Wirsing

Der Wirsing, ist eine Unterart des Gemüsekohls und hat gewellte, krause Blätter. Er ist zart im Geschmack, hat viele Vitamine und wenig Kalorien sowie leicht verdaulich. Das Wintergemüse sollte so oft wie möglich auch den Tisch.

WirsingDas Wirsingkraut hat krause Blätter und eignet sich besonders für Rouladen. (Foto by: teleginatania / Depositphotos.com)

Anbau und Herkunft

Kopfkohle, zu denen auch der Wirsing gehört, sind seit dem 8. Jahrhundert bekannt. Das gewellte Wirsingkraut stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird seit dem 16. Jahrhundert erstmals als solcher genannt. Bei uns wird er seit dem 18. Jahrhundert angebaut und ist inzwischen auch weltweit bekannt und beliebt.

Die verschiedenen Arten können für den frühen, mittleren und späten Anbau genutzt werden. Daher stammen auch die Bezeichnungen des Früh-, Sommer-, Herbst- und Winterwirsing. Er wächst schneller als andere Kohl-/Krautlarten und ist im Vergleich mit Ihnen weniger anspruchsvoll. So erreicht er auch schneller die Schnittreife.

Geschmack & Inhaltsstoffe

  • Optisch unterscheidet sich der Wirsing erheblich von Weißkraut und Rotkraut. Darüber hinaus schmeckt er deutlich feiner als seine beiden robusten Brüder. Insbesondere auf den jungen Frühjahrswirsing trifft dies zu.
  • Der Herbst- und Winterwirsing sind geschmacklich intensiver, liegen aber noch deutlich unter Weißkraut und Rotkraut.
  • Der Wirsing hat 13 Kilokalorien pro 100g, das sind 130 Kilojoule. Wie alle anderen Kohl- bzw. Krautsorten beinhaltet er viel Senfölglykoside und Chlorophyll. Doppelt so viel Eiweiß, Fette, Eisen und Phosphor wie beispielsweise Weißkraut und Rotraut viele Caroline und B-Vitamine machen ihn besonders gesund. Er deckt beispielsweise im rohen Zustand mit 100g den Tagesbedarf an Vitamin C.

Verwendung in der Küche

In der Küche ist der Wirsing sehr vielseitig einsetzbar. Bereits der feste Kopf ist zum Verzehr geeignet. Die Blätter sind zart und können roh sowie gar verwendet werden. Manchmal wird Wirsingkraut einfach als Zutat des Suppengrüns verwendet.

Die großen und welligen Blätter eignen sich besonders gut für die Zubereitung von Wirsingrouladen. Das Einwickeln ist einfach und der Wirsing wird sehr schnell gar. Die innenliegenden Blätter eignen sich auch als Gemüsebeilage. Auch sie garen bereits nach kurzer Zeit. Roh eignet sich der Wirsingkohl auch als knackiges Blatt eines frischen Salates. Auch hier nutzt ihm sein welliges Blatt zu einer sehr dekorativem Form.

WirsingrouladenMt Wirsing können tolle gefüllte Rouladen gezaubert werden. (Foto by: gcpics / Depositphotos.com)

Unsere Rezept-Emfehlungen:

Wirsing-Reis-Roulade

Hendelbrust auf Senf-Rahm-Wirsing

Wirsingsuppe

Wirsingsalat

Einkauf & Lagerung

Beim Einkauf sollte man auf frische, knackige Blätter ohne Frostschäden achten. Welke Blätter weisen auf keine besondere Frische hin und sollten vom Kauf abweisen.
Wirsing ist nicht lange lagerbar. Er wird, wie alle anderen Gemüsesorten zu Haus gelagert, sollte aber schneller verbraucht werden. Zur Lagerung eignet sich am besten das Gemüsefach des Kühlschranks. Hier hält der Wirsing ein bis zwei Wochen. Wirsingkraut ist ethylenempfindlich. Es sollte nicht neben Obst oder Gemüse gelagert werden. Der Wirsing eignet sich auch gut zum Einfrieren. Die Blätter vorher in Salzwasser blanchiert, dann einfrieren.

Besonderheiten & Saison

„Adventswirsing“ wird der erste Wirsing des Jahres kurioserweise genannt. Er wird schon im April geerntet. Ab Juni kommen Frühwirsing und Sommerwirsing auf den Markt. Je nach Region und Wetter wird Herbstwirsing von August bis Februar geerntet. Von März bis Mai ist das Angebot an Wirsing etwas eingeschränkter.


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