Kerbel

Kerbel ist Bestandteil der Fines herbes und verdient diese Ehre voll und ganz. Schließlich ist das frische Gewürz vor allem für seinen zurückhaltenden, aber doch interessanten Geschmack bekannt.

KerbelFisch- und Fleischgerichte erhalten mit Kerbel einen herrlichen Geschmack. (Foto by: © Matthias Schipp / fotolia.com)

Kerbel sieht so ähnlich aus wie Petersilie, doch sein Geschmack ist wesentlich vielseitiger.

Wenn das Kraut blüht, bringt es weiße Blüten hervor. Die Blätter des Kerbels ähneln dem von Koriander, fallen jedoch insgesamt etwas kleiner aus.

Tipp: Das Kraut sollte immer vor der Blüte verzehrt werden, denn Kerbel verliert nach der Blüte deutlich an Aroma.

Kerbel ist perfekt für die frische Verwendung geeignet, weder durch das Einfrieren noch das Trocknen kann man sein Aroma wirklich dauerhaft konservieren.

Herkunft & Saison

Kerbel wurde ursprünglich in Südrussland und im Kaukasus angebaut. Man vermutet, dass die Römer ihn schließlich auch im Mittelmeerraum bekannt machten.

Die wichtigsten Anbaugebiete befinden sich heute in Europa und in den USA, allen voran Frankreich und Belgien. Kerbel wird das ganze Jahr über auch in Österreich angebaut.

Im späten Frühling und frühen Sommer wird teilweise auch Wiesenkerbel verwendet. Im Sommer kommt Kerbel aus Freilandanbau auf den Tisch, das restliche Jahr wird durch Kulturen aus dem Gewächshaus abgedeckt.

Info: Getrockneter oder erhitzter Kerbel verliert relativ stark an Geschmack bzw. Aroma und sollte daher nur frisch verwendet werden.

Geschmack

Kerbel hat einen leicht pfeffrigen, süßlichen Geschmack und ist sehr aromatisch. Es schmeckt wie eine Mischung aus Petersilie, Fenchel und Anis.

Tipp: Am Besten schmecken die frischen, junge Triebe und Blätter des Kerbels.

Verwendung in der Küche

Wichtig: Kerbel eignet sich nicht zum Garen - das Kraut sollte daher immer erst kurz vor dem Servieren zum jeweiligen Gericht gegeben werden, da es sonst seinen Geschmack verliert.

Es eignet sich auch gut zum Garnieren fertiger Speisen und kann gut mit einer Vielzahl anderer Küchenkräuter kombiniert werden.

  • Kerbel, wird oft auch als Küchenkraut bezeichnet und harmoniert mit vielen Speisen wie zum Beispiel Geflügel-, Kalb- oder auch Fischgerichte.
  • Auch für Kartoffeln, frisches Gemüse oder Eiern ist das Kraut die optimale Würze.
  • Sehr beliebt ist es für Suppen - nicht umsonst wird es oft als Suppenkraut bezeichnet.
  • Feine Saucen verpasst Kerbel ein feines Aroma, das sich gewaschen hat.
  • Kerbel kann auch zum Verfeinern von Milchprodukten wie Topfen, Frischkäse oder Kräuterbutter verwenden.

Unsere Rezept-Tipps:

Wirkung

  • Kerbel wirkt blutverdünnend und ist daher Menschen, die zu Thrombosen oder Krampfadern neigen, zum regelmäßigen Verzehr empfohlen.
  • Auch Frauen, die Probleme mit dem Fließen der Menstruation haben, können Kerbel positiv für sich nutzen.
  • Im Frühling kann der Frühjahrsmüdigkeit mit einer zweiwöchigen Kerbel-Kur zur Leibe gerückt werden.
  • Der Volksmund sagt Kerbel hat auch eine positive Wirkung auf die Libido nach, wobei dies wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

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User Kommentare

Goldioma
Goldioma

Ein sehr interessanter Artikel, der mir sehr geholfen hat. Habe einen Kerbelstock gekauft und wußte eigentlich gar nichts über seine Verwendung. Jetzt bin ich doch etwas klüger.

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