Zitronengras

Zitronengras ist ein typisches Gewürz der südostasiatischen Küche und hat auch eine lange Tradition in der Heilkunde. Der zitronige und fast schon scharfe Geschmack ist außerordentlich erfrischend.

ZitronengrasDas Zitronengras belebt als Gewürz so manches Gericht. (Foto by: © singkham / fotolia.com)

Zitronengras wächst in Büscheln und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Davon ahnen wir jedoch nichts, wenn wir Zitronengras im Handel kaufen, denn dort ist es meist auf etwa 5 bis 10 cm zurechtgestutzt. Der obere Teil der Pflanze wird entfernt, da er eher holzig und zäh ist.

Info: Zitronengras auch oft als Lemongras oder als Citronelle bezeichnet.

Herkunft & Saison

Das Zitronengras stammt ursprünglich aus Südostasien und ist daher auch besonders in der asiatischen Küche beheimatet. Heute ist es vor allem in Südostasien, Südasien und Australien zuhause.

Zitronengras, das hierzulande erhältlich ist, stammt vor allem aus Thailand. Im Inland wird es kaum angeboten. Der Import ist das ganze Jahr über abgedeckt.

Frisches Zitronengras erhält man vor allem in Asia-Shops und in Feinkostgeschäften. Es schmeckt dann am intensivsten.

Eingewickelt in Küchenpapier hält sich Zitronengras im Gemüsefach des Kühlschranks 2-3 Wochen. Auch ein Einfrieren ist möglich.

Tipp: Wenn man Zitronengras in gemahlener Form kaufen möchte, sollte man nach „Sereh-Pulver“ Ausschau halten. Das kann man zum schnellen, meist nachträglichen Würzen von Speisen verwenden.

Geschmack

Zitronengras vereint gleich mehrere Geschmacksrichtungen auf sich. Der Geschmack ist sehr erfrischend und erinnert an Zitronen – daher auch der Name. Teilweise ist Zitronengras ziemlich scharf. Teilweise lässt sich auch ein leichter Rosenduft ausmachen.

Info: In der asiatischen Küche sind über 50 verschiedene Zitronengrasarten bekannt und werden dort, ähnlich wie bei uns Petersilie, eingesetzt.

Verwendung in der Küche

Zitronengras ist vor allem in der asiatischen Küche beheimatet. Zum Kochen verwendet man nur die Stängel der büschelartig wachsenden Pflanze.

Oft wird das Lemongras in großen Stücken einem Gericht beigegeben und am Ende der Garzeit wieder herausgenommen, damit man beim Essen nicht darauf beißt. Dies macht man zum einen aufgrund des intensiven Geschmacks, zum anderen aber auch, weil das Zitronengras ziemlich holzig sein kann.

Tipp: Das meiste Aroma erhält man, wenn man das Zitronengras mitkocht bzw. mitgart und vor dem Servieren entfernt.

Alternativ können auch die äußeren Blätter entfernt werden, die relativ spröde und zäh sind. Das Innere kann dann auch problemlos in kleine Röllchen geschnitten, oder in im Mörser zerstoßen und mitgegessen werden.

Tipp: Das meiste Aroma erhält man, wenn man die Stängel vor dem Kochen ein wenig weich klopft – so lösen sich die ätherischen Öle besser und das Aroma kommt voll zu Geltung.

Zitronengras wird vor allem in der Asiatischen und der Thai-Küche verwendet. Es wird als Würze für Currys, Salate, Fischspeisen, Saucen, Suppen und auch in Süßspeisen verwendet.

Zitronengras harmoniert mit allerlei anderen Gewürzen, wie zum Beispiel:

Unsere Rezept-Empfehlungen:

Tipp: Für einen Zitronengras-Tee einfach einen Stängel Zitronengras mit rund 200 ml kochendem Wasser aufgießen und für gut 10-12 Minuten ziehen lassen. Nach Belieben mit Honig süßen.

Wirkung

  • Zitronengras weist eine antibakterielle Wirkung auf. Deshalb hilft es gut bei Fieber, Infektionen, Immunschwäche und Schnupfen.
  • Es ist auch hervorragend geeignet, um Grippeerkrankungen vorzubeugen.
  • Zitronengras besitzt eine lindernde Wirkung bei Rheumabeschwerden.
  • Verantwortlich für die gesundheitliche Wirkung des Zitronengrases sind in erster Linie die ätherischen Öle und die enthaltenen Bitterstoffe.

Tipp: Übrigens können durch den Genuss von Zitronengras Gelsen abgewehrt werden.


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