Lorbeer

Lorbeer ist ein kräftiges Gewürz mit zahlreichen medizinischen Wirkungen. Im frischen Zustand schmeckt er relativ bitter, weshalb er meist getrocknet verwendet wird.

LorbeerblätterLorbeer wird getrocknet verwendet und entfaltet beim Kochen sein Aroma. (Foto by: © CUKMEN / fotolia.com)

Der immergrüne Lorbeer-Baum kann eine Höhe von bis zu 18 m erreichen. Die kleinen dunkelblauen Früchte, die er hervorbringt, sind nur dann für den Verzehr geeignet, wenn sie von einem weiblichen Baum stammen.

Info: Aus den Früchten des Baumes werden gerne Salben gemacht.

Die relevante Würzkraft steckt allerdings nicht in den Beeren, sondern in den Lorbeerblättern. Sie sind fünf bis zehn Zentimeter lang und weisen eine saftig, dunkelgrüne Oberfläche auf.

Info: In der Antike waren Kränze aus seinem Laub Symbol für Sieg und Ruhm.

Herkunft & Saison

Der Lorbeer-Baum war ursprünglich im Orient heimisch. In Europa wurde er im 9. Jahrhundert heimisch und wurde vor allem von den Römern verbreitet.

Heute wächst er überall, wo ein mildes Klima vorherrscht. Das wichtigste Anbauland ist die Türkei.

Die besten Erntezeiten sind im Frühjahr und im späten Herbst.

Achtung: Falls man mal im Süden Urlaub macht und auf einen Lorbeerbaum trifft, sollte man vorsichtig sein, denn nur der Laurus nobilis (=Lorbeerart) ist nicht giftig.

Geschmack

Frischer Lorbeer schmeckt relativ bitter und vereint Geschmacksnuancen von Muskat und der Zitrone auf sich.

Wenn er getrocknet wird, verschwinden die Bitterstoffe teilweise, wodurch der Eigengeschmack stärker zu Tage tritt. Sie weisen einen aromatischen und würzigen Duft auf.

Aufbewahrung

Für die Aufbewahrung sollten Lorbeerblätter in einen gut verschlossenen Behälter gegeben und an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Nach ca. 1 Jahr verlieren sie aber an Würzkraft.

Verwendung in der Küche

  • Die kleinen grünen, stielfreien Blätter verleihen vor allem deftigen Gerichten einen angenehm würzigen Geschmack und machen diese leichter verdaulich.
  • Dabei sollten die Lorbeerblätter unbedingt mitgekocht werden, da sie nur dann allmählich ihren Geschmack entfalten. Deshalb eignen sie sich hervorragend für Fleischgerichte, die relativ lange köcheln und schmoren müssen.
  • Da getrocknete Lorbeerblätter ziemlich zäh und holzig sind, sollten sie vor dem Servieren wieder aus dem Gericht entfernt werden.
  • Es empfiehlt sich, die Ränder der Blätter einzureißen, sodass der Geschmack noch besser abgegeben werden kann.
  • Frische Lorbeerblätter können sehr gut für Marinaden verwendet werden.

Lorbeer wird für Suppen und Eintöpfe ebenso gerne wie für Kartoffelgerichte verwendet.

Unsere Rezept-Empfehlungen:

Tipp: Am besten harmoniert Lorbeer mit Wacholder und Gewürznelken.

Sauerkraut gibt es den letzten Pfiff und Wildgerichte profitieren von dem würzigen Aroma der Lorbeerblätter.

Info: Lorbeer ist auch Teil des so genannten „Bouquet garni“, einem Suppengrün-Sträußchen.

Wirkung

  • Lorbeer kann den Magen beruhigen und Blähungen lindern. Der gesamte Verdauungsapparat wird unterstützt.
  • Lorbeertee kann bei Bronchitis bei der Gesundung unterstützen.
  • Die Blätter fördern die Durchblutungen und hemmt Entzündungen.
  • Das Gewürz regt außerdem den Appetit an.

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