Krause Glucke

Die Krause Glucke fällt durch ihr schwammartiges Aussehen immer auf. Dieser Pilz ist bei der Verarbeitung sehr aufwendig, da er schwierig von Verunreinigungen zu befreien ist. Dafür schmeckt er anschließend umso besser, wenn sein milder Geschmack verschiedenste Gerichte aufpeppt.

Krause_GluckeDie Krause Glucke wächst an den Stämmen von Kiefern. (Foto by: © Ramona Heim / fotolia.com)

Die Krause Glucke wird auch als „Fette Henne“ bezeichnet. Dieser außergewöhnliche Pilz gehört zur Gattung der Glucken.

Aussehen

  • Die Krause Glucke erinnert in ihrem Aussehen stark an einen Badeschwamm oder an Friséesalat.
  • Es handelt sich dabei um ein Geflecht aus zahlreichen Verästelungen, die ineinander verschlungen und gekräuselt sind.
  • Die Krause Glucke kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm und ein Gewicht von über einem Kilogramm erreichen.
  • Wenn die Krause Glucke noch jung ist, weist sie eine blassgelbe Farbe auf, die jedoch immer mehr ausbleicht.
  • Im Alter sieht der Pilz bräunlich-fleckig aus.
  • Der Pilz duftet angenehm.

Herkunft & Saison

Die Krause Glucke wächst an den Stämmen von Kiefern, weshalb seine Vorkommen auch an Kiefernwälder gebunden sind.

Allerdings sind die Vorkommen an Lagen bis zu einer Höhe von 1.000 m ü.d.M. beschränkt und daher vor allem im Flachland und niedrigen Berglagen zu finden.

Die Fruchtkörper der Krausen Glucke sind von Juli bis November vorzufinden.

Tipp: Beim Sammeln sollte man den Pilz vorsichtig abschneiden und sich die Stelle gut merken, denn er kann Jahrelang an der gleichen Stelle wieder wachsen.

Geschmack

Die Krause Glucke ist im Aroma recht mild und schmeckt leicht nach Nuß. Wenn er jedoch älter wird (=Farbe leicht bräunlich), entwickelt er auch bittere Geschmackskomponenten.

Verwendung in der Küche

Der Pilz ist zwar sehr schmackhaft, ist aber nicht ganz leicht zu reinigen. Er schließt in seinem feinen, gewellten Inneren allerlei ein, unter anderem auch Erde oder Insekten.

Am einfachsten schneidet man den Pilz zunächst in dicke Scheiben, danach sollte man ihn mit einem dünnen Pinsel ausbürsten oder auspinseln und eventuell noch mit wenig, kaltem Wasser ausspülen.

Tipp: Den Strunk bzw. Stil sollte man immer entfernen, da viele Menschen ihn nicht vertragen.

  • Die Krause Glucke kann geröstet und gebraten werden, aber auch geschmort, beispielsweise in Suppen ist der Pilz sehr beliebt.
  • Auch getrocknet kann man den Pilz als Suppeneinlage oder in (Pasta-)Saucen super weiterverarbeiten.
  • Die krause Glucke sollte man mindestens 10-15 Minuten mitkochen bzw. braten – z.B. in Suppen, Saucen, usw.

Tipp: Den Pilz fein schneiden, in einer Pfanne mit ein wenig Öl und fein gehackten Zwiebeln anbraten und danach mit verquirlten Eiern eine Eierspeise zubereiten. Mit, Salz, Pfeffer Muskat und einem Schuss Kürbiskernöl würzen.

Bereits gereinigt und klein geschnitten lässt sich der Pilz auch gut einfrieren (für ca. 3-5 Monate) und verliert dabei nur wenig an Geschmack und Aroma.

Grause Glucke trocknen:

  • Pilze reinigen und dünn schneiden
  • Backofen auf 50 Grad Umluft vorheizen
  • Pilze auf einen mit Backpapier ausgelegten Küchenrost verteilen und in den Backofen geben
  • Damit der Wasserdampf entweichen kann einen Kochlöffel zwischen die Backofentür klemmen
  • Die Pilze erst herausnehmen wenn sie komplett trocken und leicht brechbar bzw. fast spröde sind

Bewertung: Ø 4,1 (155 Stimmen)

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User Kommentare

Jeloschnecke
Jeloschnecke

Ich habe gerade zwei schöne Exemplare der Krausen Glucke gefunden. Morgen werden sie verkocht, sollte das Rezept schmecken, werde ich es euch zur Verfügung stellen.

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MaryLou
MaryLou

Ich habe heute eine Krause Glucke gesehen aber sie stehen gelassen, weil sie mir immer ein bisschen zu schwierig zu reinigen war. Beim nächsten Waldbesuch werde ich sie aber mitnehmen . Der Tipp mit der Reinigung gefällt mir sehr gut.

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Kuechengeist
Kuechengeist

Ich weiss nicht wieso, abr mir ekelt einfah vor Schwammerln. Und wenn ich dann sowas hier lese, wird es noch ärger.

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