Topfenkuchen Wissenswertes

Ein Topfenkuchen oder -torte ist auch bekannt als Käsekuchen oder Cheescake und ist in der Zubereitung denkbar einfach. Ob auf einem Mürbteig- oder Keksboden, der Topfenkuchen schmeckt grandios, ist enorm vielfältig und wandelbar. Auch für Feierlichkeiten wird der Kuchen mit Topfen gerne gebacken. Was genau das Besondere daran ist und welches Rezept das Beste, erfahren Sie hier.

Der Topfenkuchen

Topfenkuchen Der beliebte Topfenkuchen ist eins der beleibtesten Desserts überhaupt. (Foto by: mcgphoto / Depositphotos.com)

  • Der Name des Topfenkuchens enthält bereits die wichtigste Zutat: den Topfen.
  • Zusammen mit Schlagobers, Zucker und Speisestärke ergibt das Ganze eine cremige Masse, die nach dem Backen eine feine aber dennoch feste Konsistenz aufweist. Diese wird auf einem Mürb- oder Keksteig gegeben und für etwa eine Stunde gebacken. Der Topfenkuchen-Klassiker ist aufgrund seiner Cremigkeit sehr beliebt. Selbst Kinder mögen den Kuchen gerne.
  • Die Zubereitung dafür ist denkbar einfach und ohne Mehl. In der Topfenkuchenmasse sind Eier enthalten, die das Ganze zum Stocken bringen. Nach dem Abkühlen ist die Creme-Masse schnittfest.
  • In Deutschland lautet die Bezeichnung für den Topfenkuchen, Käsekuchen, obwohl sich kein Käse darin befindet. In Amerika ist er bekannt als Cheesecake. Und bei uns in Österreich gilt sowohl die Topfentorte als auch der Topfenkuchen als ein und dasselbe Backwerk.

Geschichte

Das älteste, bisher bekannte Rezept stammt aus Frankreich: Der französische Berufskoch Taillevent beschrieb um 1395 in dem Kochbuch "Le Viandier" einen Kuchen von "feinem Topfen".

Jahrhunderte später war der Kuchen aus selbst hergestelltem Topfen weit verbreitet. Diese Zutaten hatte früher jeder Bauernhof, jede Hausfrau, daher ist der Topfenkuchen einer der beliebtesten Kuchen bzw. Torten weltweit.

Mittlerweile gibt es unendlich viele Varianten:

Einfache Topfentorte ohne Boden

Topfentorte ohne Boden Eine Topfentorte ohne Boden ist auch für Anfänger ein tolles Rezept. (Foto by: Gutekueche.at)

  1. Die einfachste Topfentorte besteht aus den Zutaten, Topfen, Eier, Butter, Zucker, Vanillepuddinpulver und Zitronensaft.
  2. Diese Zutaten einfach in eine Schüssel, egal welche Reihenfolge, mit dem Mixer cremig rühren.
  3. Diese Masse in eine ausgebutterte oder mit  Backpapier ausgelegte Springform füllen, gleichmäßig verstreichen und im vorgeheizten Ofen bei 180°, Ober- und Unterhitze für ca. 1 Stunde backen.

Das Rezept zum einfachen Nachbacken, für eine Topfentorte ohne Boden:

Klassische Topfentorte mit Mürbteigboden

  1. Wer lieber eine Topfentorte mit einem Mürbteigboden backen möchte, kann einen süßen 1-2-3 Mürbteig verwenden.
  2. Dazu Mehl, Butter und Zucker in eine Schüssel geben, Ei und Salz dazu, verkneten, dann für 30 Minuten ab in den Kühlschrank. Danach eine bebutterte Springform damit auskleiden und die Topfenmasse zubereiten.

