Backpulver

Backpulver ist für gute Rührkuchen unverzichtbar. Es sorgt nicht nur dafür, dass der gerührte Teig sein Volumen in etwa verdoppelt, sondern auch dass er so herrlich luftig wird, wie wir es von einem köstlichen Rührkuchen gewohnt sind.

BackpulverBackpulver dient dazu, dass ein Backprodukt sein Volumen vergrößert. (Foto by: cglade / iStock.com)

Backpulver ist ein Backtriebmittel, das einen Teig „aufgehen“ lässt. Er vergrößert dadurch sein Volumen und wird durch das abgegebene Kohlenstoffdioxid luftiger.

Backpulver ist eine wichtige Zutat für Rühr- und Knetteige, da sie dadurch ihre gewohnte Leichtigkeit und ihr Volumen erhalten.

Info: Im amerikanischen Raum wir anstelle von Backpulver oft Natron in Kombination mit weiteren saure Zutaten (wie zum Beispiel Essig oder Zitronensäure) als Triebmittel verwendet. Backpulver hingegen beinhaltet bereits Natron, eine Säure, wie zum Beispiel Zitronen- oder Weinsteinsäure und Maisstärke.

Tipp: Natron und Backpulver können daher beim Backen NICHT im Verhältnis 1:1 ausgetauscht werden.

Backpulver & Co. worin liegt der Unterschied

  • Backpulver: enthält Natron, Säure und Stärke.
  • Weinstein-Backpulver: enthält Natron und natürlichen Weinstein als Säure
  • Natron: wird auch Backsoda oder Speisesoda genannte, beim Backen wird zusätzlich eine Säure (Buttermilch, Essig, Zitronensäure, usw.) benötigt.
  • Hirschhornsalz: ist ein Gemisch aus Ammonium-Verbindungen und wird nur für flaches Gebäck verwendet.
  • Pottasche: besteht aus Kaliumcarbonat und lässt den Teig nicht in die Höhe sondern in die Breite gehen - wird meist für Lebkuchen oder Honigkuchen verwendet.

Herkunft

Backpulver ist eine Erfindung von Eben Norton Horsford und Ludwig Clamor Marquart. Es wurde 1856 entwickelt. 1891 entwickelte August Oetker das Backpulver weiter und vermarktete Backpulver als Backtreibmittel für Haushalte, wodurch es erst richtig bekannt wurde.

Aussehen

Backpulver ist ein schneeweißes, sehr feines Pulver.

Geschmack

Backpulver ist nicht für den alleinigen Verzehr geeignet. Es ähnelt in seinem Geschmack Natron und weist dementsprechend einen seifigen Geschmack auf. Auch saure und salzige Nuancen können vorhanden sein, da Backpulver auch kleine Mengen Salz enthält.

Info: Eine geschmacklose Alternative ist Weinsteinbackpulver.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Backpulver dient dazu, dass ein Backprodukt sein Volumen vergrößert und dadurch luftiger wird.

Wer schon einmal bei einem Kuchen das Backpulver vergessen hat, wird die Wirkung gut beschreiben können: Der Kuchen bleibt etwa halb so klein und der Teig wird sehr kompakt und nicht luftig und weich, wie man es von einem guten Kuchen gewohnt ist.

Wieviel Backpulver muss ich verwenden?

Backpulver muss genau dosiert werden - als Faustregel hierfür ist ein Backpulver-Mehl-Verhältnis von ca. 1:30 anzuwenden, also ein Teil Backpulver, 30 Teile Mehl.

Info: Die typischen Backpulver-Päckchen enthalten 16,5 g Backpulver und sind für ein halbes Kilogramm Mehl ausgelegt.

Backpulver sollte stets trocken und kühl aufbewahrt werden. Feuchtigkeit und Wärme lösen die Wirkung des Backtriebmittels aus und würden es verderben lassen. Wenn Backpulver Feuchtigkeit gezogen hat, sollte es nicht mehr verwendet werden, da das Funktionieren als Backtreibmittel nur noch dem Zufall überlassen wäre.

Backpulver im Haushalt

Backpulver kann auch im Haushalt beim Reinigen von angebrannten Resten, Kaffeespuren oder auch hartnäckige Verschmutzungen auf Fliesen und beim Reinigen von Gold- bzw. Silber-Schmuck helfen.

Dazu einfach ein Päckchen Backpulver in 150-200 ml Wasser auflösen und die verunreinigten Stellen damit einstreiche. Das Ganze eine Stunde oder noch länger einwirken lassen - danach sollte sich der Schmutz leicht entfernen lassen.


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User Kommentare

MaryLou
MaryLou

Dass ich Backpulver genau nach dem Verhältnis 1Teil Backpulver zu 30 Teilen Mehl anwenden muss habe ich noch nie nachgerechnet. Interessanter Artikel, man lernt eben nie aus.

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