Vanillerostbraten

Dieser Alt-Wiener Vanillerostbraten täuscht uns mit seinem Namen. Ein Rezept mit viel Knoblauch, der früher scherzhaft als Vanille bezeichnet wurde.

Vanillerostbraten Foto Gutekueche.at

Bewertung: Ø 4,4 (294 Stimmen)

Zutaten für 4 Portionen

Zutaten für den Rostbraten

4 Stk Rostbraten
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer (schwarz, gemahlen)
4 Stk Knoblauchzehen
1 EL Weizenmehl (universal)
4 EL Öl (oder Butterschmalz für die Pfanne)

Zutaten für die Sauce

250 ml Rindsuppe (klar)
1 Schuss Essig (Hesperidenessig)
1 EL Butter (kalt)
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer (schwarz, gemahlen)

Benötigte Küchenutensilien

Knoblauchpresse

Zeit

30 min. Gesamtzeit 15 min. Zubereitungszeit 15 min. Koch & Ruhezeit

Zubereitung

  1. Das bereits in Scheiben geschnittene Fleisch mit dem Schnitzelklopfer auf beiden Seiten leicht plattieren.
  2. Danach das Fleisch am Rand ein paar Mal leicht einschneiden, damit es sich beim Braten nicht aufwölbt.
  3. Nun das Fleisch mit Salz, Pfeffer und gepresstem Knoblauch kräftig auf beiden Seiten würzen und mit ein wenig Mehl bestäuben.
  4. Anschließend das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch von beiden Seiten scharf anbraten, bis es durch ist. Dann aus der Pfanne nehmen, mit Alufolie zu decken und warm stellen.
  5. Den Bratenrückstand mit der Suppe und einem Schuss Essig aufgießen, gut umrühren und aufkochen lassen.
  6. Zum Schluss noch etwas kalte Butter einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch in die Sauce einlegen und nochmals kurz darin ziehen lassen.

Tipps zum Rezept

Beim klassischen österreichischen bzw. altwienerischen Vanillerostbraten wird keine "echte Vanille" verwendet. Historisch wurde Knoblauch als „Vanille des kleinen (armen) Mannes“ bezeichnet – daher stammt der Name des Gerichts.

Den Vanillerostbraten mit der Sauce, Reis und angebratenen Zwiebelringe anrichten.

Rostbraten sollte nur vorsichtig plattiert werden. Zu starkes Klopfen kann die Fleischstruktur beeinträchtigen und Saftigkeit kosten.

Falls ein kräftiger Fettrand vorhanden ist, kann leicht eingeschnitten werden, damit sich das Fleisch nicht wölbt. Ohne ausgeprägten Fettrand ist das oft nicht nötig.

Nährwert pro Portion

kcal
168
Fett
12,69 g
Eiweiß
2,25 g
Kohlenhydrate
11,26 g
Detaillierte Nährwertinfos

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User Kommentare

Monika1

Klingt gut, wundere mich trotzdem ein bisschen, da ich in meinen alten Kochbüchern gelesen habe, dass Vanille beim Rostbraten den Knoblauch bezeichnete.

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GuteKueche-Admin

stimmt, geschichtlich natürlich: der Knoblauch wurde als "Vanille" unter den armen bezeichnet, denn die richtige Vanille war sehr teuer und nur den adeligen zugänglich. Unter diesem Link https://www.gutekueche.at/vanillerostbraten-rezept-5703 ist ein typisch bekannter Vanillerostbraten zu finden - nur mit Knoblauch ;)

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puersti

Genau, das kenne ich auch aus einem Wiener Kochbuch. Beim Vanillerostbraten kommt keine Vanille dazu. Schade, dass Originalrezepte so verändert werden.

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puersti

Der Vanillerostbraten ist ein Rezept der Altwienerküche, kommt keine Vanille, sondern nur Knoblauch zum Einsatz. Knoblauch war die Vanille def armen Leute.

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Meinereine1966

Die Vanilleschote lasse ich auf jeden Fall weg. Die Rostbratenscheiben würde ich auch nicht mit dem Knoblauch einreiben, damit er beim Anbraten nicht verbrennen kann, sondern kleingeschnitten im Bratfett anschwitzen. Anrichten mit Röstzwiebel und Kroketten oder Bratkartoffeln oder auch Erdäpfelpüree.

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Gelöschter User

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BurtReindl

Hallo, na wie es die geschichte ausgegangen? Ist der Vanillerostbraten gelungen? Was hast du schlussendlich zum aufgiessen verwender?

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Teddypetzi

Welche Suppe man für den Vanillerostbraten verwendet ist so ziemlich egal, steht aber eh dabei Rind-oder Gemüsesuppe :-)

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Katerchen

Naja, da es ein Braten mit Rindfleisch ist würde ich beispielsweise eine Hühnersuppe nicht verwenden. Angebracht wäre eine Rindsuppe.

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Katerchen

Ein interessanter Rostbraten. Vanilleschoten verwende ich bei Süßspeisen, bei Fleischgerichten eher kaum. Werde ich mal ausprobieren, an die Soße Vanille zuzugeben. Bin auf den Geschmack gespannt.

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Billie-Blue

Einen Vanillerostbraten habe ich noch nie gemacht und auch noch nie gegessen. Mich interessiert das Rezept und ich werde es nachkochen. Als Beilage werde ich Butternockerl machen.

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littlePanda

Vanillerostbraten habe ich schon lange keinen mehr gegessen. Danke für die Erinnerung, aber Vanille kommt bei uns nicht in die Soße

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Mechthild2912

Spannend, nach den Kommentaren habe ich einmal KI bemüht. Nachvollziehbar ist es nicht, dass Vanille dem Geschmack von Knoblauch ähnlich sein sollte, aber na denn. Die Verwendung von Vanille in diesem Rezept finde ich schon ziemlich gewagt. Erst recht in dieser Menge. Es gibt richtig tolle, vornehmlich in der Haubenküche angesiedelte Rezepte außerhalb der Dessertküche, die mit Vanille arbeiten, allerdings nicht als Aromageber, eher als Hauch. Auch in weihnachtlich gestrickten Saucen ist Vanille manchmal zu finden. Aber nicht bei dieser Saucenart. Da würde ich eher die Menge wesentlich reduzieren, wenn überhaupt verwenden.

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Meinereine1966

Wer behauptet, dass Vanille dem Geschmack von Knoblauch ähnlich sein sollte? Die KI? Würde mich nicht wundern. Wie puersti heute bereits kommentiert hat, war seinerzeit der Knoblauch der Ersatz für die teure Vanille. Hat mit Geschmack rein gar nichts zu tun. Dass in diesem Rezept wirklich Vanille verwendet wird, ist Geschmackssache.

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Katerchen

Ich habe das Rezept probiert und ich war nicht sehr überzeugt. Die vier Knoblauchzehen waren in Ordnung, aber die zusätzliche Vanilleschote hat nicht dazu gepasst. Da wurde der Name des Gerichts leider „wortwörtlich“ genommen. Auch das Fleisch (Roastbeef) würde ich nicht klopfen und den Rand einschneiden – außer bei einem festen Fettrand.

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Pesu07

Vanillerostbraten habe ich noch nie gemacht. Das werde ich nachholen. Aber aufgrund der Kommentare werde ich die Vanille weglassen.

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