Oregano

Oregano gehört zu den wichtigsten mediterranen Gewürzen und Kräutern. Deshalb ist er auch besonders in der italienischen Küche heimisch. Immer mehr hält er aber auch in unsere heimische Küche Einzug und zeigt hier, was er kann.

OreganoSeit über 300 Jahren wird Oregano als Würzmittel verwendet. (Foto by: © HandmadePictures / fotolia.com)

Oregano wächst bis zu 60 cm hoch. Er blüht zwischen Juli und September und wird auch zu dieser Zeit geerntet, da er dann das beste Aroma aufweist.

Herkunft & Saison

Oregano war bereits im Mittelalter bekannt. Damals wie heute befinden sich die größten Vorkommen des mediterranen Gewürzes im Mittelmeerraum. Oregano mag es trocken und heiß – diese Bedingungen findet er in dieser Region am ehesten vor.

Oregano ist hierzulande das ganze Jahr über erhältlich, wird jedoch gewöhnlich nur in getrockneter Form angeboten. Er kann jedoch auch hierzulande angebaut werden, die beste Erntezeit ist dann im Juli.

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Geschmack

Oregano weist eins pfeffrig-würziges Aroma auf. Der Geschmack ähnelt dem von Thymian oder Majoran, er vereint bittere und herbe, aber sehr angenehm würzige Geschmackskomponenten auf sich.

Wie aromatisch Oregano ist, hängt davon ab, wie viel Sonne er beim Wachsen abbekommt. Deshalb ist Oregano aus dem Mittelmeerraum wesentlich aromatischer als der hierzulande angebaute Oregano.

Info: Im Normalfall werden die aromatischen Blätter zum Würzen verwendet. Jedoch enthalten die Blütenköpfe (egal ob getrocknet oder frisch) einen noch feineren Geschmack.

Verwendung in der Küche

Oregano gehört wie Basilikum zu den typischen Kräutern der italienischen und mediterranen Küche und ist Bestandteil der Kräutermischung, die man als „Herbes de Provence“ (Kräuter der Provence) bezeichnet - dazu gehören im Normalfall Rosmarin, Fenchelfrüchten, Basilikum, Salbei, Thymian und eben Oregano.

Oregano passt zu sommerlichen Nudelgerichten ebenso wie zu Pizza, Suppen, Salate, Antipasti, Fisch und Muscheln, Fleisch und Gemüse- oder Reisgerichte.

Egal ob frisch oder getrocknet, das Kraut sollte mindestens 15 Minuten mitgegart werden, damit sich das Aroma voll entfalten kann.

Oregano eignet sich hervorragend zum Trocknen, da sein Aroma dabei größtenteils erhalten bleibt und teilweise auch noch stärker wird. Daher sollte man getrocknetes Basilikum auch sparsamer einsetzen.

Um Oregano selber zu Trocknen, einfach den gesäuberten, frischen Oregano (samt Stängel), kopfüber aufhängen (an einem wetter- und windgeschützten Ort – z.B. Dachboden). Nach rund 6-8 Tage kann man die getrockneten Blätter von den Stängeln lösen und diese in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Um Oregano-Öl (eignet sich perfekt für Dressings und Marinaden) selber herzustellen, neutrales Pflanzenöl mit getrocknetem Oregano vermischen und für 4-5 Wochen an einen kühlen, dunklen Ort stehen lassen.

Tipp: Mit Oregano sollte stets sparsam gewürzt werden, da er eine große Würzkraft entfaltet, die sich aber nicht sofort entfaltet.

Wirkung

Oregano hat seine starke Würzkraft dem hohen Anteil an ätherischen Ölen zu verdanken, darunter Thymol und Carvacrol.

Oregano kann Verdauungsprobleme mildern und Krämpfe lösen, besonders wenn er als Tee aufgebrüht wird.

Er hemmt Entzündungen und wird deshalb gerne bei Entzündungen des Mundbereichs eingesetzt.


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User Kommentare

Kuechenfee76
Kuechenfee76

Den Geschmack von Oregano muss man mögen.
Auf Pizzen muss er bei mir immer drauf. Ab und zu verwende ich auch ganz wenig beim Kochen anderer Speisen.

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