Koriander

Koriander wurde vor allem mit der asiatischen Küche weltweit verbreitet und gehört heutzutage durchaus auch zu den bei uns üblichen Küchenkräutern. Will man die frischen, grünen Blätter zum Würzen nutzen, so empfiehlt es sich, Koriander ganz einfach selbst anzubauen.

KorianderKoriander ist eine einjährige Pflanze, die in unseren Gärten gut gedeiht. (Foto by: LUGO/ iStock.com)

Koriander wird auf Grund seines Geruches auch Wanzenkraut genannt. In den letzten Jahren hat der Koriander unsere Küchen erobert. Das Kraut mit dem angenehmen, aromatischen Geschmack, welches sich kaum überdosieren lässt, passt nicht nur zur asiatischen Küche, sondern auch zu vielen einheimischen Gerichten und lädt außerdem zum Experimentieren ein.

Zudem lässt sich Koriander auch in unseren Breiten während der Sommersaison erfolgreich anbauen, so dass der Verwendung der frischen Blätter nichts im Wege steht.

Anbau, Pflege und Düngung

  • Die Erde im Gartenbeet sollte mit Kompost und ein wenig Sand vermischt werden.
  • Benötigt wird ein sonniger oder halbschattiger Platz.
  • Die Aussagt sollte erst Ende April erfolgen – bei starken Frosttemperaturen auch noch später.
  • Die Samen werden mit wenig Erde bedeckt und keimen bereits nach ca. 2 Wochen.
  • Sobald die Pflanzen 10-15 cm groß sind, müssen sie vereinzelt werden, indem man sie in einen Abstand von 10-15 cm setzt.
  • Nun sollte man die Pflänzchen auch regelmäßig gießen und ständig leicht feucht halten.
  • Wenn die Pflanzen ausgewachsen sind, sollte man nicht mehr so viel gießen und Staunässe vermeiden.
  • Während der Saison sollte man auch regelmäßig das Beet von Unkraut befreien und die Erde ab und zu auflockern.
  • Eine Düngung der Erde ist nicht mehr notwendig.
  • Ende Juni beginnen die ca. 70-80 cm großen Pflanzen zu blühen und ab Mitte August bilden sich auch die ersten Samenkörner – diese kann man nun als Gewürz oder auch für eine neue Aussaat verwenden.

Info: Natürlich kann man Koriander auch im Topf pflanzen. Hier sollte man möglichst eine nährstoffreiche Erde mit ein wenig Sand vermischen und einen sonnigen Platz am Fenster oder auf der Terasse wählen.

Ernte

Nahezu alle Teile des Korianders lassen sich in der Küche verwerten. Deshalb kann man vom Koriander alles ernten - die Blätter, die Blüten, die Früchte und die Samen.

Die Korianderblätter, das sogenannte Koriandergrün, wird (ähnlich wie Petersilie) ausschließlich im frischen Zustand verwendet und deshalb nur bei Bedarf geerntet.

Die Früchte werden geerntet, wenn sie würzig-süß duften. Da die Koriandersamenkörner beim Reifen leicht abfallen, werden die Dolden geerntet, wenn die Samen halbreif (hellbraun) sind und sollten dann in der Sonne noch ein wenig nachreifen.

Hierzulande kommt Koriander hauptsächlich in Form der Körner zum Einsatz - diese lassen sich auch gut einlagern.

Koriander geerntetNahezu alle Teile des Korianders lassen sich in der Küche verwerten. (Foto by: © Es75 / fotolia.com)

Lagerung und Haltbarkeit

Die würzig-süß duftenden Früchte werden sowohl im frischen Zustand als auch getrocknet zum Würzen verwendet. Die geernteten Früchte werden getrocknet.

Dabei werden die Dolden mit den halbreifen Samen zum Reifen der Samen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz aufgehängt. Die reifen Samen lassen sich leicht abschütteln und werden ebenso wie die getrockneten Früchte in einem geschlossenen Gefäß bis zum Verbrauch aufbewahrt. Die trockenen, gemahlenen Samen müssen ebenfalls in einem luftdicht abgeschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Wirkung und Verwendung

Koriander enthält vor allem ätherische Öle. Sie wirken verdauungsfördernd und können so helfen, schwere Gerichte leichter verdaulich zu machen.

Auch bei Blähungen oder Magen- und Darmkrämpfen kann Koriander Linderung verschaffen. Als Tee genossen hat Koriander auch eine leicht abführende Wirkung. Koriander lässt sich aufgrund des angenehmen Aromas kaum überdosieren.

Fleisch- und Fischgerichte lassen sich damit ebenso verfeinern wie Pastete und Salaten.

Koriander in Form der Samen ist ein wichtiges Brot-Gewürz, außerdem Bestandteil vieler Curry-Gewürzmischungen und gibt dem Weihnachtsgebäck, besonders den Lebkuchen, die besondere Note.


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