Safran

Exklusiver kann man kaum würzen – Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Handverlesen und in mühevoller Kleinstarbeit hergestellt, ist Safran sehr selten und wird in winzigen Mengen gehandelt und verwendet.

Safran Speisen die mit Safran verfeinert werden, schmecken einzigartig. (Foto by: © Printemps / fotolia.com)

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Es wird von Hand aus dem Inneren einer bestimmten Krokussorte gewonnen. Für ein paar Gramm des edlen Gewürzes sind viele Stunden Arbeit erforderlich.

Die Ernte der Blüten (=erste Tag ihrer Blütezeit), muss innerhalb von zwei Wochen (im Oktober oder November) per Handarbeit erfolgen. Danach werden die drei orange-roten Stempelfäden aus der Blüte, per Hand, entfernt.

Info: Rund 200.000 Blüten (auf ca. 1000 Quadratmeter Anbaufläche) werden benötigt, um 1 Kilogramm Safran zu gewinnen. Pro Gramm werden je nach Qualität bis zu 15 Euro fällig.

Herkunft & Saison

Man geht davon aus, dass die Krokusart, die für die Gewinnung von Safran verwendet wird, ursprünglich in Kleinasien kultiviert wurde.

Heute erfolgt der Anbau vorrangig in den europäischen Ländern, allen voran Spanien, aber auch der Iran, China, Japan und Pakistan sind wichtige Lieferanten für Safran.

Safran kann das ganze Jahr über gekauft werden. Wichtig ist bei Safran, dass auf die Qualität geachtet wird. Es werden häufig Plagiate (z.B. getrocknete Chillifäden, anderen Krokusarten oder der Ringelblume) verkauft, die außer der Färbekraft nichts mit dem feinen Gewürz gemein haben.

Safran sollte dunkel und luftdichtverschlossen gelagert werden.

Tipp: Wenn Safran für nur wenige Euro pro Gramm angeboten wird, sollte man besser genau hinsehen. Wichtig ist auch, dass man darauf achtet, Safran aus fairem Handel zu kaufen.

Geschmack

Echter Safran von hoher Qualität weist ein außergewöhnliches Aroma auf, das eine Mischung aus herben und süßlichen Geschmacksnuancen darstellt - aber auch zartbittere Aromen sind zu verspüren.

Tipp: Der teuerste Safran, mit der besten Qualität, ist der spanische Coupé und der iranische Sargol.

Verwendung in der Küche

Der Safran ist – wie die Herkunft bereits vermuten lässt – vor allem in der mediterranen und indischen Küche zuhause.

Safran sollte stets nur in kleinen Mengen verwendet werden. Dies ist zum einen auf den Preis zurückzuführen, zum anderen aber auch auf das starke Aroma des Safrans, das sonst zu stark vorschmecken würde.

Pro Portion sollte man rund 5-6 Stück Safranfäden verwenden.

Info: Zu viel Safran lassen ein Gericht schnell bitter schmecken.

Safran wird vor der Verwendung mit einer warmen Flüssigkeit (z.b. Wasser, Milch, Brühe oder Wein) verrührt und dann gemeinsam mit dieser Flüssigkeit in das Gericht gegeben. So wird vermieden, dass sich der Safran nicht gut verteilt und es in der Speise orange Flecken gibt, die extrem nach Safran schmecken.

Gemahlenen Safran (=Pulver) kann man direkt zu Speise geben und benötigt vorher keine Flüssigkeit zum Entfalten.

Wichtig: Safran sollte nicht zu lange gekocht werden, da es dadurch sein Aroma verliert. Daher wird Safran erst meist am Ende der Garzeit oder kurz vor dem Servieren zur Speise gegeben.

Wo kann Safran verwendet werden:

  • in verschiedenen Saucen und Dips
  • zum Einfärben von Reis und anderen Speisen
  • in mediterranen Fischgerichten
  • diversen Kürbisspeisen
  • auch zum Verfeinern von Kuchen und Keksen
  • oder in einer spanischen Paella
  • zu vielen orientalischen bzw. indischen Speisen
  • usw.

Unsere Rezept-Empfehlungen:

Wirkung

  • Safran kann eine positive Wirkung bei einem trägen Magen und Problemen mit der Verdauung haben.
  • Wenn er jedoch in übergroßen Mengen genossen wird, kann Safran jedoch sogar lebensbedrohlich für den Menschen sein. Die tödliche Dosis liegt bereits bei ca. 20 Gramm. Wer nur etwas zu viel davon zu sich nimmt, muss sich jedoch auf Halluzinationen einstellen.
  • Schwangere Frauen sollten Safran ganz vermeiden, da dadurch das Kind gefährdet wird.
  • Richtig dosiert wirkt Safran aber auch positiv bei Schlafproblemen und Schmerzen, besonders bei Kopfschmerzen.

Bewertung: Ø 4,2 (30 Stimmen)

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