Grünkohl

Grünkohl, Burenkohl oder Braunkohl ist eine gezüchtete Kohlart aus dem Wildkohl. Geschmacklich ähnelt er dem Weißkraut, mit einer zusätzlichen leicht bitteren Note. Mit seinem herrlichen Grün verzaubert er viele Gerichte mit grandiosen Inhlatsstoffen.

GrünkohlDer Grünkohl ist bei uns in Österreich nur auf Bauernmärkten erhältlich. (Foto by: johnbraid / Depositphoto.com)

Bei der auch unter der Bezeichnung Burenkohl bekannten Kohlart handelt es sich um eine zweijährige Pflanze, die hierzulande jedoch einjährig kultiviert wird. Der Blattkohl ist kaum verzweigt. Seine direkt am Stamm sitzenden länglichen Blätter sind schmal und je nach Sorte unterschiedlich gekraust. Inzwischen sind ungefähr 15 Sorten bekannt, die sich außerdem in der Höhe sowie der Blattfärbung unterscheiden.

Anbau und Herkunft

  • Diese Kohlart stammt ursprünglich aus Eurasien, wo sie aus dem Wildkohl gezüchtet wurde. Inzwischen ist sie weltweit verbreitet und lässt sich auch im heimischen Garten anbauen. Der beste Anzuchttermin ist der Mai. Nach ungefähr acht Wochen sind die Jungpflanzen so groß, dass sie ins Beet umgesetzt werden können.
  • Anders als Kohlarten stellt der Burenkohl keine besonderen Ansprüche an den Boden, weshalb er gern als Nachkultur auf bereits abgeernteten Beeten verwendet wird. Der Abstand der Pflanzen zueinander und von Reihe zu Reihe sollte 50 Zentimeter betragen.
  • Um die Blätter vor der Eiablage des Kohlweißlings zu schützen, lohnt es, ein Netz über die Beete zu spannen. Ebenfalls empfänglich sind die Jungpflanzen für die Weiße Fliege, deren Larven sich von unten in die Blätter bohren und Schäden anrichten.
  • Wird mit der Bekämpfung frühzeitig begonnen, können größere Ernteausfälle vermieden werden. Als bewährtes Hausmittel kommt eine Schmierseifelösung in Betracht. Bis zum Anwachsen werden die Jungpflanzen gleichmäßig feucht gehalten.
  • Später muss in Trockenperioden gewässert werden. Sofern ein Dünger verwendet wird, sollte dieser nur wenig Stickstoff enthalten, damit das Blattwachstum nicht übermäßig schnell vonstatten geht. Im Winter werden die Pflanzen in rauen Lagen mit einem Vlies geschützt.

Geschmack und Inhaltsstoffe

Von Natur aus besitzt das Blattgemüse einen herzhaften, typischen Kohlgeschmack mit einer bitteren Note. Letztere verschwindet, wenn die Blätter dem Frost ausgesetzt werden, da dann verstärkt Zucker in den Zellen eingelagert wird.

Dabei verliert es kaum an wertvollen Inhaltsstoffen, zu denen unter anderem die Vitamine A, B, C, D, E, K sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Kalzium, Eisen, Zink, Kalium, Phosphor, Magnesium und Natrium zählen.

Verwendung in der Küche

Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, ausschließlich grüne und knackige Blätter zu verwenden. Da einige Vitamine fettlöslich sind, sollte der Kohl immer mit etwas Öl zubereitet werden. Eines der bekanntesten Gerichte dürfte Grünkohl mit Pinkel sein, wobei es sich bei Letzterem um angeräucherte Mettenden handelt. Je nach Region werden zu diesem Kohlgericht alternativ andere deftige Beilagen gereicht.

Grünkohl mit QuinoaGrünkohl mit Quinoa und getrockneten Preiselbeeren schmeckt und ist gesund. (Foto by: fahrwasser / Depositphotos.com)

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Einkauf und Lagerung

  1. Der frische Grünkohl sollte bestenfalls im Bioladen erworben werden, da dann nicht die Gefahr besteht, dass er mit Pestiziden und anderen Chemikalien belastet wurde.
  2. Für einige Tage kann er im Gemüsefach des Kühlschranks aufgehoben werden. Soll er für längere Zeit eingelagert werden, wird er blanchiert und tiefgefroren. Reste von Grünkohlspeisen können ebenfalls eingefroren werden.

Besonderheiten und Saison

Grünkohlsaison ist ausschließlich der Winter. Das liegt zum einen daran, dass die Blätter erst nach dem ersten Nachtfrost besonders angenehm schmecken. Zum anderen benötigen die Pflanzen nach der Anzucht mehrere Monate, bis sie ab dem Spätherbst erntereif sind.


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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

schmeckt besonders gut mit geräucherten Mettenden heißt es da, diese bekommt man aber bei uns in Österreich nirgends, jedenfalls habe ich sie noch nirgends gesehen-nur in Deutschland. Ebenso die berühmte Pinkelwurst, die ich nur in Norddeutschland bisher gegessen habe

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