Miesmuscheln

Die Zubereitung von frischen Miesmuscheln ist gar nicht mal so schwer wenn man ein paar Tipps beachtet.

Miesmuscheln Der Geschmack von Miesmuscheln ist unvergleichlich. (Foto by: v777999 / iStock.com)

Miesmuscheln sind nicht „mies“, sondern sie werden nur falsch bezeichnet - Ursprünglich hießen sie nämlich Moosmuscheln. Heute spricht man oft auch von Pfahl- oder Blaumuscheln.

Die Muscheln verfügen über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die für den menschlichen Herz-Kreislauf gesund sind und sind sie ein hervorragender Eiweißlieferant.

Aussehen

  • Die Miesmuschel besteht aus einer blauschwarzen Schale, die bis zu 10 cm lang werden kann.
  • Die zwei Hälften, die die gesamte Muschel bilden, sind beinahe identisch.
  • Durch die Schale führen zwei Siphone und der Fuß der Miesmuschel nach außen.
  • Mithilfe der zwei Siphone atmet und ernährt sich die Muschel. Der Fuß dient zum einen der Fortbewegung und zum anderen der Verteidigung und zum Angriff.

Herkunft

Die Miesmuschel lebt stets auf Muschelbänken in Küstennähe. Besonders bevorzugt sie die Nähe zu Prielen.

Miesmuscheln graben sich nicht wie die meisten anderen Muschelarten im Boden ein, sondern halten sich gegenseitig auf den Muschelbänken fest, um nicht fortgespült zu werden. Teilweise heften sich Miesmuscheln auch an Schilf, großen Steinen oder Holzpfählen an.

Die essbaren Miesmuscheln stammen vor allem aus dem Atlantik, dem Mittelmeer sowie aus der Nord- und Ostsee.

Info: Miesmuscheln müssen beim Kauf noch lebendig sein. Das erkennt man daran, dass die Schale entweder geschlossen ist, oder sich bei Berührung bzw. leichtes Klopfen schließt.

Geschmack

Der Geschmack von Miesmuscheln ist unvergleichlich. Er weist einen salzigen, leicht nussig-würzig Geschmack auf, der jedoch durch die cremige Konsistenz gemildert wird.

Verwendung in der Küche

Am besten schmecken Miesmuscheln im Herbst und Anfang Winter, besonders rund um Weihnachten, zumal Sie zu dieser Zeit auch das höchste Gewicht vorweisen können.

  • Muscheln verderben recht schnell uns sollten möglichst am selben Tag zubereitet werden, an dem man sie gekauft hat.
  • Miesmuschen sollte man vorher gründlich säubern – am besten mit einem Messer oder einer feinen Bürste.
  • Bereits weit geöffnete oder beschädigte Muscheln unbedingt aussortieren.
  • Klopftest: Um zu prüfen ob eine Muschel noch frisch ist, kann man leicht geöffnete Muscheln auf eine Unterlage klopfen. Wenn sie sich schließt, ist sie noch frisch und kann verwendet werden.
  • Danach sollte man sie entbarten – d.h. die bitter schmeckenden Fäden/Bart (entlang der beiden Schalen) mit einem Messer entfernen.
  • Danach kann man sie in einem Sud (aus Weißwein, Lorbeer, Knoblauch, Zwiebeln, Estragon oder Dill) geben und für 8-10 Minuten köcheln - ab und zu durchrühren. Dabei löst sich das Muschelfleisch von der Schale.
  • Nun die Muscheln und das Gemüse mit einer Schaumkelle aus dem Topf heben, den Sud nochmals mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken und über die Muscheln gießen.
  • Muscheln die sich nach dem Kochen nicht geöffnet haben sollte man aussortieren.

Pro Person sollte man mit ca. 800-900 Gramm Miesmuscheln rechnen – daraus ergeben sich dann rund 200 Gramm Muschelfleisch.

Tipp: Den Sud kann man natürlich nach seinen eigenen Vorlieben abschmecken. Eine Interessante Variante ist auch eine Kombination mit Ingwer, Frühlingslauch und Chili.

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Wichtig: Gegarte bzw. gekochte Muscheln kann man auch einfrieren, rohe nicht!


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User Kommentare

DIELiz

Als Kind habe ich die Muschelspeisen meiner Ma " zwangsläufig gegessen". Meist waren es Miesmuscheln. Naja, eigentlich nur die Sauce oder Brühe davon ;-)

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