Wiesenklee

Der Wiesenklee gehört zu unseren bekanntesten Wildkräutern. Nicht nur als Futterpflanze sondern auch als Heilkraut in Küche und Homöopathie erfreut er sich zunehmender Beliebtheit.

WiesenkleeDie bekannteste Art vom Wiesenklee ist der weiße und der rote Wiesenklee. (Foto by: rparys / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Wiesenklee (Trifolium pratense), auch Weiß- oder Rotklee genannt, gehört zu der Untergattung der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 60 cm.

Sie ist in der Regel ein- bis zweijährig und kann den Winter überdauern. Über die Blätter nimmt die Pflanze Stickstoff aus der Luft auf und führt diesen über die bis zu 2 m tiefen Pfahlwurzeln dem Boden wieder zu.

Mit seinen ährenartigen, rötlichen Blüten zählt er zu den Hülsenfruchtlern. Die Pflanzen sind vielblütig. Die Stängel sind leicht behaart und die Blätter in der Regel dreiteilig gefiedert.

Sie weisen eine hellgrüne bis weiße Zeichnung auf. Weitere bekannte Namen sind Ackerklee, Honigblume und Hummelklee. Die nektarreiche Blüte ist bei vielen Insekten beliebt.

Verbreitung & Standort

Felder, lichte Wälder und Wiesen sind Hauptstandorte für dieses Heilkraut. Es benötigt nährstoffreichen, kalk- und sulfathaltigen Boden. Man findet die Pflanze in den Alpen auf bis zu 2600 Höhenmetern.

Sie bevorzugt eine sonnige bis halbschattige Lage. Die Verbreitung erfolgt durch Grasfresser, Regenwürmer, Ameisen und Wind.

Zusätzlich breitet sich Klee über die tiefen Verwurzelungen aus. Immer neue Triebe bilden sich und drängen an die Oberfläche.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

  • Rotklee hat unter anderem einen
  • hohen Eiweißgehalt, beinhaltet Proteine, Nitrate, Phytohormone, ätherische Öle und Gerbstoffe.
  • Er ist mild im Geschmack und lässt sich sehr gut mit verschiedenen Gerichten kombinieren.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

  • Die Phytohormone in der Pflanze wirken ähnlich der weilblichen Östrogene.
  • Auf Grund dessen hat Klee den Ruf Wechseljahresbeschwerden zu lindern.
  • Da er eine harntreibende Wirkung hat wird er zudem bei Verdauungsbeschwerden, Gicht und zur Blutreinigung genutzt.
  • Seine schleimlösende und hustenlindernde Wirkung macht Ihn auch im Winter zu einem empfehlenswerten Begleiter.
  • Hauptsächlich wird die Pflanze jedoch als Futtermittel und Dünger im Gemüsebeet verwendet.

Verwendung in der Küche

  1. Viel zu selten findet man dieses Heilkraut in der Küche. Dabei ist nicht nur der Honig aus Kleenektar sehr köstlich. Auch geerntet als zarte Sprossen im Salat oder in der Suppe ist die Honigblume ein Genuss.
  2. Hierzu werden die Pflänzchen verwendet wie Brunnenkresse. Die milden Blüten lassen sich ebenso in Salaten, Soßen oder Brotaufstrichen verwenden.
  3. Zudem gibt es Rezepte für eine Art Knäckebrot. Ein Aufguss oder Tee schmeckt nicht nur wohltuend sondern wirkt zudem lindernd bei diversen Beschwerden.

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

Geerntet werden die Küchenkräuter als junge Sprossen bereits nach einer Woche. Die blühenden Pflanzen werden bei Freilandaussaat im Mai bis September vor der Samenbildung gepflückt.

Durch die Trocknung der Blüten lassen sich diese für einige Zeit lagern. Frische Sprossen hingegen sollten direkt weiterverarbeitet werden, da sie sehr schnell zusammenfallen.

Keimfähige Samen hingegen können etwa 14 Jahre aufbewahrt und ausgebracht werden.

Besonderheiten & Saison

Die Kleesaison beginnt im März und endet im Oktober. Eine Aussaat ist bis September möglich. Zwischen Mai und September blüht der Wiesenklee in roten oder weissen Köpfchen. Wiesenklee ist sehr beliebt bei Bienen, weil die  Kleeblüten viel Nektar enthalten. Klee wächst auch häufig auf den Rasenflächen im eigenen Garten.

Verwechslungsgefahr

Es besteht lediglich eine Verwechslungsgefahr mit anderen Kleesorten.


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