Blackout - Kochen im Notfall

Wie schlemmt man ohne Strom? Die Stromversorgung und dessen Gewinnung sind momentan ein brandaktuelles Thema. Die Gefahr eines Blackouts wird zunehmend realistischer. Wie kann man sich entsprechend vorbereiten, um bei einem Stromausfall krisensicher zu sein? Lesen Sie hier mehr darüber!

Blackout - Kochen im Notfall Foto zhengzaishuru / depositphotos.com

Im nicht unwahrscheinlichen Fall bald mal ohne Strom dazustehen, sollte man vorsichtshalber vorgesorgt haben. Manchmal kann ein Stromausfall nur wenige Stunden andauern. Je länger der Strom aber ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht einfach wieder angestellt werden kann.

Im schlimmsten Fall können nicht nur Tage, sondern Wochen ohne Strom vergehen. Die Folgen können verheerend sein. Aus diesem Grunde sollte man vorab informiert sein, um sich im Ernstfall selbst helfen zu können.

Essen zuzubereiten ist nämlich auch ohne herkömmlichen Herd, Backofen oder Mikrowelle möglich.

Die ausreichende Bevorratung

  • Zunächst einmal sollten genug lang haltbare Lebensmittel bevorratet werden.
  • Frische Lebensmittel aus dem Kühlschrank und Eisfach halten sich nämlich bestenfalls 1 bis 3 Tage bevor sie zu verderben beginnen.
  • Die Regierung empfiehlt einen Mindestvorrat für zwei Wochen pro Person.
  • Viele Prepper rüsten sich aber auch mit einem Vorrat für mehrere Monate oder sogar Jahre aus.

Hier eine Übersicht mit essentiellen Lebensmitteln:

  1. Wasser
  2. Dosen und Gläser (Suppen, Gemüse, Kletzen etc.)
  3. Selbst oder gekauftes Eingemachtes
  4. Nudeln
  5. Reis, Couscous, Linsen
  6. Ẹrdäpfelpüree
  7. Nüssen und Schalenfrüchte
  8. Bauernschnitten (Roggenvollkornbrot)

Kochen ohne elektrischen Strom

Blackout - Kochen im Notfall Foto vershinin.photo / depositphotos.com

Wer schon mal (wild-)campen war, der weiß, dass elektrischer Strom ein Luxus ist, auf den man aber auch verzichten kann. Eine einfache und gute Alternative stellt der Campingkocher dar, der mit Gas betrieben wird.

Alternativ kann man auch ein Feuer machen und sich gleichzeitig daran wärmen. Es wird aber dringenst davon abgeraten dies in Innenräumen zu tun, da die Brandgefahr und Rauchgasvergiftungsgefahr zu hoch sind! 

Wenn man aber nicht nur Herdfunktion, sondern auch eine Ofenfunktion haben möchte bietet sich ein aus Gußeisen gefertigter Dutch Oven an. Dieser kann auf einen Petroleumofen oder Gasherd gestellt werden.

Kochen ohne fließendes Wasser

  • Bei einer Situation ohne Strom wird kein Wasser nachgepumpt.
  • Es bleibt jedoch ein Rest in der Leitung, sowohl im Badezimmer als auch in der Küche.
  • Es empfiehlt sich in dieser Situation sofort den Hahn aufzudrehen und das Wasser aufzufangen.
  • Vorzugsweise in einer Badewanne oder in anderen Gefäßen, welche der normale Haushalt bietet z.B. Gießkanne, Eimer etc.
  • Zudem könnte man im Garten aufgefangenes Regenwasser abkochen.
  • Die sicherste und wohl keimfreiste Variante über lange Sicht stellt jedoch die Bevorratung von Wasserflaschen dar.

Notfallöfen

Der Dutch Oven ist ein gußeisener Ofen, welcher mit Holzkohle oder über offenem Feuer genutzt werden kann. Dieser Ofen ist sehr hochwertig und multifunktional einzusetzen. Es gibt ihn in verschiedene Größen zu kaufen. Eine andere Alternative stellen verschiedene Petroleumöfen dar.

Grundausstattung

  1. Gaskocher (+ Gaskartuschen)
  2. Schnellkochtopf oder normaler Kochtopf
  3. Einmachgläser
  4. Dutch Oven (+ Holzkohle oder Holz)
  5. Petroleumofen
  6. Kaffeebereiter oder Espressokocher

Tipps und Fazit

Auch die mentale Vorsorge ist ein wichtiger Faktor. Man sollte in dieser Situation ruhig und gelassen bleiben. Dies ist am einfachsten wenn man die möglichen Szenarien schon durchgespielt hat.

Außerdem empfiehlt es sich beim Thema Essen nur das zu bevorraten was einem auch wirklich schmeckt.

In einer Krisensituation kann dies maßgeblich zu einer besseren Aussicht der persönlichen Lage beitragen.

Rezeptvorschläge


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User Kommentare

martha

Interessanter Artikel. Die ländliche Bevölkerung, zumindest einige haben noch einen Hausbrunnen, wo man zumindest frisches Wasser holen kann und wenn noch dazu ein Holzofen vorhanden ist, dann kann man einiges kochen, was man ev. aus dem eigenen Garten ernten kann bzw. gelagert hat.

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Kanguruh1

Ich glaube nicht, dass man sich wirklich für ein längeres Blackout vorbereiten kann! Was man da alles anschaffen müsste! Gaskocher, Unmengen an Konservendosen und Wasserflaschen, Campingtoilette , ...

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Maarja

So, da sind wir ja jetzt gut vorbereitet 🤗 aber Spaß beiseite, ich habe eigentlich immer ein paar Standard-Lebensmittel zu Hause

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MaryLou

Ich glaube wir packen es auch, längere Zeit ohne Strom auszukommen. Lebensmittel haben wir auf Vorrat. Am Land ist es doch einfacher, mit einem Holzherd und Wasser kann man gut überleben.

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Kanguruh1

Mich beschleicht schon ein ängstliches Gefühl, wenn ich mir vorstelle, dass es zu einem Blackout kommt. Wir sind ja so vom Strom abhängig, vom Kochen bis zur Toilettenspülung!

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Pesu07

Bei einem Blackout sollte man neben genügend Lebensmitteln, Wasser auch Bargeld, Hygieneartikel, Ersatzbeleuchtung, alternative Heizmöglichkeiten usw. parat haben.

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Katerchen

Ein guter Artikel der Einem zum Nachdenken geben sollte. Bei einem Stromausfall kann ich einige Zeit auf den Campingkocher oder dem Grill ausweichen. Konserven habe ich genügend, die werden immer wieder aufgefrischt. Und sollte ein Blackout zu lange dauern sollte man auch über „Verteidigungsmittel“ nachdenken 😎

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