lockeres Anzuchtsubstrat) mit einer gleichmäßigen Feuchtigkeit stecken.

Lorbeerblätter getrocknetSorgsam getrocknete Lorbeerblätter können bis zu 2 Jahre lang verwendet werden. (Foto by: ©CUKMEN/ fotolia.com)

Ernte

Bei Bedarf können zu jeder Zeit Blätter abgeschnitten werden, Haupterntezeit ist jedoch im Herbst oder Frühjahr. Für die Konservierung verwendet man zweckmäßiger Weise die Blätter von den Zweigen, die beim Zurückschneiden oder der Formgebung anfallen.

Lagerung und Haltbarkeit

Zur Konservierung und Lagerung lassen sich die Blätter trocknen und in einem Schraubglas oder einem anderen luftdicht verschlossen Behälter aufbewahren. Die Trocknung sollte langsam und schonend erfolgen.

Sorgsam getrocknete Lorbeerblätter können bis zu 2 Jahre lang verwendet werden. Sie verlieren nur wenig ihres Aromas und ihrer Wirksamkeit auf den Körper.

Wirkung und Verwendung

Die Blätter des echten Lorbeers enthalten vor allem ätherisches Öl. Die im Öl enthaltenen Inhaltsstoffe wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Zeitweise wurden Lorbeerblätter auch als Heilpflanze eingesetzt, ihre Wirkung ist aber nicht belegt.

Lorbeerblätter werden im Wesentlichen zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten verwendet.

Außerdem spielen sie eine große Rolle bei der Herstellung von Marinaden und Einlegesuds für Gurken und Hering. Die Blätter werden vor dem Verzehr entfernt. Überdosiert kann Lorbeer zu Trancezuständen und Bewusstseinstrübungen führen.


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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

Leider habe ich nicht gewußt, dass der Lorbeer nicht winterfest ist. Überall ist Kirschlprbeer als Heckenpflanze- nun mein Gewürzlorbeer hat heuer daran glauben müssen- kaufe ich halt einen neuen

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Sonia21
Sonia21

Ich verwende Lorbeerblätter sehr gerne in der Küche. Vor allem frisch vom eigenen Bäumchen. Kühl überwintern ist wichtig. Im Wohnzimmer war bei mir die Luft zu trocken und es haben sich Schildläuse angesiedelt.

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