Erdnussöl

Erdnussöl ist in unseren Breiten nicht besonders verbreitet – in der asiatischen Küche dafür umso mehr. Das starke Aroma des Öls ist perfekt zum Verfeinern verschiedenster Speisen geeignet.

ErdnussölErdnussöl ist bekannt für seinen hohen Vitamin E-Gehalt. (Foto by: HansJoachim / istock.com)

Erdnussöl ist eines der wichtigsten Öle in der asiatischen Küche – der hohe Rauchpunkt des Öls macht es prädestiniert für das Braten und Frittieren mit der asiatischen Rundpfanne (=Wok).

Das Öl bietet durch seine Zusammensetzung an Fettsäuren einen großen gesundheitlichen Mehrwert und sollte daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Erdnussöl wird aus geschälten und getrockneten Erdnusskernen (=sind Hülsenfrüchte und keine Nüsse) gewonnen:

  • Kaltpressung (=native) – Dabei werden die Kerne beim Pressen nicht erhitzt (=raffiniert) und es werden keine Zusatzstoffe beigemengt. Dadurch besitzt es einen aromatischen Geschmack und eine schöne gelbe Farbe. Das Öl eignet sich aber nicht für das Erhitzen, beispielsweise beim Braten.
  • Raffiniert - Hitzebeständiger ist das raffinierte Erdnussöl. Allerdings weist es weder die Farbe und den Geschmack noch den gesundheitlichen Wert des nativen Öls auf.

Info: Erdnüsse werden vor allem in China, Nord-/Süd-Amerika, Indien und Indonesien angebaut.

Beim Kauf von Erdnussöl sollte man auf das BIO Zertifikat zurückgreifen. Dies ist zwar ein wenig teurer, muss aber bestimmte Kriterien (kontrolliert biologischem Anbau, kalt gepresst, keine Nachbehandlungen, keine Zusatzstoffe, usw.) erfüllen.

Anwendung in der Küche

Erdnussöl ist vor allem in der asiatischen Küche beheimatet. Hier wird vor allem das raffinierte Öl zum Braten von Wokgerichten verwendet. Auch zum Frittieren eignet sich raffiniertes Erdnussöl aufgrund des hohen Rauchpunkts.

Wenn Gerichte geschmacklich verfeinert werden sollen, ist die native Variante des Öls vorzuziehen. Es weist einen stark aromatischen Geschmack auf, der besonders Salaten, Rohkostgerichten und anderen kalten Gerichten das gewisse Etwas verleihen kann.

Info: Der Rauchpunkt von kaltgepresstem Erdnussöl liegt bei 160 Grad. Raffinierte Öle können auf bis zu 230 Grad erhitzt werden.

Erdnussöl passt beispielsweise perfekt zu Reis, Fisch, Spargel oder Sellerie und passt auch perfekt zum Perfektionieren von Mayonnaise und anderen Saucen. Auch zum Verfeinern von Salaten, Tofu oder (asiatischen) Nudeln wird das Öl oft verwendet.

Wie die meisten Öle sollte Erdnussöl gut verschlossen im Dunklen und kühl aufbewahrt werden, damit es sich besser hält. Wenn Erdnussöl noch nicht geöffnet wurde, kann es unter Umständen bis zu 2 Jahre aufbewahrt werden.

Info: Im Kühlschrank sollte es aber nicht aufbewahrt werden, da das Öl bei Temperaturen von unter 10 Grad Celsius eine zähflüssige Konsistenz annimmt. Zwischen 1 und 3 Grad wird es fest, wird durch Erwärmung aber wieder flüssig.

Unsere Rezept Empfehlungen:

Gesundheit

Erdnussöl enthält fast 45% mehrfach, ungesättigte Fettsäuren und rund 36% einfach, ungesättigte Fettsäuren und zählt somit zu den „gesünderen“ Speisefetten.

  • Es ist bekannt für seinen hohen Vitamin E-Gehalt.
  • Außerdem sind die Vitamine B1, D und K vertreten.
  • Erdnussöl wirkt sich positiv auf den Blutdruck, Blutfettspiegel und den Cholesterinwert aus.
  • Dem Öl wird auch eine gute Wirkung auf das Immunsystem und bei Entzündungen nachgesagt.
  • Erdnussöl kann auch gegen Haarschuppen helfen und allgemein bei Erkrankungen der Kopfhaut angewendet werden.
  • Das Öl löst Verstopfungen und wirkt anregend auf den Verdauungstrakt.

Info: Das Öl kann auch als Basisöl für Gesichtsmasken oder (Baby-)Massageöl verwendet werden.


Bewertung: Ø 4,1 (61 Stimmen)

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User Kommentare

spicy-orange
spicy-orange

Erdnussöl kenne ich gar nicht, habe ich auch noch nicht wirklich in einem Geschäft wahrgenommen. Werde es auf alle Fälle für das nächste Indische Gericht besorgen.

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