Löwenzahn

Ob am Wegesrand oder auf Weiden und Wiesen – die strahlend gelbe Blüte des Löwenzahns ist nicht zu übersehen. Lesen Sie hier, wie das Wildkraut in der Küche und der Homöopathie zum Einsatz kommt!

LöwenzahnDie Blüten schmecken süßlich und die Blätter herb und würzig. (Foto by: MicEnin / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Der Löwenzahn zählt zu den am weit verbreitetsten Wildkräutern überhaupt. Allein in Europa findet man mehr als 100 verschiedene Arten.

Die Wildblume wird bis zu 25 cm groß. Sie besteht aus einer kräftigen Wurzel, einer Blattrosette mit mehreren gezackten Blättern, einem Stiel und der leuchtend gelben Blüte.

Dass die Blume so weit verbreitet ist, hängt auch damit zusammen, wie sie sich ausbreitet: Im Laufe der Zeit verwandeln sich die winzigen gelben Blütenblätter in kleine Propeller. Der Wind trägt diese Propeller mit den Samen dann weiter.

Vor allem Kinder haben Spaß daran, die Propeller selbst wegzupusten, weshalb die Pflanze auch unter dem Namen Pusteblume bekannt ist. Weitere Bezeichnungen sind beispielsweise Hundeblume, der wissenschaftliche Name Taraxacum oder Bettpisser, Bettnässer oder Bettsecher (wegen seiner harntreibenden Wirkung).

Verbreitung & Standort

  • Der Löwenzahn stellt für sein Wachstum keine großen Ansprüche.
  • Er wächst gern auf feuchtem Untergrund.
  • Wobei die Böden locker und nährstoffreich sein sollten. Je nach Bodenqualität wächst der Löwenzahn ein-, zwei-, aber auch dreijährig.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

Der Löwenzahn ist ein vitamin- und mineralstoffreiches Wildkraut.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

  • Als Heilmittel wird die Pflanze aufgrund ihrer Bitterstoffe genutzt.
  • Anwendung findet sie vor allem bei Verdauungs- und Harndrangproblemen.
  • Auch bei Ekzemen und rheumatischen Erkrankungen hat sie sich als hilfreich für den Heilungsprozess erwiesen.
  • Homöopathische Heilmittel basierend auf den gewonnenen Stoffen des Löwenzahns gibt es zum Beispiel in Form von Dragees, Pulver oder Tropfen.

Verwendung in der Küche

Auch wenn die Pflanze als Unkraut bezeichnet wird, ist sie eigentlich sehr nützlich. Als Hausmittel oder auch zum Kochen werden vor allem die Wurzel und die Blätter des Löwenzahns verwendet.

In der Küche ist die Pusteblume eine beliebte Zutat. Gerne wird Löwenzahn zum Beispiel hier verwendet:

  • Smoothies
  • Tee
  • Salaten
  • Pesto
  • Honig oder Sirup
  • Kaffeeersatz (Wurzeln, die im Herbst geerntet werden)

Am häufigsten werden die Blätter des Wildkrauts verwendet. Sie werden meistens frisch gepflückt wie für Salate oder getrocknet verwendet z. B. für Tee oder aber gepresst für Säfte oder Smoothies.

Unsere Rezepttipps:

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

LöwenzahnDie Blüten schmecken süßlich und die Blätter herb und würzig. (Foto by: MicEnin / Depositphotos.com)

Die Haupt-Erntesaison des Löwenzahns reicht von Frühling bis Herbst. Generell gilt, je älter die Pflanze, desto bitterer ihr Geschmack.

Ist der Winter mild, können die Blätter sogar dann noch geerntet werden. Die Blütezeit beginnt im April und dauert meist bis Juni. Die Wurzel des Löwenzahns ist im Frühling recht bitter und nimmt im Herbst einen süßlich-milden Geschmack an. Auch sie kann je nach Präferenz geerntet werden.

Werden die geernteten Zutaten nicht direkt verwendet, sollten sie getrocknet werden. Die Blätter können hierzu einfach auf trockenes Papier gelegt werden. Wurzeln sollte man von Erde befreien und dann aufhängen. Falls verfügbar, kann auch ein Dörrgerät verwendet werden.

Lagern Sie die Zutaten an einem kühlen, dunklen Platz vorzugsweise in einem Glasgefäß. Blütenknospen können in Essig eingelegt werden.

Besonderheiten & Saison

  1. Vom Löwenzahn können alle Pflanzenteile verwendet werden.
  2. Die Blüten sollte man am Beginn der Blütezeit ernten, also im Frühjahr.
  3. Blätter können auch ncoh bis spätestens Juni geerntet werden.
  4. Grundsätzlich gilt, die junge und frische Löwenzahnblume schmeckt am Besten.

Verwechslungsgefahr

Das beliebte Wildkraut sieht dem giftigen Kreuzkraut recht ähnlich. Hier sollte man besser vorsichtig sein!

Die Blätter des Löwenzahns ähneln außerdem denen des Rucolas. Da beide Pflanzen essbar sind, besteht hier bei einer Verwechslung keine Gefahr.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

PASSENDE REZEPTARTEN

User Kommentare