Schlehdorn

Der Schlehdorn ist eine alte Heilpflanze, die in den letzten Jahren immer populärer wird – nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch in der Küche!

SchlehdornSchlehdorn, Schlehe oder Schlehendorn ist in der kalten Jahreszeit ein wertvoller Vitaminspender. (Foto by: IanRedding / Depositphotos.com)

Schon der Steinzeitmensch Ötzi führte bei seiner Überquerung der Alpen einige Schlehen mit sich. Das beweist, dass die Frucht seit Jahrtausenden für ihre positive Wirkung auf die Gesundheit bekannt ist.

Die Frucht des Schlehdornes (Prunus spinosa) ist ungefähr einen Zentimeter groß und hat in etwa die gleiche Farbe wie Zwetschken, die zu ihren nächsten Verwandten zählt.

Herkunft

Der Schlehdorn kommt vor allem in Europa, Nordafrika und dem Kaukasus vor, und gehört zur Familie der Rosengewächse.

Der Strauch, der die Früchte trägt, kann bis zu drei Meter hoch und 40 Jahre alt werden.

Saison

Die Steinfrüchte des Schlehdornes reifen im späten Sommer, und werden traditionell nach dem ersten Frost per Hand geerntet.

Dies ist die beste Zeit, um von dem breiten Spektrum an gesundheitsfördernden Wirkungen zu profitieren.

Geschmack

  1. Die Früchte der Schlehen schmecken etwas säuerlich. Das liegt an den vielen Gerb- und Bitterstoffen, die darin enthalten sind. Der Frost mildert diese aber etwas ab, sodass der fruchtig blumige Geschmack besser zur Geltung kommt.
  2. Frisch gepflückt schmecken Schlehen sehr herb und man bekommt einen pelzigen Geschmack im Mund. Daher sollten sie erst nach dem ersten Frost gepflückt werden, dann verschwinden die Bitterstoffe.
  3. Schlehen sind sie aus der Naturheilkunde nicht wegzudenken. Aber auch in der Küche, also im kulinarischen Rahmen, werden die Steinfrüchte immer beliebter, und haben sich in den letzten Jahren sogar zu einem wahren Trend entwickelt.
  4. Das liegt nicht nur an den vielen gesunden Eigenschaften der Steinfrucht, sondern auch an ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeit in der Küche

Verwendung in der Küche

SchlehdornmarmeladeSchlehdorn eignet sich hervorragend zum Einkochen von Marmelade. (Foto by: Gutekueche.at)

  • In der Küche kommen Schlehen in der Form von Marmelade oder als Tee zum Einsatz. Vor allem im Winter kann eine Tasse heißen Schlehentees Wunder bewirken.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Verarbeitung von Schlehen: Wein oder Likör machen. Dies ist zwar etwas komplizierter, dafür aber umso köstlicher.
  • Aus Schlehen gemachter Wein kann ansonsten auch in verschiedenen Geschäften sowie im Internet gekauft werden.
  • Ob Marmelade oder Tee, Likör oder Wein: Die leicht säuerlich schmeckende Schlehe schmeckt überraschend fruchtig, und ist außerdem sehr gut für die eigene Gesundheit und das Immunsystem.

Rezept Empfehlungen:

Wirkung und Nährstoffe

  1. Die Früchte des Schlehdorns sind bekannt für ihr breites Spektrum an gesunden Wirkstoffen. So enthalten sie unter anderem große Mengen an verschiedenen Vitaminen, vor allem aber an Vitamin C.
  2. Auch Flavonoide sowie mehrere Gerb- und Bitterstoffe kommen in den Früchten vor. Somit wirken sie entzündungshemmend und helfen bei Blasenentzündungen.
  3. Auch bei Erkältungen können sie positiv wirken. Schlehen werden außerdem fiebersenkende, magenstärkende und harntreibende Wirkungen zugeschrieben. Kein Wunder also, dass Schlehen bei vielen Naturheilkundlern so beliebt sind – und es schon seit Jahrtausenden sind!

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Wer selbst einen Schlehdornstrauch besitzt kann die Schlehdornfrüchte nach dem ersten Frost ernten, damit die Bitterstoffe verschwinden - dann trocknen und für Tee verwenen, so halten sie sich am Längsten. Ansonsten sofort nach dem Pflücken einkochen und je nach Rezept weiterverarbeiten.

Einkauf und Lagerung

  • Die Frucht der Schlehe wird nach dem ersten Frost geerntet. So kann sie ihr gesundheitsförderndes Spektrum am besten entfalten. Sie kann in vielen Onlineshops sowie in Bio- und Reformläden gekauft werden.
  • Da sie meist in getrockneter Form erhältlich ist, stellt die Lagerung kein Problem dar. Es reicht, dass die getrockneten Früchte nicht feucht werden und keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden.
  • Achtung: Schlehen geben sehr viel Farbstoff ab. Es ist also – vor allem bei dem Einkochen oder Erhitzen der Früchte – Vorsicht geboten. Ansonsten kann es passieren, dass ehemals weiße Stoffe bläulich bis rosa verfärbt werden.

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