Austernpilz (Austernseitling)

Der Austernpilz hat in den letzten Jahren einen wahren Hype erlebt und gehört heute zu den beliebtesten Speisepilzen. In rauen Mengen ist er nun auch in Supermärkten erhältlich und wird gerne zu delikaten Speisen verarbeitet.

AusternpilzAusternpilze können genauso wie der Champignon verwendet werden. (Foto by: © Tarabalu / fotolia.com)

Viele wissen gar nicht, dass der Austernpilz eigentlich Austernseitling heißt. Über 30 Sorten Austernpilze gibt es. Sie unterscheiden sich durch ihre Farben und Formen.

Es handelt sich um einen hervorragenden Speisepilz, der sich auf vielfältige Art und Weise verarbeiten lässt.

Aussehen

  • Der Austernpilz ist nur mit einem sehr kurzen Stiel ausgestattet, oft handelt es sich nur um einen kurzen Stielansatz.
  • Der Hut des Austernpilzes kann sehr unterschiedliche Farben annehmen. Meist weisen sie eine Graunuance auf. Die Austernpilze, die wir aus dem Handel kennen, sind meist hellbraun bis ockerfarben. Der Aufbau eines Austernpilz-Stocks kann sich sehr unterschiedlich gestalten.
  • Der Hut des Austernpilzes sieht wie die Schale einer Auster aus, daher stammt wohl auch der Name der Pilzsorte. Es ist aber auch ein zungen- oder spatelförmiger Aufbau möglich.
  • Die Oberfläche des Hutes kann zwischen 5 und 25 cm breit sein.
  • Das Fleisch ist weiß und sehr weich. Allerdings wird es im Alter immer zäher und muss dann lange gekocht werden.

Herkunft & Saison

Der Austernpilz wächst vor allem an Laubbäumen. Auch an Nadelbäumen kann er wachsen, dies ist jedoch eher selten.

Die Pilze wachsen nicht einzeln, sondern kommen in ganzen Kolonien oder Büscheln  vor.

Er ist nicht durchgängig zu finden, sondern tritt in zwei größeren Schüben auf. Die Hauptsaison für Austernpilze erstreckt sich zum einen auf den Zeitraum von September bis Dezember und zum anderen auf den Frühling.

Geschmack

Der Austernpilz hat einen ausgesprochen voll und kräftiges Aroma - ähnlich dem Champignon oder dem Eierschwammerl, erinnert aber zugleich auch ein wenig an Kalbfleisch.

Verwendung in der Küche

  • Wie die meisten Pilzsorten sollte der Austernpilz immer möglichst frisch verwendet werden. Er kann zwar ein paar Tage aufbewahrt werden, wird dann aber immer zäher.
  • Zudem sollte der Pilz nach Möglichkeit früh geerntet werden, da das Fleisch dann noch zarter ist.
  • Austernpilze können im Ganzen verwenden werden, also die Stiele und Kappen.
  • Der Austernpilz wird lediglich gewaschen und kann dann entweder ganz genutzt werden oder vorher in Stücke gerupft oder geschnitten werden.
  • Man kann den Pilz braten, grillen, gratinieren, frittieren, schmoren oder auch nur einfach roh im Salat genießen.
  • Vor dem Verwenden sollte man die Austernpilze gut waschen und mit dem Küchentuch trocken tupfen. In Wasser sollte man die Austernpilze jedoch nicht einweichen, da man sonst das Aroma verwässert.
  • Grundsätzlich kann man den Pilz auch roh essen, jedoch sollte man ihn trotzdem vorab noch erhitzen damit eventuell die darin enthaltene Krankheitserreger abgetötet und Giftstoffe zerstört werden.

Tipp:
Mit den Gewürzen sollte man bei den Austernpilzen auch sparsam umgehen, da man sonst das feine Pilzaroma zerstört.

Sie sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan. Sie werden unter anderem gerne paniert und in Fett ausgebacken und stellen so eine schmackhafte Beilage dar.

Sie machen sich aber auch als Beilage in Salaten sehr gut. Suppen und Saucen verleihen sie eine gewisse Würze.


Bewertung: Ø 3,8 (63 Stimmen)

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User Kommentare

Sunny51
Sunny51

So einen Pilz habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.
Wo ist dieser Pilz heimisch?
Und wenn ich diesen gesehen hätte dann hätte ich mir diesen nicht nehmen traut.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Bei Pilzen muss man aufjedenfall sehr vorsichtig sein. Austernpilze hätte ich bis jetzt auch nicht erkannt. Interessanter Artikel.

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