Rosmarin

Rosmarin mit seinem unverkennbaren, intensiven Geschmack und dem unvergleichlichen Aroma sollte in keiner Küche fehlen. Er ist zudem recht leicht in Töpfen und Kübeln zu kultivieren und bei jedem Kräuterliebhaber vorhanden sein.

RosmarinRosmarin verwendet man sowohl frisch, als auch getrocknet. (Foto by: tomertu / shutterstock.com)

Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler, welche für ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen bekannt sind. Seine außergewöhnliche Struktur mit den nadelartigen Blättern, seine interessante Optik mit den kleinen weißlich-blassblauen oder rosa Blüten und seine unglaubliche Vielseitigkeit machen den Rosmarin zum beliebten Küchenkraut.

Der Anbau ist vergleichsweise unkompliziert. Rosmarin findet frisch vom Busch gezupft ganzjährig Anwendung in der Küche.

Anbau, Pflege und Düngung

  • Das Ziehen von eigenen Rosmarin-Pflänzchen, ist mit ein wenig Aufwand verbunden. Die Samenkörner sind relativ empfindlich und daher auch pflegebedürftig.
  • Die Samen werden Mitte März im Frühbeet oder auf der Fensterbank (heller und warmer Platz) in ein Beet mit gut durchlässiger Erde (mit Sand vermischt) ausgesät und mit einer durchsichtigen Folie oder Glas bedeckt.
  • Regelmäßiges gießen, düngen und gleichbleibende Temperaturen sind Voraussetzung für einen guten Wuchs des Samens.
  • Die Sämlinge sollte erst im zweiten Jahr ins normale Gartenbeet ausgesetzt werden.
  • Einfacher geht es wenn man das Anpflanzen mit Stecklingen macht.
  • Dazu werden junge, noch grüne Triebe, in der Länge von ca. 10 cm, abgeschnitten und in einen Topf mit substratreicher Erde (Sand-Erde-Gemisch) eingepflanzt.
  • Auch hier ist ein regelmäßiges Gießen erforderlich, jedoch sollte Staunässe vermieden werden.
  • Nach 4-6 Wochen sollten die Stecklinge angewurzelt sein.
  • Rosmarin gedeiht am besten in lockeren, kalkhaltigen und gut durchlässigen Böden.
  • Der Standort sollte sonnig aber windgeschützt sein.
  • Wenn die Pflanze bereits 20 cm hoch ist, sollte man nicht mehr so viel gießen.
  • Ältere und holzige Zweige können bedenkenlos beschnitten werden.
  • Rosmarin ist eine immergrüne Pflanze und auch frostfest. Sie verlieren im Winter zwar ihre Blätter, diese treiben im Frühjahr aber wieder aus. Trotzdem sollte man die Pflanzenkrone mit einem Flies und die Erde mit Stroh oder Rindenmulch vor der Kälte schützen.

Ernte

Rosmarin verwendet man sowohl frisch, als auch getrocknet. Zum Würzen werden nach Möglichkeit Zweigspitzen und frische Rosmarinblätter verwendet, die bei Bedarf von der Pflanze abgezupft werden. Alternativ wird ein Zweig abgeschnitten und dann die Blätter abgezupft.

Für die Konservierung werden Zweige und Zweigteile abgetrennt, wobei aber zu beachten ist, dass der Strauch eine schöne Form behält. Da die Pflanzgefäße mit dem Rosmarin frostfrei überwintern, steht auch im Winter frischer, aromatischer Rosmarin zu Verfügung. Deshalb wird meist nur wenig getrockneter Rosmarin benötigt.

Rosmarin zum VerfeinernBesonders Fleischgerichte profitieren geschmacklich vom Rosmarin. (Foto by: © karepa / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Die abgeschnittenen Zweiglein werden im Ganzen möglichst rasch getrocknet. Die getrockneten Zweige sollten in einem luftdicht verschlossenen Behälter an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden. Erst bei Bedarf, zum Beispiel zum Würzen, für die Zubereitung von Tee oder als Badezusatz werden die trockenen Blätter vom Zweig abgestreift. Rosmarinzweige können auch in Essig oder Öl eingelegt werden und geben diesen Medien die entsprechende Würze.

Wirkung und Verwendung

Rosmarin weist einen sehr hohen Gehalt an ätherischen Ölen und Gerbstoffen auf. Der intensive, aber auch leicht herbe Geschmack ist der Grund dafür, warum Rosmarin zumeist mit deftigen Speisen kombiniert wird. Besonders Fleisch- und Kartoffelgerichten profitieren geschmacklich vom Rosmarin. Er wirkt zudem verdauungsfördernd und kann so die Verträglichkeit schwerer Gerichte verbessern.

Üblicherweise wird Rosmarin von Beginn an mitgegart, weil seinen Aromen so am besten in die Gerichte übergehen. Rosmarin wird nicht nur zum Kochen und Braten eingesetzt, sondern findet auch Verwendung zum Aromatisieren von Ölen und in Kräuterschnäpsen.

Sogar für Kosmetika und in Badezusätzen wird Rosmarin aufgrund seiner belebenden Wirkung hoch geschätzt. Verdünnter Rosmarinspiritus wird als Einreibung bei Verspannungen, rheumatischen Beschwerden oder Prellungen verwendet.


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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

Habe festgestellt, dass Rosmarin im Kübel vollsonnig stehen will und nicht zu viel gegossen werden will. Kann bei guter Pflege sehr groß werden

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Jeloschnecke
Jeloschnecke

Ich liebe frischen Rosmarin in frischen Sommergerichten. Früher wurde bei uns im Südburgenland allen Gästen, die zur Hochzeit eingeladen waren, ein Rosmarinzweig angeheftet. Dieser Rosmarin wurde immer selbst gezogen. Da südburgenländische Hochzeiten oft sehr viele Gäste haben/hatten, brauchte man viel Rosmarin.

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