Beifußkraut

Beifuß ist ein Wildkraut, das an Wegesrändern und auf vielen Wiesen zu finden ist. Das Kraut gilt als natürliches Heilmittel bei Magen-Darmproblemen.

BeifußDer Beifuß sieht dem Blauen Eisenhut recht ähnlich, dieser ist jedoch giftig. (Foto by: lzf / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Beifuß wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar: Die krautigen Stängel der Pflanze können bis zu zwei Meter hoch werden. An ihnen wachsen bis zu fünf Zentimeter lange Blätter, deren Oberseite grün, die Unterseite weiß und leicht filzig ist.

Die Blüten der Pflanze sind klein und weißlich bis rotbraun gefärbt. Beifußkraut zählt zu der Familie der Korbblütler. Es ist auch bekannt unter den Namen:

  • Gemeiner Beifuß
  • Fliegenkraut
  • Jungfernkraut
  • Besenkraut
  • Weiberkraut
  • Gewürzbeifuß
  • Gewöhnlicher Beifuß

Verbreitung & Standort

Beifuß ist fast überall auf der Nordhalbkugel zu finden. Er wächst sowohl in Nord- und Mittelamerika, als auch in Europa und Zentralasien.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

Das Wildkraut einen leicht bitteren, aber sehr aromatisch und würzigen Geschmack.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

  • Beifuß wurde bereits im Mittelalter und in der Antike als Heilkraut eingesetzt.
  • Damals wurde es zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden, Geburtskomplikationen und nach Fehlgeburten verwendet (daher auch der Name „Weiberkraut″).
  • Heutzutage kommt das Wildkraut vor allem bei Magen-Darmbeschwerden zum Einsatz.
  • Das Kraut wird in Form eines Teeaufgusses konsumiert.
  • Beifuß-Tee kann auch bei leichten Kopf- oder Nackenschmerzen, Übelkeit oder inneren Unruhezuständen verwendet werden.

Verwendung in der Küche

Die Pflanze Beifuß gilt als hervorragendes Gewürzkraut. Es verleiht Speisen ein würziges, etwas bitteres Aroma.

Da Beifuß sich positiv auf Magen und Darm auswirkt, wird es besonders gerne bei der Zubereitung fettiger und schwer verdaulicher Mahlzeiten verwendet.

Die Blätter schmecken recht bitter, weswegen in der Küche zumeist die weniger bitteren Rispen Verwendung finden.

Beifußkraut kann sowohl frisch als auch in getrockneter Form zum Kochen, Backen oder Braten benutzt werden.

Besonders häufig wird Beifuß bei der Zubereitung der Weihnachtsgans verwendet. Wichtig: Das Kraut sollte immer mitgekocht und nicht erst nachträglich über die Speisen gestreut werden!

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

  1. Da Beifuß oft in der Natur zu finden ist, wird es selten in Gärten angebaut. Ernten kann man das Kraut (Blätter und Stängel) von Juli bis Oktober.
  2. Die Wurzel wird erst im Spätherbst geerntet. Nach der Ernte sollte man die Pflanze kopfüber an einer geschützten Stelle aufhängen und trocknen lassen.
  3. Nach dem Trocknen wird die Pflanze zerlegt: Blätter, Blüten und feine Stängel werden vom Hauptstiel entfernt.
  4. Sie sollten kühl und trocken gelagert werden. Was die Haltbarkeit anbelangt, kann getrockneter Beifuß im Durchschnitt ca. 2,5 Jahre lang verwendet werden.

Besonderheiten & Saison

Beifuß blüht je nach Wetterbedingungen von Juni bis September.

Verwechslungsgefahr

Vorsicht ist geboten: Der Beifuß sieht dem Blauen Eisenhut recht ähnlich. Dieser ist allerdings sehr giftig und sollte auf keinen Fall konsumiert werden.

Unterscheiden lassen sich die beiden Pflanzen am einfachsten, indem man die Unterseite der Blätter betrachtet.

Die des Beifußkrauts sind weißlich filzig; die des Blauen Eisenhuts nicht.


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