Wie isst man eine Kokosnuss?

Die exotische Kokosnuss gehört auch hierzulande seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Südfrüchten überhaupt. Doch wie öffnet man sie richtig - und wann ist die Nuss reif für den Genuss? Dieser Artikel informiert über die wichtigsten Fakten.

KokosnussDie Kokosnuss gehört auch hierzulande seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Südfrüchten überhaupt.

Die Kokosnuss ist eigentlich keine Nuss sondern eine Steinfrucht und sie wächst ausschließlich auf der Kokospalme, die in der Regel bis zu 30 Meter hoch wird und pro Jahr rund 180 Nüsse trägt und zählt in einigen Ländern sogar zu den Grundnahrungsmitteln.

Der eigentliche Ursprung kann nicht exakt festgestellt werden, man geht jedoch davon aus, dass sie erstmals in Südostasien aufkam. Heute wird sie im gesamten Äquatorialgebiet, vor allem jedoch in Indonesien und auf den Philippinen, kultiviert.

Hinter ihrer harten Schale verbirgt sich ein schmackhafter, gesunder Kern - die kleine Anstrengung, sie zu öffnen, lohnt sich immer!

Rund und G'sund

Die Kokosnuss ist reich an Nährstoffen und enthält vor allem Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor sowie auch die Spurenelemente Kupfer, Eisen, Zink und Mangan in großer Menge. Weiterhin ist die Kokosnuss reich an den Vitaminen B und E. Da sie relativ viele natürliche Fettsäuren enthält, eignet sie sich ideal für Menschen, die an Herzbeschwerden oder Arteriosklerose leiden.

Info: Der Nährstoffgehalt von Kokosfleisch liegt bei etwa 363 kcal pro 100 g und der von Kokoswasser bei rund 19 kcal pro 100 Gramm.

Alles wird bei der Kokosnuss verwertet

Bei der Kokosnuss eignen sich sowohl das Kokoswasser als auch das Kokosfleisch zum Verzehr. Zusätzlich wird aus dem Fruchtfleisch das gesunde Kokosöl hergestellt.

Die braune, harte Schale dient in den Anbaugebieten oft als Brennstoff. Und die Faserschicht die, die Schale umgibt, wird zu Matten oder Teppichen verarbeitet.

Unterschied Kokoswasser und Kokosmilch:

  • Kokoswasser - ist die Flüssigkeit aus der Kokosnuss.
  • Kokosmilch - wird aus der Pressung von Kokosfleisch gewonnen.

So öffnet man die Kokosnuss richtig

Variante 1:

  • Zuerst mit Hilfe eines Schraubenziehers (oder einen anderen Spitzen Gegenstand) in den oberen Dellen bzw. Augen der Frucht zwei Löcher machen - dabei mit dem Hammer auf den Schraubenzieher schlagen.
  • Die Kokosmilch durch eines der beiden Löcher ausschütteln und in einem Glas auffangen - das andere Loch dient als Luftloch.
  • Wenn die Kokosnuss leer ist wird sie mit mit dem Hammer geöffnet - dazu rund sechs bis acht gezielte Schläge (rundherum der Frucht) sind notwendig, um Sprünge in die Nussschale zu schlagen um diese dann sauber, mit der Hand, aufmachen bzw. auseinanderbrechen zu können.
  • Nun kann das Fruchtfleisch mit einem Küchenmesser, von der inneren Schale gelöst werden.

Vartiante 2:

Hat man keinen Hammer zur Hand, kann man die Kokosnuss auch an einer festen Oberfläche oder Kante zum Aufspringen bringen. Geübte schaffen es sogar ohne, dass das Kokoswasser verschüttet wird.

Variante 3:

Einfach die Kokosnuss bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen legen - nach rund 15-20 Minuten springt die Kokosnuss von alleine auf.

Tipp: Das Kokoswasser sollte man wegschütten - es schmeckt mit Eiswürfeln herrlich erfrischend und wird mit etwas Rum hervorragend zu einem Cocktail verfeinert.

Informationen zur Reife, Verwendung und Lagerung der Kokosnuss

Wer eine Kokosnuss im Supermarkt kaufen möchte, sollte sie vorher schütteln, um festzustellen, ob sie bereits reif ist:

  • Kann man die Flüssigkeit beim Schütteln spüren bzw. hören, so ist sie ideal angereift und kann sofort verzehrt werden - je mehr Flüssigkeit eine Kokosnuss enthält, desto frischer ist sie.
  • Ist die Nuss dagegen absolut trocken, so ist sie meist schon überreift und eher zäh.

Zuhause sollte die Kokosnuss kühl und trocken eingelagert und innerhalb weniger Tage verzehrt werden.

Das frische Fruchtfleisch der Kokosnuss lässt sich in der Küche vielfältig einsetzen: Es kann beispielsweise bei Desserts wie Cremes, Puddings oder Torten zum Einsatz kommen oder auch in Salaten und Eis verwendet werden.

Wer gerne exotische Gerichte probiert, verfeinert Fleisch, Gemüse oder Fisch damit - besonders köstlich ist ein Curry mit einer cremigen Kokosmilchsauce.

Info: Kokosfett kann man unbedenklich zum Braten oder Frittieren verwenden, da beim Erhitzen keine krebserregenden Stoffe freigesetzt werden.


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