Bertram

Da das Wild- und Heilkraut Betragm nur selten vorkommt wird die Sumpf-Schafgarbe, Baldrian oder Estragon manchmal fälschlicherweise Betram genannt. Eine der bekanntesten Bezeichnungen für den Bertram ist Mutterkraut. Der wilde Betram ähnelt der Kamille. Geschmacklich ist er jedoch sehr scharf. Vom Betram selbst wird nur die Wurzel verwendet.

Wilder BertramIn Reformhäusern gibt es das Bertrampulver zu kaufen und dienst zum Würzen und Verfeinern von Speisen. (Foto by: Dutchlight / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Das Wildkraut Bertram gehört ist eine Pflanzenart und gehört zur Gattung der Ringblumen. Diese wiederum sind Teil der Familie der Korbblüter.

Bertram ist eine krautige Pflanze, die nur etwa zwei bis fünf Zentimeter hoch wächst. Die Pflanze blüht im Zeitraum von Mai bis August und hat grünliche, rosettenartige und zweifach fiederschnittige Blätter.

Bertram ist auch unter den Synonymen Beertrain, Berchtthram, Bertrankrut, Mutterkraut und Speichelwurz bekannt.

Verbreitung & Standort

  1. Die heilende Pflanze ist überwiegend im Mittelmeerraum in Südeuropa und Nordafrika, im Kauskasus und in Arabien verbreitet.
  2. Die bevorzugten Naturräume für das Wildkraut sind Weiden und Lichtungen eines Waldes auf einer Höhe von 400 bis 3100 m. über NHN.
  3. Die Ausbreitung der Wildpflanze reicht bis in die Höhenlagen des österreischichen Staatsgebietes hinein.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

  • Die Heilpflanze enthält abwehrsteigernde Zuckerverbindungen und ätherische Öle, die verschiedene sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthalten.
  • Des Weiteren enthält es die Wirkstoffe Pellitorin bzw. Pyrethrin, Anacylin, Inulin und verschiedene Gerbstoffe.
  • Bertram hat einen midlen aber leicht würzigen, scharfen Geschmack.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

Dem Kraut wird eine vielfältige heilende Wirkung nachgesagt. Es wirkt Verdauungsstörungen entgegen und soll Fäulnisprozesse im Darm durch das Regulieren der Darmflora verhindern.

Außerdem soll es Fehlsäfte vermindern und gutes Blut vermehren. Das Heilkraut findet Anwendung bei Fehlernährung, Diabetes, Dyspesie und Vitamin B 12 Mangel.

Hildegart von Bingen profezeite außerdem eine helfende Wirkung bei Lungenleiden, Herzleden und Magenproblemen.

Besonders bekannt ist die Pflanze auch für die ihr nachgesagte aphrodisierende Wirkung.

Verwendung in der Küche

Bertram MutterkratuEine der bekanntesten Bezeichnungen für das Bertramkraut ist "Mutterkraut". (Foto by: WMeidinger / Depositphotos.com)

  • Die Wurzel wird in der Küche meist in pulverisierter Form verwendet und kann als Universalgewürz eingesetzt werden, da es einen angenehmen leicht würzigen Eigengeschmack besitzt.
  • Es können soweit alle warmen und kalten Speisen mit dem Heilkraut verfeinert werden.
  • Dabei kann man das Kraut entweder mitkochen oder nachträglich aufstreuen.
  • Beispielsweise kann man das Kraut in Pulverform mit Habermus als ein Art nährreiches Müsli zubereiten.
  • Auch als Backzutat in einem Brotteig ist es gebräuchlich und äußerst simpel einzubinden.
  • Mittlerweile wird Bertram auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Fertigpräpparaten eingesetzt.

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

Die Heilpflanze wird traditionell im Herbst geerntet und sollte dann trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Die Haltbarkeit kann nicht pauschal bestimmt werden.

Besonderheiten & Saison

Das Heilkraut erlangte vor allem aufgrund ihrer berühmten Verpfechterin Hildegart von Bingen eine weitreichende Berühmtheit.

Das Kraut wird in so vielen Bereichen eine heilende Wirkung nachgesagt und wird deshalb oftmals als mysteriös Allzweckmittel bezeichnet.

Verwechslungsgefahr

Das beschriebene Kraut sieht mehreren Pflanzen zum verwechseln ähnlich. Besonders häufig wird das Wildkraut mit der Kamille verwechselt.

Aber auch eine Verwechslung mit der Sumpf- Scharfgarbe, Estragon und Baldrian ist möglich.

Eine genaue Unterscheidung gestaltet sich oftmals für den Laien sehr schwierig.


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