Das Rezept für eine Topfentorte mit Mürbteigboden im Überblick:

Topfentorte ohne Backen

Topfentorte ohne Backen Eine Topfentorte ohne Backen benötigt Kühlzeit, die Zubereitung ist jedoch total easy. (Foto by: porosolka_balt / Depositphotos.com)

Eine weitere tolle und einfache Variante einer Topfentorte ist dabei den Backofen kalt zu lassen. Hierbei benöitgt man nur die Zutaten für die Creme und eine passende Springform mit Backpapier:

Topfentorte mit verschiedenen Fruchtstücken

Natürlich kann eine Topfentorte auch mit Fruchtstücken verfeinert werden und bringt somit die richtige Fruchtnote mit sich:

Topfentorte vom Blech

Wer keine Springform zuhause hat, kann die Topfentorte natürlich auch auf einem Backblech mit hohem Rand zubereiten:

Topfentorte extravagant

Extravagante Topfentorte Eine köstliche Topfentorte aus einer herzhafte Kaffee-Topfencreme. (Foto by: robynmac / Depositphoto.com)

Wer etwas mehr Zeit in eine Topfentorte investieren möchte, kann auch viele weitere und vor allem extravagante Rezept ausprobieren:

Beliebte Käsekuchen und Cheesecakes aus anderen Ländern

Andere Länder andere Sitten, ausgenommen beim Käsekuchen, da ist nicht viel unterschied:

Was muss ich beim Backen beachten?

  1. Risse im Topfenkuchen sind vermeidbar! Seit Generationen ein Klassiker, hat auch ein Topfenkuchen seine Tücken. Bei manchem Hobbybäcker wird die Topfendecke nämlich rissig.
  2. Und was für ein Jammer, wenn die hohe Pracht nach dem Backen wieder zusammenfällt. Profis wissen, wie sich das verhindern lässt.
  3. Topfenkuchen kommt ganz unterschiedlich auf den Teller, nahezu jede Region kennt ihren eigenen Klassiker.
  4. Einmal soll die Topfenmasse trocken, beinahe bröselig sein, dann ist der Kuchen wieder cremig und fast so hoch wie eine Torte.
  5. Manche mögen ihn mit einem Mürbteig-Boden, andere wiederum ohne Boden.
  6. Damit die Topfenmasse nicht reißt, kommt es auf die richtige Temperatur beim Backen an.

So fällt der Kuchen in der Mitte nicht zusammen

Der Kuchen sollte nicht direkt aus dem heißen Rohr genommen werden. Ein Holzlöffel zwischen Tür und Rohr oder die Ofentüre einfach einen Spalt öffne, ist ratsam, damit die Feuchtigkeit entweicht. Andernfalls fällt das Innere des Topfenkuchens ein.

Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:

Variante 1:

  1. Damit der Topfenkuchen in der Mitte beim rausnehmen aus dem Backofen nicht in sich zusammenfällt, den Kuchen nicht sofort aus dem Ofen nehmen.
  2. Den Backofen zuerst ausschalten die Ofentüre einen Spalt öffnen.
  3. den Kuchen bei geöffneter Ofentüre ca. 10-15 Minuten ruhen lassen, erst dann aus dem Ofen nehmen und komplett in der Springform auskühlen lassen.

Variante 2:

  1. Dazu den Kuchen in den Ofen schieben und kurz bevor der Kuchen in der Mitte hoch geht, aus dem Ofen holen, danach komplett sacken lassen.
  2. Dann nochmals sofort in den Ofen geben und nochmals zusammen fallen lassen, nochmals aus dem Ofen nehmen. Diesen Vorgang nocheinmal wiederholen.
  3. Der Kuchen wird dadurch sehr dicht und stabil.

Tipp für hohen Topfenkuchen

Wer dagegen einen hohen Topfenkuchen haben möchte, der muss die Eier trennen und das Eiklar aufschlagen.

Damit die Topfenmasse keine Risse bekommt, darf der Eischnee nicht zu fest zu sein. Bei nicht zu steifem Eischnee kann sich die Luft zusätzlich noch ausdehnen und der Kuchen bleibt hoch.

