Estragon

Estragon ist ein Gewürz, das nicht so viele Menschen kennen. Doch lohnt es sich, die feinen Geschmacksnuancen dieses Küchenkrauts zu entdecken, denn wenn man damit umgehen kann, kann es zahlreiche Speisen auf angenehme Art und Weise verfeinern.

EstragonEstragon verleiht Speisen eine sehr starke Würze, daher sparsam verwenden. (Foto by: © tashka2000 / fotolia.com)

Der mehrjährige Estragon-Strauch kann bis zu 1,5 m hoch werden und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Blätter der Pflanze werden bis zu 6 cm lang.

Man unterscheidet den französischen und den russischen Estragon.

Estragon wird auch als Kaiserkraut und als Schlangenkraut bezeichnet und gehört zur Familie der Beifußfamiliengewächse.

Herkunft & Saison

Estragon wurde ursprünglich in Südrussland bzw. China angebaut. Man vermutet, dass das Kraut einst durch die Kreuzfahrer in den europäischen Ländern bekannt gemacht wurde.

Der Anbau erfolgt heute vor allem in Italien und Frankreich, aber auch die osteuropäischen Länder spielen eine Rolle.

Die typische Erntezeit für Estragon erstreckt sich auf die Monate Mai bis Oktober.

Einkauf

Estragon sollte man frisch nur als ganzen Stock kaufen, da die Blätter sofort welken, sobald sie abgezupft werden.

Ansonsten bietet sich der Einkauf in getrockneter Form an und sollte luftdicht, dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Allerdings ist er in dieser Form nicht mehr so aromatisch wie frischer Estragon.

Geschmack

  • Russischer Estragon weist einen aromatischen Geschmack auf, der durch bittere, süßliche und sogar pfeffrige Noten unterstützt wird.
  • Französischer Estragon weist weiche Anis-Nuancen auf und schmeckt meist überhaupt nicht bitter.

Verwendung in der Küche

  • Estragon sollte vorsichtig verwendet werden, da er Speisen eine sehr starke Würze verleiht.
  • Erst wenn er gekocht wird, kommen alle Geschmacksnuancen zum Vorschein.
  • Deshalb kann Estragon im Gegensatz zu vielen anderen Gewürzen problemlos mitgekocht werden und eignet sich hervorragend für Eintöpfe, deftige Fleischgerichte, Saucen und Eiergerichte.
  • Durch die im Estragon enthaltenen Bitterstoffe wird die Bildung von Magensäften angeregt, daher wird er auch gerne zum Würzen von deftigen, schweren Speisen verwendet.
  • Estragon spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Produktion von Senf oder Estragon - Essig.
  • Er ist zudem ein zwingender Bestandteil der französischen Sauce Bearnaise.
  • Estragon lässt sich gut mit Dill oder Petersilie kombinieren.
  • Auch beim Einlegen von Gurken und Kürbis wird traditionell Estragon verwendet.

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Wirkung

Estragon enthält je nach seiner Herkunft einen mehr oder weniger hohen Anteil an ätherischen Ölen und Flavonoiden. Je nach dem Verhältnis dieser beiden Bestandteile entsteht ein mehr oder weniger bitterer Geschmack.

  • Estragon kann Entzündungen hemmen und die Verdauung sowie die Durchblutung fördern.
  • Außerdem regt das Kraut den Appetit an, hilft bei Blähungen, Magenschwäche, Appetitlosigkeit und Übelkeit.
  • Zusätzlich wird ihm eine harntreibende und eine entschlackende Wirkung nachgesagt.
  • Positiv soll er sich auch bei Rheumaerkrankungen und Blähungen auswirken.

Info: Ein Tee aus Estragon kann bei Appetitlosigkeit helfen, fördert die Nierentätigkeit und regt den Stoffwechsel an.


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