Makrobiotische Ernährung

Die Makrobiotik entstand auf der Basis des Zen-Buddhismus und basiert auf den Kräften von Yin und Yang.

Makrobiotische ErnährungYin und Yang werden unterschiedliche Lebensmittel zugeordnet. (Foto by: © Pixel & Création / fotolia.com)

Yin und Yang

Der Zen-Buddhismus geht davon aus, dass die gegensätzlichen Kräfte Yin und Yang für alles, was im Universum geschieht, verantwortlich sind. Dabei ist ein glückliches und gesundes Leben nur dann möglich, wenn die Kräfte Yin und Yang im richtigen Verhältnis sind - das gilt auch für die Ernährung.

Info: Dabei wird ein Ungleichgewicht von Yin und Yang durch Beschwerden und Krankheiten ausgelöst. Ziel der Makrobiotik ist es, diese Beschwerden im Körper zu verringern und die eigene Energie zu stärken um ein Gleichgewicht wieder herzustellen.

Yin (=energiezerstreuenden Nahrungsmittel) und Yang (=energiekonzentrierten Lebensmittel) werden unterschiedliche Lebensmitteln zugeordnet.

Yin-betonte Lebensmittel sind u.a.:

  • Kartoffeln
  • Joghurt
  • Tomaten
  • Kaffee
  • Frischkost
  • Zucker
  • Weißmehlprodukte
  • Alkohol
  • Schokolade
  • Milch
  • Käse
  • Honig
  • uvw.

Das Yin wird gefördert durch Würzen mit aromatischen Kräutern, Säuern oder Süßen.

Yang-betonte Lebensmittel sind u.a.:

  • Geflügel
  • Fleisch
  • Eier
  • Salz
  • uvw.

Yang lässt sich durch Backen, Erhitzen und Würzen mit bitteren Kräutern fördern.

Folgende Lebensmitteln haben sind laut Yin und Yang ausgeglichen und bilden die Basis der makrobiotischen Ernährung:

  • Getreide (vor allem brauner und Vollkorn-Reis)
  • Nüsse
  • Samen
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse (aus regionalem Anbau)
  • Früchte
  • Meerespflanzen (vor allem Algen)
  • native Pflanzenöle
  • Soja

Trinken soll man bei der makrobiotischen Ernährung nur so viel, dass der Durst gerade so gestillt ist.

Auf folgende Lebensmitteln bzw. Produkte sollten bei der makrobiotischen Ernährung komplett verzichten:

  • Kaffee
  • Alkohol
  • Zucker
  • Limonaden
  • Lebensmittel die Konservierungsstoffe beinhalten
  • Gespritzte Lebensmitteln

Nur in geringem Masse sollte man folgende Lebensmittel essen:

  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Eier

So funktioniert die makrobiotische Ernährung

  • Gegessen werden sollen: vollwertiges Getreide, viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Obst.
  • Verbotene Lebensmitteln: Fleisch, Milchprodukte, usw. sollen komplett weggelassen und durch andere Produkte (Soja, Algen, …) ersetzt werden.
  • Auch Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Zucker sollten gemieden werden (Nachtschattengewächse wirken sich ungünstig auf die Gesundheit aus).
  • Brauner Reis ist eines der wichtigsten Lebensmittel und sollte täglich gegessen werden, da er ein optimales Yi-Yang Verhältnis haben soll.
  • Die Mahlzeiten sollen zum größten Teil aus dem ganzen Korn hergestellt werden.
  • Die Nahrungsmittel sollten aus ökologisch hochwertigem Anbau stammen.
  • Einen konkreten Ernährungsplan gibt es aber nicht.

Kushi-Diät

Eine Form der makrobiotischen Ernährung ist die Kushi-Diät:

  • 40-60% sollen Getreideprodukte sein
  • 20-30% Gemüse
  • 5-10% Bohnen und Hülsenfrüchte

Weitere Punkte der Diät:

  • Es sollen nur Gemüse und Getreideprodukte mit einem geringen Fettanteil konsumiert werden.
  • Eiweiß sollte nur aus pflanzlichen Quellen stammen.
  • 1-2 Mal pro Woche sollten Fisch oder Meeresfrüchte gegessen werden.
  • Die Lebensmittel sollten aus regionalen und ökologischem Anbau stammen.
  • Die Speisen dürfen nur schonend zubereitet werden.

Das Für und Wider

was spricht dagegen ...

  • Nach heutigen Erkenntnissen ist die makrobiotische Ernährung als Dauerkostform ungeeignet.
  • Die Lebensmittelauswahl ist sehr eingeschränkt. Deshalb kann es zu Unterversorgungen bei Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß kommen.
  • Widerlegt ist auch die Forderung, so wenig wie möglich zu trinken.

Mit Vorsicht zu genießen ist ferner die Auffassung, dass mit der Makrobiotik alle Krankheiten geheilt werden können. Diese Überzeugung hängt mit dem philosophischen Hintergrund der Lehre zusammen, nach welcher der Mensch gesund ist, wenn Yin und Yang in ihm ausgeglichen sind.


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User Kommentare

Shitake26
Shitake26

meine Tante und mein Onkel haben sich schon vor Jahrzehnten makrobiotisch ernährt und ich kam hier als Kind auch öfters in den Genuss bei speziellen Anlässen makrobiotische Mahlzeiten zu verkosten, allerdings war ich diese Form der Ernährung nicht gewohnt und bekam dann immer Bauchkrämpfe. Bei der makrobiotischen Ernährung handelt es sich nicht nur um eine eigene Form der Ernährung sondern sie war auch verknüpft mit einer dementsprechend spirituellen Hingabe zum Zen-Buddhismus unter anderem muss hier auch stundenlanges Meditieren in Kauf genommen werden und dass man sich von allen irdischen Gütern trennt ist wohl auch logisch ( Alkohol, TV Konsum, Medien etc etc alles tabu )

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