Spitzkraut

Das Spitzkraut ist in der Zubereitung unkompliziert und passt sowohl zu gebratenem Geflügel oder Fleisch. Für schmackhafte Füllungen mit Faschiertem oder Gemüse eignet es sich hervorragend als leichte Hausmannskost. Die frischen Blätter sind so zart, dass sie auch ohne blanchieren zum Einwickeln von Speisen verwendet werden kann.

SpitzkrautEin Spitzkraut ist in den Wintermonaten mit seinen feinen Blättern immer willkommen. (Foto by: foto-pixel.web.de / Depositphoto)

Spitzkraut (Brassica oleracea) ist ein zarter Verwandter des Weißkrauts, das insbesondere als das sogenannte Filder-Spitzkraut ein sehr delikates Sauerkraut liefert. Die Slow-Food-Organisation nahm ihn als sogenannten „Arche-Passagier“ in sein Portfolio der „Biokulturellen Vielfalt“ auf.

Anbau und Herkunft

  • Als frühe Krautsorte ist Spitzkraut schon im Frühjahr verfügbar. Aus heimischer Ernte kommt das Spitzkraut von Mai bis Dezember.
  • Ab April kommt die frühe Ernte aus unseren Nachbarländern Frankreich und Deutschland auf dem Markt.
  • Spitzkraut ist bis dato eigentlich eine regionale Sorte geblieben, deren Samen und Setzlinge seit geraumer Zeit auch in ganz Österreich vertrieben werden.
  • Die ursprüngliche Heimat des Spitzkrauts ist in China.

Geschmack und Inhaltsstoffe

Das Spitzkraut ist der kleinste, feinste und zarteste Vertreter der ganzen Kraut-Familie. Das köstliche, blaugrüne Krautgemüse heißt so, wie es aussieht:

Seine zarten Blätter sind beinahe duftig und locker zu einer Spitze emporgetrieben. Jedenfalls ist der Geschmack des Spitzkohls feiner, ausgewogener und dezenter als der des üblichen Weißkrauts. Aufgrund des feinen Geschmacks passt es hervorragend zu mediterran Gerichten.

Verwendung in der Küche

Das milde Kraut wird besonders im Frühherbst zu delikatestem Sauerkraut verarbeitet. Spitzkraut gilt als echtes Sensibelchen unter den Krautköpfen: Es verlangt stets nach absoluter Frische bei der Zubereitung, um den zarten Geschmack zu behalten.

Spitzkraut eignet sich hervorragend als Rohkost oder für Wintersalate. Dazu sollen die Blätter behutsam mit Salz durchgeknetet werden. So wird der Salat besonders gut verdaulich.

frisch gehobeltes SpitzkrautFrisch gehobeltes Spitzkraut in einer Salatmarinade schmeckt als Beilage immer. (Foto by: gavran333 / Depositphotos.com)

Unsere Rezept-Emfehlungen:

Spitzkraut in Schinken-Rahm-Sauce

Spitzkraut-Pasta mit Faschiertem

Ofenspitzkraut

Hühnerbrustfilets mit Spitzkraut

Einkauf und Lagerung

  • Beim Einkauf muss der kegelförmige Kopf grüne und knackige Blätter vorweisen. Sollten die Blätter schon gelblich sein, ist es ein Zeichen für zu lange Lagerung.
  • Eine zu lange Lagerung bekommt ihm ebenso wenig wie zu heißes oder auch zu langes Garen.
  • In feuchtes Tuch gewickelt hält er sich einige wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.
  • Durch Einfrieren kann Spitzkohl länger haltbar gemacht werden: Dazu vorher kurz blanchieren – roh würde er durch das Einfrieren leicht matschig werden.

Besonderheiten und Saison

100 Gramm Spitzkohl liefern lediglich 20 Kalorien, dazu kommen die Vitamine B1, B2, Betakarotin und nennenswerte Kaliummengen sowie Ascorbin.

Saisonmässig ist der Spitzkohl von April bis Dezember erhältlich. Wie alle Krautsorten ist auch das Spitzkraut in den Wintermonaten ein sehr nahrhaftes und beliebtes Gemüse.

Eine recht einfache und für viele Kenner die zugleich delikateste Zubereitung: Das Spitzkraut klein schneiden und in Butter in der Pfanne gar dünsten.
Wer es dennoch reichhaltiger mag: Hähnchenbrustfilets, Bohnen, Crème fraiche, Joghurt, Öl und Zitronensaft harmonieren ganz ausgezeichnet mit dem zarten Kraut.


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