Puddingpulver oder Speisestärke?

  • Für die Creme-Masse wird gerne Speisestärke verwendet. Sie ist wie bei einem Pudding für die Schnittfestigkeit zuständig.
  • Darum eignet sich auch Puddingpulver gut. Der Vorteile daran ist, dass bereits ein Vanille-Aroma enthalten ist.
  • Puddingpulver mit Schokoladen-Aroma bietet eine neu interpretierte Art des Topfenkuchens an.

Welche Form wird dafür verwendet?

Springform Für eine Topfentorte ist eine Springform die ideale Form. (Foto by: zhudifeng / Depositphotos.com)

Die Form sollte stabil sein und nicht auslaufen. Der Rand und der Boden ist mit etwas Butter einstreichen, damit sich der Boden und der Rand des Topfenkuchens beim Schneiden besser löst. Oder man verwendet Backpapier.

Eine niedrige Backtemperatur von 160 bis 180°C, Ober- und Unterhitze reicht bereits aus. So stocken die Eier in der Topfencreme gut und binden langsam die cremige Masse.

Eine Stäbchenprobe nach rund einer Stunde ist empfehlenswert.

Für die Topfentorte eignen sich verschiedene Backformen und Größen:

  • Eine Springform mit 25 oder 26 cm Durchmesser
  • eine Springform mit 18 cm Durchmesser
  • ein Backrahmen auf einem Blech mit 30 x 40 cm Durchmesser
  • Ein Backblech mit hohem Rand und einer Größe von ca. 30x40 cm
  • oder eine Auflaufform als Alternative

kommen für das Rezept in Frage.

Tipp: Eine Tarteform ist nicht ratsam, da der Rand des Topfenkuchens gute drei bis fünf Zentimeter hochgezogen wird.

Beachtenswertes

Für die Topfentorte immer feinen Topfen verwenden, keinen Bröseltopfen. Der Fettanteil kann beliebig gewählt werden oder je nach Rezept verwendet werden.

  • 40 Prozent Fett
  • 20 Prozent Halbfett
  • 2 Prozent Mager-Topfen

Tipps und Fazit

Egal ob Topfenkuchen-Klassiker oder die moderne Variante: der Kuchen mit dem cremigen Topfen kommt auf jeder Festtagstafel gut an.

Einzig und allein ist die Zubereitungszeit, die etwas länger ausfällt, aber dafür sind die wenigen Arbeitsschritte schnell erledigt.

Der österreichische Klassiker ist bei Groß und Klein sehr beliebt und im Nu verzehrt!


Bewertung: Ø 4,3 (10 Stimmen)

User Kommentare

Kanguruh1

Danke für die tollen Tipps zum Thema Töpfen! Gebackene Topfentorten sind wirklich heikel zu machen, sie fallen gerne zusammen, wenn man sie aus dem Ofen holt!

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Pesu07

Topfentorten ohne Mürbteigboden mache ich immer wieder. Dazu gebe ich sehr gerne Obst der Saison dazu - das macht die Torte frischer.

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alpenkoch

danke für die tollen Infos zum Topfenkuchen. Wir essen alle unwahrcheinlich gerne den Topfenkuchen. Egal ob kalt oder gebacken. Mit den Tipps werde ich punkten können, danke

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Maisi

ich backe auch sehr gerne Topfentorten, da sie gerade mit Magertopfen oft kalorienarm sind. Aber leider fallen sie mir auch oft zusammen, mal schauen vielleicht wirds jetzt besser.

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Katerchen

Danke für die Tipps gegen das Zusammenfallen des Kuchens in der Mitte. Ist mir oft passiert. Werde nun diese Anleitung genau beachten.

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Silviatempelmayr

Topfen ist ein so wunderbares Lebensmittel. Egal ob süss oder sauer, er schmeckt sehr gut und hat wenig Kalorien.

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