Ysop

Dank seines würzigen Aromas und der enthaltenen Heilstoffe, ist Ysop ein außergewöhnliches Wildkraut, das in keiner Küche fehlen darf.

Ysop WildkrautYsop wirkt leicht entzündungshemmend, krampflösend und auswurffördernd. (Foto by: fermate / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Schon seit dem 16. Jahrhundert wird das Kraut als Gewürz-, Heil- und Zierpflanze genutzt, wobei es auch unter dem Namen Bienen- oder Eisenkraut angebaut wird.

Der kräftig grüne Strauch aus der Familie der Lippenblütler kann dabei bis zu 60 cm hoch werden.

Seine schönen blau-violetten Blütenstände zeigt er von Juni bis Oktober.

Verbreitung & Standort

  1. Ursprünglich stammt das Wildkraut aus wärmeren Breitengraden wie Westasien, Nordafrika oder Südeuropa.
  2. Da es winterhart ist, wird es aber seit dem Mittelalter auch bei uns gezüchtet.
  3. Besonders gut funktioniert das an sonnigen und windgeschützten Standorten, wobei der Boden dafür durchlässig und kalkhaltig beschaffen sein sollte.
  4. Da die schöne Pflanze ausgesprochen pflegeleicht ist, kann sie auch problemlos im eigenen Garten oder auf dem Balkon angebaut werden.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

  • Seinen intensiv würzigen Geruch und Geschmack verdankt der Ysop dem hohen Anteil an ätherischen Ölen, allen voran dem Pinocamphon.
  • Dieser Wirkstoff birgt allerdings auch Gefahren, da er in sehr hohen Dosen zu Vergiftungserscheinungen führen kann.
  • Schwangere sollten daher zur Sicherheit besser auf das Wildkraut verzichten.
  • Neben den wertvollen Ölen, enthält es zusätzlich einen hohen Anteil an Bitterstoffen, die unter anderem für ein rascher einsetzendes Sättigungsgefühl sorgen können.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

Als schnelle und natürliche Hilfe zuhause kann die Heilpflanze gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt werden. Sie wirkt leicht entzündungshemmend, krampflösend und auswurffördernd. Daher kann sie gut verwendet werden als

  •     Tee gegen Atemwegserkrankungen,
  •     zum Gurgeln bei Halsentzündungen oder
  •     als Mittel gegen Magen- und Darmstörungen.

Durch die enthaltenen Bitterstoffe kann es auch durchaus Sinn machen, ein schweres Fleischgericht damit zu würzen, um dem Körper die anschließende Verdauung zu erleichtern.

Verwendung in der Küche

Frischer YsopYsop ist eng mit Thymian verwandt und wir auch gern mit ihm verwechselt. (Foto by: Chijick / Depositphotos.com)

Auch in der Küche ist das Gewürzkraut vielseitig einsetzbar. Durch sein kräftiges Aroma kommt es besonders gut zur Geltung in

  •     deftigen Fleisch- und Fischgerichten,
  •     Eintöpfen,
  •     Gemüsepfannen oder auch
  •     kleingehackt in Salaten.

Geschmacklich erinnert es an eine Mischung aus Rosmarin, Salbei, Thymian und einen Hauch Minze.

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

Will man das Kraut frisch verwenden, kann es im Frühling und Sommer auf den meisten Wochenmärkten erworben oder aus dem heimischen Garten geerntet werden.

In beiden Fällen können sowohl Blätter und junge Triebe als auch die Blüten zum Würzen und Heilen verwendet werden.

Durch Trocknung wird es haltbar gemacht, büßt dadurch aber leider auch einen großen Teil seines intensiven Aromas ein.

Besonderheiten & Saison

Nicht umsonst trägt die Pflanze auch den Namen Bienenkraut. Denn sobald sie ab Juni ihre blau-violetten Blüten in voller Pracht zeigt, lockt sie damit unzählige Bienen und Schmetterlinge an.

Auf Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken dagegen hat sie eine abstoßende Wirkung, was sie im Garten zu einem hervorragenden Begleiter für schädlingsanfällige Gemüsepflanzen macht.

Verwechslungsgefahr

Ysop ist eng mit Thymian verwandt, so dass es nicht überrascht, dass er aufgrund seiner ähnlichen Blüten und Wuchsform zumindest auf den ersten Blick mit ihm verwechselt werden kann.


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