Semmel-Stoppelpilz

Semmel-Stoppelpilze ist ein beliebter Würzpilz, der sich aufgrund seines starken Aromas kaum als Mischpilz eignet. Der Pilz ist problemlos an den Stacheln erkennbar, die sich aus der Unterseite des Hutes wölben.

Semmel-StoppelpilzDer Semmel-Stoppelpilz ist über und über mit weiß/gelben Stacheln bedeckt. (Foto by: © Patrick J. / fotolia.com)

Der Semmel-Stoppelpilz gehört zur Familie der Stachelpilze. Junge Exemplare des Semmel-Stoppelpilzes schmecken hervorragend, während ältere Pilze aufgrund ihres eher bitteren Geschmacks besser stehen bleiben sollten.

Aussehen

  • Der Semmel-Stoppelpilz hat einen rund 10 cm breiten, weißen bis semmelgelben Hut.
  • An der Unterseite am weißen Stil befinden sich (weiße, hellorange bis gelbliche) Stacheln.
  • Der Pilz riecht angenehm leicht nach Orangenblütenwasser.

Info: Gesammelt und gegessen werden können alle weißen und gelben Stoppelpilze die auch angenehm riechen. Ansonsten könnte es sich um den Widerlichen Stacheling handelnt – der stinkt.

Herkunft & Saison

Der Semmel-Stoppelpilz ist in Laubwäldern sowie in Nadelwäldern zuhause und bevorzugt hier kalkhaltige Böden. Diese Pilze treten gerne in kleinen Grüppchen auf, wobei einzelne Exemplare sogar mit anderen zusammengewachsen sein können.

Der Semmel-Stoppelpilz kann von Spätsommer bis Spätherbst gesammelt werden.

Geschmack

Der Semmel-Stoppelpilz ist ein relativ schwer verdaulicher Speisepilz, weist ein leicht bitteres Aroma auf, das mit dem Alter des Pilzes immer mehr an Stärke gewinnt und müssen lange gekocht werden.

Verwendung in der Küche

Als Einzelpilz hat der Semmel-Stoppelpilz kaum Bedeutung, da er den Geschmack einer Speise zu stark prägen bzw. übertönen würde.

  • Daher wird er vorrangig als Würzpilz verwendet, denn in geringen Mengen kann er einem Gericht durchaus das gewisse Extra verleihen. Dabei trocknet man die Pilze und vermalt sie anschließen im Mörser zu Pulver.
  • Wer den starken Eigengeschmack mag, kann den Pilz auch in einer herzhaften Pilzsuppe oder in einer Eierspeise verarbeiten.
  • Angebraten in einer Pfanne mit Butter entfaltet er seinen leicht pfeffrigen Geschmack und man kann ihn zum Beispiel mit Mozzarella als Vorspeise servieren.

Tipp: Möchte man ältere Exemplare verarbeiten, sollte man zumindest die Stoppeln entfernen, besonders wenn sie länger als 5 mm sind, denn sie enthalten die meisten Bitterstoffe.

Der Semmel-Stoppelpilz eignet sich hervorragend für die Konservierung. Er kann getrocknet, eingefroren oder in Essig eingelegt werden.

Info: Im Kühlschrank hält sich der Semmel-Stoppelpilz für rund 5-7 Tage frisch.


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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

kommt meistens in Unmengen vor-z.B. im Pitztal-man soll aber wirklich nur die jungen Schwammerl nehmen

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Goldioma
Goldioma

Heute am 20.7. wieder viele kleine Semmelstoppelpilze gefunden- sehen so jung super aus-mische sie mit Eierschwammerl

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