Chinakohl

Der Chinakohl stammt ursprünglich wirklich aus China und gehört dort schon seit dem 5. Jahrhundert zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Hier wird die einjährige Gemüsepflanze seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts geschätzt.

ChinakohlsalatChinakohl ist in der kalten Jahreszeit immer willkommen, es schmeckt mild und ist leicht verträglich. (Foto by: koko-tewan / Depositphoto.com)

Wie alle Kohlarten gehört auch dieses Gemüse zur Familie der Kreuzblütler. Durch den frischen Geschmack unterscheidet er sich allerdings von anderen Kohlgewächsen. Er wächst in einer ovalen, länglichen Form und kann bis zu 60 Zentimeter lang werden. Die dicken Rippen sind sehr hell, manchmal fast weiß. Die Blätter sind an den Rändern und der Spitze grün und leicht gekraust. Die Köpfe können ein Gewicht bis drei Kilogramm erreichen.

Anbau und Herkunft

  • Dieses knackige Gemüse, das in manchen Gebieten Österreichs auch als Jägersalat bekannt ist, stammt meist aus heimischem Anbau.
  • Da es nur 80 bis 90 Tage bis zur Ernte des Kohls dauert, wird erst Mitte Juli angebaut.
  • Er verträgt leichten Frost und kann mit Folie oder Reisig geschützt lange im Gemüsebeet bleiben.
  • Die Haupterntezeit ist im Oktober.

Geschmack und Inhaltsstoffe

Der Chinakohl ist knackig und hat einen erfrischenden, leicht scharfen, würzigen Geschmack, der von den enthaltenen Senfölen kommt.

An Vitaminen enthält er die Vitamine A, C, B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin E und Niacin. Mit 25 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm nimmt man bereits ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis von Vitamin C zu sich und stärkt damit das Immunsystem.

Folsäure ist für schwangere Frauen und das heranwachsende Kind besonders wichtig. An Mineralstoffen sind Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen besonders wichtig.

Magnesium kann gegen Muskelkrämpfe helfen, und der hohe Eisengehalt unterstützt die Blutbildung. Sekundäre Pflanzenstoffe machen ihn gut verdaulich.

Außerdem hat dieser Kohl nur 13 Kalorien pro 100 Gramm, ist also ideal, wenn man schlank werden oder bleiben möchte.

Chinakohlsalat mit MaisChinakohlsalat mit Mais und Dressing schmeckt und ist gesund. (Foto by: kiboka / Depositphoto.com)

Verwendung in der Küche

Meist wird er roh als Salat verwendet. Er wird dazu in dünne Streifen geschnitten. Mit einer Senfmarinade und etwas Zwiebel entsteht ein erfrischender Salat mit einem anderen Geschmack als normal. Er hat den Vorteil, nicht so schnell zusammenzufallen wie anderer grüner Salat, er bleibt länger frisch und knackig.

Man kann ihn aber auch braten, dünsten und schmoren. Die Zubereitung geht rasch und er schmeckt in jeder Zubereitungsart gut.

In der Asiatischen Küche gilt er ein fester Bestandteil, der nicht wegzudenken ist, da er zu Suppen, Gemüsepfanne und Wok verwendet wird. In Korea macht man aus Jägersalat "Kimchi". Dazu wird er fermentiert und es entsteht ein würzig scharfes Kohlgericht, das eine Ähnlichkeit mit unserem Sauerkraut hat und nirgends fehlen darf.

Unsere Rezept-Emfehlungen:

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Einkauf und Lagerung

  • Die Salatköpfe sollten beim Kauf knackig, frisch und nicht welk sein. Auch auf eine schöne, grüne Farbe muss geachtet werden.
  • Die Schnittfläche darf nicht braun sein, sondern noch saftig wirken. Im Kühlschrank ist er in ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier gewickelt mehrere Wochen haltbar.

Besonderheiten und Saison

Die Saison beginnt im Herbst und erstreckt sich über den ganzen Winter. Haupterntezeit ist im Oktober.


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