Sauerklee

Gärtner verschmähen und Heilkundler lieben ihn, den Sauerklee. Wildkräuter, wie diese Pflanze sind nicht nur schmackhaft sondern auch medizinisch wertvoll.

WaldsauerkleeDer Waldsauerklee ist nicht lagerfähig und daher immer frisch zu verarbeiten. (Foto by: Enskanto / Depositphotos.com)

Wissenswertes

Im Lateinischen wird dieses Kraut als Oxalis bezeichnet. Die Pflanze gehört zur Familie der Sauerkleegewächse.

Weltweit gibt es etwa 700-800 Arten, in unseren Regionen sind der Rote Sauerklee und der Waldsauerklee am weitesten verbreitet.

Das Heilkraut mehrjährig, mit einer Höhe von 5 cm bis 15 cm setzt es sich gegen Gräser und andere Pflanzen durch.

Die Blätter sind drei bis vierteilig. Letztere Variante wird gerne als Zierpflanze genutzt und ist unter dem Namen Glücksklee bekannt. Die fünfteilige Blüte ist weiß bis purpurfarben.

Verbreitung & Standort

  • Sauerkleegewächse sind nahezu weltweit verbreitet. Die bei uns heimischen Arten lieben schattige Standorte. Hauptsächlich findet man dieses Wildkraut in Wäldern.
  • Höhenlagen bis 2000 Meter sind möglich, in den Alpenregionen jedoch selten.
  • Die Verbreitung erfolgt sowohl über die unterirdischen Wurzelstränge als auch durch kapselartige Samenstände. Diese springen nach der Reife explosionsartig auf und erreichen Weiten von bis zu 2,50 Metern.
  • Der ebenfalls für die gesunde Küche verwendbare knollige Sauerklee (Yam oder auch Oka) kommt in unseren Regionen nicht vor, kann jedoch im heimischen Garten, ähnlich wie Kartoffeln, angepflanzt werden.

Wirkstoffe, Inhaltsstoffe & Geschmack

  1. Wie dem Namen bereits zu entnehmen ist, schmeckt das Kraut säuerlich.
  2. Es wirkt zudem erfrischend und fruchtig.
  3. Die hierfür verantwortliche Oxalsäure ist neben Kaliumhydrogenoxalat und Vitamin C einer der Hauptinhaltsstoffe dieses Wildkrautes.
  4. Die Samenstände enthalten zudem fettige Öle.

Gesundheit, Haus- & Heilmittel

Erfahrende Heilkundler nutzen dieses Wildkraut zur Linderung unterschiedlicher Beschwerden.

Innerliche Anwendung:

  •     Fiebersenkend
  •     Harntreibend
  •     Verdauungsfördernd
  •     Appetitanregend
  •     Blutreinigend
  •     Belebend
  •     Lindert Menstruationsbeschwerden

Äußerliche Anwendung:

  •     Linderung von Geschwüren
  •     Behandlung von Hautausschlägen

Verwendung in der Küche

SauerkleeartSauerklee ist meist an Waldrändern oder feuchten Wiesen anzutreffen. (Foto by: ChWeiss / Depositphotos.com)

  1. Eine frisch zubereitete Limonade aus den Blättern dieses besonderen Wildkrautes ist nicht nur gesund sondern auch richtig köstlich.
  2. Der zitronenartige Geschmack ist wohltuend und erfrischend zugleich.
  3. Auch eine Verwendung in frischen Salaten, Soßen oder Suppen ist möglich. Auf zusätzliche Säure durch Essig oder Zitrone kann verzichtet werden.
  4. Smoothies werden durch die Beigabe dieses Krautes verfeinert.
  5. Als belebender Tee zur Erkältungszeit ist diese Pflanze ein natürlicher Appetitanreger.
  6. Die Knollen des oben genannten Oka können als Wurzelgemüse zubereitet werden. Sie sind starke Vitamin C-Träger und enthalten nur wenig Oxalsäure.
  7. Die ansehnlichen Blätter werden zudem gerne zur Dekoration verwendet.

Ernte, Haltbarkeit & Lagerung

  • Die ersten Triebe entwickeln sich im Frühjahr.
  • Eine Ernte der Blätter und Stängel ist während der gesamten Saison möglich.
  • Die Knollen des Oka werden nach dem ersten Frost geerntet.
  • Die Blätter der Pflanze sind weder getrocknet noch frisch lagerfähig und sollten sofort verzehrt werden.
  • Die Knolle jedoch kann durchaus bis zum Frühjahr kühl und trocken verwahrt werden.

Besonderheiten & Saison

Ab März bis Ende Oktober lässt sich dieses Wildkraut finden. Ein Anbau im Topf ist möglich. Der übermäßige Verzehr wird auf Grund der leicht toxischen Wirkung nicht empfohlen.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslungsgefahr besteht namentlich mit unserem Wald- und Wiesenklee. Auch die Blätter haben durchaus Ähnlichkeit während sich die Blüten jedoch deutlich unterscheiden.


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