Kartoffeln kochen

Oft verschmäht, als ungesund und sogar als giftig abgestempelt und zu Unrecht als Dickmacher an den Pranger gestellt, ist die Kartoffel trotzdem eines der wenigen Nahrungsmittel, auf das kaum ein Mensch verzichten möchte.

Kartoffeln kochenDamit Kartoffeln richtig zubereitet werden, muss man auf die Sorte achten. (Foto by: © PhotoSG / fotolia.com)

Kartoffeln sind ein wohlschmeckendes, wertvolles Grundnahrungsmmittel aus dem sich unzählige Speisen zubereiten lassen. Alte Sorten findet man selten im Supermarkt sondern eher auf Märkten oder direkt beim Bauern, manchmal auch in Lila oder sogar in Blau.

Kartoffeln haben mehrere unterschiedliche Namen wie Erdäpfel, Grundbirn oder auch Krumpal (mundart).

Info: Kartoffeln enthalten zwar viele Kohlenhydrate (19g) haben aber relativ wenig Kalorien (100 Gramm haben 70 kcal).

Erdäpfel enthalten:

  • 78% Wasser
  • 16% Kohlenhydrate (meist in Form von Stärke)
  • 2% Ballaststoffe (regen die Verdauung an)
  • 2% Eiweiß (sehr gut verwertbare Proteine)
  • 0,1% Fett

Lagerung von Kartoffeln:

Kartoffeln sollten dunkel und kühl, am besten im Keller, in gut belüfteten Räumen, in Holzkisten, Stoff- oder Papiersäcken aufbewahrt werden – und sind dann auch 2-4 Monate haltbar.

Kartoffel eigenen sich NICHT zum Einfrieren, da sie zu wässrig sind und stark an Geschmack verlieren. Gekochte Kartoffeln kann man hingegen für 2-3 Wochen einfrieren.

Welche Kartoffeltypen gibt es und wofür werden sie verwendet?

gekochte KartoffelnPellkartoffeln sind als Beilage immer willkommen. (Foto by: © Carmen Steiner / fotolia.com)

Festkochende Kartoffeln:

Werden oft auch Salatkartoffeln genannt, sie sind schnittfest, saftig, speckig und behalten beim Kochen die Form. Der Stärkegehalt liegt bei 14 Prozent - diese Kartoffelsorte eignet sich für:

Bekannte festkochende Kartoffelsorten:

  • Sieglinde
  • Linda
  • Nicola

Vorwiegend festkochende Kartoffeln:

Sind für fast alle Speisen gut verwendbar. Sie haben ein mittelfestes Fruchtfleisch, und springen beim Kochen kaum auf. Der Stärkegehalt liegt bei 15 Prozent. Sie sind besonders geeignet für:

Bekannte vorwiegend festkochende Kartoffelsorten:

  • Laura
  • Gala
  • Christa

Mehlig kochende Kartoffeln:

Haben einen Stärkegehalt von 16,5 Prozent, springen beim Kochen leicht auf oder zerkochen, wenn man sie geschält kocht - eignen sich für:

Bekannte mehlige Kartoffelsorten:

  • Gunda
  • Adretta
  • manchmal werden sie auch "Runde" genannt, da sie meist ziemlich groß und rund von der Form her sind.

Info: Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, sind Süßkartoffeln keine direkten Verwandten zu normalen Kartoffeln.

Wie kocht man nun Kartoffel am besten?

Kartoffeln nach dem Kochen mit kalten Wasser abspülen – dann fällt das Schälen leichter.Kartoffeln nach dem Kochen mit kalten Wasser abspülen – dann fällt das Schälen leichter. (Foto by: schankz / fotolia.com)

WICHTIG: Rohe Kartoffeln sind nicht genießbar. Auch die ausgetriebenen Keime oder grüne Stellen an der Kartoffel sind giftig – sie enthalten das Nervengift Solanin. Daher sollte man beim Zubereiten Keime und grüne Stelle unbedingt wegschneiden.

Kartoffeln kochen:

Für viele Rezepte werden Kartoffel in der Schale gekocht. Das ist auch gut so, denn die meisten Vitamine liegen ganz knapp unter der Schale und gehen beim Kochen in die Kartoffel.

  1. Vor dem Kochen müssen die Kartoffel mit kaltem Wasser gut gewaschen werden und eventuell vorhandene Triebe oder grüne Stellen müssen herausgeschnitten werden.
  2. Dann stellt man sie in kaltem Wasser mit etwas Salz zu und gibt den Deckel auf den Topf.
  3. Sobald das Wasser kocht, schaltet man die Temperatur zurück und lässt die Kartoffeln ungefähr 20 Minuten köcheln.
  4. Sie sollen mit Wasser bedeckt sein, damit sie gleichmäßig gar werden und ihr mildes Aroma behalten.
  5. Den Garpunkt prüft man mit dert Messer oder Gabelprobe - indem man mit einer Messerspitze vorsichtig hinein sticht - sobald sie gar sind, fallen bzw. rutschen sie vom Messer.

Wenn die Kartoffeln nach dem Kochen mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, lassen sie sich leichter schälen. Vorsicht - frisch gekochte Kartoffel bleiben lange heiß.

Tipp: Für manche Speisen, wie Püree, schält man die Erdäpfel vorher und setzt dem Kochwasser auch einige Kümmelkörner zu - dadurch wird der Geschmack verbessert.

Kartoffeln dämpfen:

  1. Die küchenfertigen Kartoffeln schälen und in einen gelochten Dampfgarbehälter geben.
  2. Bei rund 100 Grad werden die Kartoffeln ca. 20-30 Minuten gedämpft.

(Ofen-)Kartoffeln backen:

  1. Für Ofenkartoffeln die küchenfertigen Kartoffeln (geschält oder ungeschält) mit Öl bestreichen und mit Salz, Knoblauch oder beliebigen Gewürzen einreiben.
  2. Danach die Kartoffel in Alufolie einwickeln und im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Ober-Unterhitze für 40-45 Minuten backen.

Kartoffeln grillen:

  1. Um Kartoffeln zu grillen, und die Grillzeit möglichst gering zu halten, sollte man sie bereits vorher in Salzwasser kochen und danach erst am Grill mit ein wenig Öl anrösten.
  2. Alternativ kann man sie ähnlich wie beim Backen, würzen, in Alufolie wickeln und direkt in oder über der Glut grillen – dazu sollte man aber kleinere Kartoffeln verwenden, damit sie nach 20 Minuten auch fertig sind.

Unsere Rezept-Tipps:


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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Kartoffel sind bei uns sehr wichtig. Wir mögen sie sehr gerne als Beilage in allen Varianten die man daraus zaubern kann.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Ich koche die Kartoffel immer eine Stunde, dann sind sie fertig. Abgeschreckt habe ich sie bisher auch nicht.

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