Melisse

Zitroniges Aroma, Erfrischung pur und doch keine Zitrusfrucht – die Melisse. Durch ihre ätherischen Öle entwickelt die Melisse ein angenehmes Aroma, das sie überall verströmt.

Melisse Melisse wirkt sehr erfrischend und wird in der Küche immer beliebter. (Foto by: © styleuneed / fotolia.com)

Die Melissenpflanze kann bis zu 70 cm hoch wachsen und besitzt hellgrüne Blätter mit feinen Zähnen. Die Pflanze blüht vor allem im Juli und im August, wird jedoch gewöhnlich vor der Blüte geerntet. Die Blätter sind leicht behaart, was aber beim Verzehr nicht weiter stört.

Tipp: Ob es sich um eine Melissenpflanze handelt, lässt sich leicht erkennen, wenn man die Blätter leicht zwischen den Fingern zerreibt – sofort macht sich dann ein zitronenartiger, angenehmer Duft breit, daher nennt man sie auch Zitronenmelisse.

Herkunft & Saison

Die Zitronenmelisse kommt ursprünglich aus dem Vorderen Orient. Heute ist sie besonders in Amerika, Europa und dem Norden Afrikas verbreitet. In Europa wurde sie seit dem 11. Jahrhundert heimisch.

Hierzulande kann Melisse vor allem von Mai bis August geerntet werden. Sie ist aber durch europäische Importe das ganze Jahr über frisch verfügbar.

Die frischen Blätter werden gerne eingelegt oder eingefroren. Als getrocknetes Gewürz wird Melisse kaum verwendet, da dabei die aromatischen ätherischen Öle verloren gehen.

Linktipp: Zitronenmelisse im eigenen Kräutergarten

Geschmack

Melisse hat einen besonders erfrischenden Geschmack. Er ähnelt sehr stark der Zitronen, ist aber nicht annähernd so sauer. Es handelt sich vielmehr um eine frische, säuerliche Note.

Verwendung in der Küche

Zitronenmelisse wird überall dort eingesetzt, wo eine frische Note nicht fehlen darf. Besonders häufig ist Melisse Bestandteil von Fruchtsalaten, aber auch in kühlen Gemüsesalaten wird sie verwendet.

Typisch ist Melisse als essbare Dekoration von Süßspeisen und Desserts. Hierfür kann sie entweder frisch verwendet oder kandiert werden.

Tipp: Melisse ist nicht dafür geeignet, gegart zu werden. Deshalb sollte sie nur entweder für kalte Speisen genutzt oder bei warmen Gerichten nur ganz zum Schluss untergehoben werden.

Besonders in der englischen Küche spielt die Melisse eine große Rolle, beispielsweise in Aalgerichten oder Chutneys.

Besonders in den asiatischen Ländern wird Zitronenmelisse auch zum Würzen scharfer Speisen genutzt. Besonders Reis, Fisch oder Salat erhalten durch sie eine fruchtige Komponente.

Unsere Rezept-Tipps:

Tipp: Nicht nur in Obstsalaten oder Cocktail – frische Melisse passt auch hervorragend in süße Milchspeisen und rundet auch pikante Fischgerichte schmackhaft ab.

Auch hierzulande ist Eistee mit frischer Melisse im Sommer als erfrischendes Getränk beliebt.

Unsere Rezept-Tipps:

Es gibt sogar alkoholische Getränke, in denen die Zitronenmelisse eine wichtige Rolle spielt, beispielsweise in verschiedenen Edellikören.

Wirkung

  • Zitronenmelisse ist besonders für ihren hohen Anteil an ätherischen Ölen bekannt.
  • Enthalten sind außerdem Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe und jede Menge Vitamin C.
  • Besonders bei Virenerkrankungen kann Melisse eine schützende Wirkung aufbauen.
  • Sie stärkt außerdem das Erinnerungsvermögen und bietet eine beruhigende Wirkung.

Für einen gesunden Tee einfach 1 Esslöffel getrocknete Zitronenmelisse mit 1 Liter kochenden Wasser übergießen, rund 10 Minuten ziehen lassen und mit Honig süßen. Schmeckt sowohl warm als auch kalt richtig gut!


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