Minze

Mit ihrem wunderbar erfrischenden, mentholhaltigen Aroma ist die Minze besonders in der Sommerküche ein beliebtes Gewürz.

MinzeMinze schmeckt sehr aromatisch und ist obendrein sehr gesund. (Foto by: © Diana Vyshniakova / fotolia.com)

Es gibt hunderte verschiedene Minzsorten die sich sich im Aussehen, Aroma und Duft unterscheiden. Die "Grüne Minze" und die "Krausminze" sind die bei uns am weitesten verbreitet Minzesorten.

Hierzulande ist ihre Bedeutung in der Küche zwar eher gering, doch besonders für ihre medizinische Wirkung ist sehr begehrt.

Dennoch findet man das ein oder andere Gericht mit der erfrischenden Minze.

Info: Pfefferminze ist eine Kreuzung zwischen der Grünen Minze und der Bachminze und hat einen hohen Mentholgehalt und ein pfefferiges Aroma. Durch Kreuzungen sind auch Ingwerminze, Orangenminze, Zitronenminze, usw. entstanden.

Herkunft & Saison

Man vermutet, dass die Minze ursprünglich im Fernen Osten angebaut wurde. Inzwischen ist das Gewürz aber auch in Europa sehr weit verbreitet – besonders in Großbritannien ist es sehr beliebt.

Der Anbau von Minze erfordert ein gemäßigtes Klima. Die Ernte ist zwischen Mai und Oktober aus dem Freilandanbau möglich, das restliche Jahr über wird Gewächshaus-Ware angeboten.

Info: Minze lassen sich gut im Kübel oder Topf halten und sind daher auch ideal für den Balkon geeignet. Die Pflanze ist sehr anpassungsfähig, benötigt einen halbschattigen Platz, ist winterfest und hält sich rund 3 Jahre. Nach der Blüte im Sommer sollte man sie einmal schneiden.

Geschmack

Minze enthält Menthol, das für einen erfrischenden Geschmack im Mund sorgt. Sie ist sehr würzig und kann pur verzehrt sogar im Mund brennen.

Verwendung in der Küche

Die Minze spielt in unserer heimischen Küche kaum eine Rolle. Umso bekannter ist sie dafür in England, wo die Pfefferminze in sehr vielen Gerichten vorkommt. Auch in der Türkei sowie im Iran wird viel mit Minze gekocht. Raffinierte Minzsaucen, Erfrischungsgetränke und Fleischgerichte kann man hier genießen.

Info: Oft wird Minze auch mit Schokolade kombiniert.

Wer den erfrischenden Geschmack von Minze im Essen nicht so gerne mag, kann die kleinen Blätter auch als Dekoration verwenden.

Gut harmoniert die Minze mit den Kräutern:

  • Basilikum
  • Chili
  • Kardamom
  • Koriander
  • Petersilie

Minze passt hervorragend zu:

  • Jogurt
  • Hülsenfrüchten
  • Salate
  • Gemüse
  • Lamm
  • Faschiertes
  • Kartoffeln
  • Obst
  • Schokolade
  • Usw.

Tipp: Bereits bekannte und liebgewonnene Salatdressings lassen sich durch die Zugabe von Minze immer wieder neu entdecken.

Natürlich kommt die Minze auch in vielen Cocktails vor. Der bekannteste ist sicherlich der Mojito, aber auch in viele alkoholfreien Getränke und Tees ist die Minze nicht mehr wegzudenken.

Wichtig: Frische Minze niemals mitkochen, da sie sonst ihr Aroma verliert, sondern erst kurz vor dem Servieren zur Speise geben. Getrocknete Minze kann man hingegen auch mitkochen.

Wirkung

Die Minze gehört mit zu den wichtigsten Heilpflanzen.

  • Bei Krämpfen in Magen und Darm oder anderen Problemen mit der Verdauung vermag die Minze eine lindernde Wirkung auszuüben.
  • Auch bei Frauenbeschwerden kann die Minze helfen.
  • Sie wirkt antibakteriell, regt die Gallenproduktion an und kann Krämpfe lösen.
  • Erkältungen mit Husten kann man wirksam mit Pfefferminzöl bekämpfen.
  • Auch bei Spannungskopfschmerzen, Juckreiz oder dem Reizdarmsyndrom wird die Minze gerne eingesetzt.

Info: Minzöl kann allerdings auch Sodbrennen verursachen, wenn man ein wenig empfindlich darauf reagiert.

Pfefferminzöl sollte zudem von Personen vermieden werden, die Probleme mit der Galle oder der Leber haben.


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