Martinigans
Eine raffinierte Martinigans kommt natürlich am Martinitag auf den Tisch. Knusprig und gut, für die ganze Familie.
Zubereitung
- Die gewaschene und abgetrocknete Gans, innen mit Salz, außen nur mit Pfeffer und Paprikapulver einreiben. Gekochte Maroni abspülen, abtropfen lassen und kleiner schneiden. Danach die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten.
- Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Mit Majoran, Mandeln und Maroni mischen und in die Gans geben. Die Öffnung mit Spießchen zustecken oder mit Küchengarn zunähen.
- Die Gans in eine Bratpfanne geben und mit der Suppe (oder normalen Wasser) ca. 2-3 cm aufgießen. Im heißen Ofen ca. 3 1/2 bis 4 Stunden bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) braten und ab und zu mit dem Bratensaft begießen. Falls notwendig mehr klare Suppe in die Bratpfanne nachgießen.
- Nach ca. 2 Stunden Bratzeit mit einer Gabel einige Male unterhalb der Keule in die Haut stechen, damit das Fett ausbraten kann. Die Gans in den letzten 10 Minuten mit stark gesalzenem Wasser einpinseln und bei 250 Grad Hitze knusprig braten und warm stellen.
- Den Bratenfond durch ein Küchensieb sieben mit ca. 1/8 l Wasser aufgießen den Obers dazu geben und kurz aufkochen lassen.
- Mehl mit einem Schuss Wasser anrühren und zum Fond dazugeben (zum Binden der Sauce). Nochmals kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Für die Beilage: Rotkraut (Rotkohl) putzen, waschen und fein schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Beides im heißen Butterschmalz andünsten. Gewürze, Essig, Zucker und Preiselbeeren zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und gut 1/4 l Wasser angießen. Zugedeckt ca. 1 Stunde garen.
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Habe mir eines reservieren lassen, ein Weidegansl aus dem Neusiedlerseegebiet. Bin auch Burgenländerin ;)
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Das Martiniganserl wird bei uns Verspätung haben, die kommt Weihnachten auf den Tisch. Statt Hühnersuppe kommt Gänsefond hinein, den gibt es in sehr guter Qualität zu kaufen.
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Ich hab noch nie ein Gansl gemacht, aber das klingt jetzt nicht so dramatisch aufwendig, wie ich dachte... ich glaube ich werde mich mal dran wagen, vielleicht zu Weihnachten!
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Probiere es lieber vorher aus. Es gibt schon so einige Tücken, die es zu umschiffen gilt. Es braucht etwas Erfahrung
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Zu Martini ist im Burgenland das "Ganslessen natürlich "Pflicht", entweder selbstgemacht , oder im Gasthaus.
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Das Rezept hat der ganzen Familie gut geschmeckt. Ich habe noch die Gänseleber klein gehackt zu den Zutaten der Fülle gegeben. Wirklich empfehlenswert!
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Heute kommen wieder viele Gänse auf den Tisch. Ein sehr leckeres Rezept. Doch etwas aufwendig zu machen.
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Liebes Team, wieso nehmt ihr immer das deutsche Wort "Brühe?" Bei uns heißt es Suppe: und ihr seid doch ein "österreichisches" Portal. Es kann doch nicht so schwer sein, dies umzuändern oder ist euch das zu viel Arbeit? Wir haben schon genug ausländische Wörter in unserem Sprachschatz.
Ansonsten: ein gutes Rezept.
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Wenn man schon die Deutsche Sprache als Muttersprache spricht, so sollte man nicht von Ausländischen Wörtern reden, die Ihre Begründung in der Deutschen Sprache haben!
Diese Wörter haben ihre Bewandnis in der Deutschen Küche.
Eine Brühe ist ein klarer Fond gezogen aus Knochen und Parüren vom Rind oder Geflügel oder Wildbret.
Eine Suppe ist immer die AUfarbeitung dieses Fonds mit Einlagen der verschiedensten Art.
Wem nun dieser Begriff Brühe stört, weil örtliche Sprachgewohnheiten anders sind, so sollte auf den Begriff Fond zurück greifen.
Wir sollten ALLE stolz auf unsere Muttersprache sein, auch wenn wir in verschiedenen Ländern wohnen.
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Eine Brühe ist für mich eine konzentriertere Form einer Suppe. Bezüglich der Sprache in Österreich habe ich mal auf Wiki nachgesehen: • Amtssprache: Deutsch • regionale Amtssprachen: Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch • anerkannte Minderheitssprachen: u. a. österreichische Gebärdensprache Soviel zum Thema Brühe oder Suppe.
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Dem kann ich nur zustimmen. Frag mich auch warum bei uns alles so wiederspruchslos übernommen wird. Wir müssen uns doch sprachlich nicht anpassen.
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Ein Nordfriese hat eben nun einmal einen anderen Sprachgebrauch als ein Bayer, Sachse, Hesse, Schwarzwälder, Schweizer und Österreicher.
So wie es in Deutschland Gebiete gibt in denen es heißt:" Wir können alles außer Deutsch!" genauso gibt es in Österreich Gebiete die sich deutlich sprachlich unterscheiden. Hier wird auch nicht von ausländischen Worten gesprochen!
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Also was ich so gar nicht verstehe, ist, weshalb die gekochten Maroni abgespült werden. Andererseits wird das Schälen vorm schneiden nicht erwähnt ;-)
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Jetzt glaube ich muss ich dann auch endlich einmal eine machen - die Zeit bzw. das Wetter wären ja perfekt - wenn man den Holzofen einheizt und die Gans darin brät!
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Am Foto sieht man vom Bratenfond gar nichts, kann mir aber gar nicht vorstellen, dass dieser zusätzlich zum Rotkraut serviert wird, noch dazu mit Mehl gebunden, das wäre mir einfach zuviel des Guten.
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