Hahnenfuß

Die meist gelb blühende Pflanze ist ein sehr häufig anzutreffendes Wildkraut. Den ganzen Sommer über kann man es in den Wiesen entdecken: Eine Vielzahl von kleinen gelben Blüten an hohen, verzweigten Stängeln und dazu ein niederes Kraut, das aus feinen, tief eingekerbten Blättern besteht. So schön die Blüte auch ist, darft sie nicht verwendet werden, sie ist giftig.

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Wissenswertes

Hahnenfuß oder Ranunkel ist ein Gattungsbegriff, der viele Arten einschließt. In Mitteleuropa findet man über 60 davon. Der Volksmund unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Arten - vielerorts sind sie alle als „Butterblume“ bekannt. Und tatsächlich glänzen die goldgelben Blütenblätter in der Sonne wie Butter!

Den Fuß eines Hahnes hingegen hat man sicher in der Form des Blattes gesehen. Besonders die tief geteilten Blätter der häufig vorkommenden Arten erinnern an die gespreizten Krallen eines Vogels. Bleibt schließlich noch der botanische Name „Ranunkel“ zu klären.

Auch hier hilft ein Tier als Namensgeber aus: Ranunculus ist im Lateinischen ein kleiner Frosch und dieser gibt wohl einen Hinweis auf den bevorzugten Standort der Wildpflanze in feuchten Wiesen, an Bachläufen und Teichufern.

Verbreitung & Standort

Die verschiedenen Arten der Ranunkel sind weltweit auf fast jedem Grünland anzutreffen, bis in große Höhen und teilweise unter extremen Bedingungen wachsend. Die meisten Arten bevorzugen feuchte oder nasse, schwere Böden.

Ganze Wiesen können die Butterblumen ab dem Frühsommer gelb färben. Da sie sich durch Wurzelausläufer stark vermehren können und sich durch intensive Beweidung oder häufiges Mähen nicht am Wachsen und Sprießen hindern lassen, sind sie vielerorts oft flächendeckend vertreten.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

  • Alle Arten der Ranunkel enthalten verschiedene Giftstoffe, vor allem Protoanemonin, und sind deshalb als leicht giftig bis giftig ausgewiesen.
  • Schon beim Pflücken der Blumen für einen Wiesenstrauß kann es zu Reizungen der Haut kommen.
  • Grasland mit großen Vorkommen eignet sich deshalb nicht, um frisches Viehfutter zu gewinnen.
  • Auf beweideten Flächen bleiben die Stängel von alleine übrig: Die Ranunkel schmecken so scharf, dass Schafe und Kühe sie gerne stehen lassen.
  • Als Heu getrocknet oder als Silage verliert die Pflanze ihre Giftstoffe. In dieser Form kann sie problemlos verfüttert werden.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

ButterblumeGanze Wiesen können die Butterblumen ab dem Frühsommer gelb färben. (Foto by: motorolka / Depositphotos.com)

Die Pflanze ist unbekömmlich und kommt deshalb nur noch in der Homöopathie zum Einsatz. Lange galt die Ranunkel als Heilpflanze, meist wurde sie äußerlich bei Hauterkrankungen angewendet. Heute treten nur noch drei Arten der Pflanze in der Homöopathie in Erscheinung: gegen rheumatische Beschwerden, Hautkrankheiten und Nervenschmerzen.

Verwendung in der Küche

  • Da alle Teile der Ranunkel giftig sind und dies auf alle Arten zutrifft, eignet sie sich keinesfalls als Küchenkraut.
  • Bei Wildkräutersammlungen sollte man sie also tunlichst stehen lassen.

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

Menschen sollten davon absehen, Ranunkeln zu ernten. Aufgrund ihrer giftigen Pflanzenteile eignen sie sich nicht für den menschlichen Verzehr.

Besonderheiten & Saison

Der starke Vermehrungstrieb der Pflanze hat wohl dazu geführt, dass sie unter Gärtnern als „Unkraut“ gehandelt und bekämpft wird.

Nimmt man von solchen Kategorien Abstand, bilden die verschiedenen Arten der Ranunkel eine robuste heimische Wildpflanzengattung, die zu einer artenreichen Flora und einer bunten Sommerwiese selbstverständlich dazu gehören.

Verwechslungsgefahr

Das ebenfalls gelb blühende Gänsefingerkraut wird als Heilpflanze sehr geschätzt. Beim Sammeln sollte man darauf achten, es nicht mit dem Kriechenden Hahnenfuß zu verwechseln.


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