Birne

Ob pur, als Birnenkompott oder in Form von Saft – die Birne ist der Star zu jedem Gericht. Die meist süßen Früchte sind ein wahrer Gaumenschmaus für alle Freunde von fruchtigen und süßlichen Gerichte.

BirnenBirnen bringen wir allgemein mit einem süßen Geschmack in Verbindung. (Foto by: © Nitr / fotolia.com)

Birnen werden beinahe auf der ganzen Welt angebaut. Insgesamt kennt und unterscheidet man rund 28 Birnenarten und mehr als 5000 Sorten.

Sie sind gelb, rot oder grün. Oft sind sie mit einer so genannten „Berostung“ versehen – braunen Flecken auf der Schale, die aber die Verzehrfähigkeit nicht beeinflussen.

Bekannte Birnen-Sorten:

  • Williams Christ – schmeckt süß und saftig (leicht nach Zimt) und ist in Österreich die beliebteste Sorte.
  • Clapps Liebling – ist eine alte Birnensorte und schmeckt süß-säuerlich.
  • Butterbirne – schmeckt saftig und leicht säuerlich.
  • Gute Luise – hat eine bräunliche bis grüne Schale und schmeckt leicht süßlich.
  • Charneux – schmecken sehr süß, sind säurearm mit wenig Aroma.
  • Conference – haben eine längliche Form mit einer rauen Schale und schmecken sehr süß, saftig und aromatisch.
  • Alexander Lucas – haben eine glatte grüne Schale und schmecken saftig-süß.
  • Abatel Fetel – sind eine alte Sorte, ist eine Winterbirne und schmeckt saftig mit einer leichten Süße.
  • Butterbirnen begeistern durch ihr außerordentlich zartes Fruchtfleisch.
  • Nashi-Birne – wird auch als chinesische oder japanische Birne bezeichnet und sieht aus wie ein Apfel – ist vor allem in Asien sehr verbreitet.
  • usw.

Je nach Verwendung werden die Birnen in 3 Gruppen unterteilt:

  • Tafelbirnen: Diese habe ein sehr saftiges und weiches Fruchtfleisch (werden auch als Butterbirnen bezeichnet) und werden vor allem zum rohen Verzehr gekauft, aber auch zum Herstellen von Schnaps bzw. Likör. Dazu gehören zum Beispiel die Sorten Williams Christ und Alexander Lucas.
  • Kochbirnen: Sein auch noch im reifen Zustand sehr hart, haben sehr wenig Aroma und Süße. Sie eigenen sich aber perfekt zum Kochen oder Backen. Dazu gehört die Sorte Gieser-Wildeman-Birne.
  • Mostbirnen: Sind ein Mittelding zwischen Wild- und Speisebirnen. Schmecken roh nicht sonderlich gut, sind aber ideal zur Herstellung von Most und Obstwein. Dazu zählen zum Beispiel die Sorten Gelbmöstler und die Oberösterreicher Weinbirne – diese werden häufig auf sogenannte Streuobstwiesen kultiviert.

Herkunft

Birnen werden bereits seit Tausenden von Jahren angebaut, ursprünglich kommen sie aus dem Südwesten Chinas.

Der größte Produzent für Birnen ist heute China. Aber auch in Italien, in den USA, Spanien, Japan, Frankreich, Argentinien, Ukraine, Chile, Südafrika und in der Türkei wird ein großer Teil der Weltproduktion angebaut.

Saison

In unseren Breiten reifen Birnen im September und können dann bis Dezember geerntet werden. Importware erhält man im Supermarkt das ganze Jahr über, da sich die zahlreichen verschiedenen Anbaugebiete zeitlich überschneiden und somit perfekt ergänzen.

Beim Kauf im Supermarkt sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte weder unreif noch überreif sind:

  • Überreife Birnen sind sehr weich oder gar matschig. Auf Druck hin geben sie nach. Sie halten zuhause kaum mehr als einen Tag.
  • Unreife Birnen dagegen sind eher hart und schmecken nicht so süß wie reife Früchte. Sie reifen jedoch zuhause problemlos nach.

Geschmack

Birnen bringen wir allgemein mit einem süßen Geschmack in Verbindung. Allerdings können je nach Sorte auch andere Geschmacksnuancen hinzukommen. So gibt es Sorten, die sogar einen säuerlichen oder würzigen Touch haben.

Info: Auf Grund des Kohlehydrate-Anteils, sind Birnen nicht für eine Low-Carb-Ernährung geeignet.

Info: 100 Gramm Birnen bestehen zu 83% aus Wasser, 0,3 g Fett und 15 g Kohlehydrate (davon rund 11 g Zucker) – und haben ca. 52 Kilokalorien.

Birnen zubereitet mit SchinkenIn deftigen Gerichten findet man Birnen auch als süße Komponente. (Foto by: © azurita / fotolia.com)

Verwendung in der Küche

Für die Verarbeitung einer Birne wird sie zunächst der Länge nach geviertelt. Dann kann das Kernhaus bequem entfernt werden.

Tipp: Wenn es sich um Importware handelt, sollte die Schale entfernt werden (auch wenn sich darunter die meisten Nährstoffe enthalten), da sie Schadstoffe enthalten kann.

Birnen eignen sich alleine als Snack zwischendurch oder auch als Bestandteil von Obstsalaten.

Zahlreiche Desserts (man denke nur an Birne Helene) und andere köstliche Desserts bestehen zum Teil aus Birnen.

Auch in deftigen Gerichten findet man Birnen durchaus auch schon einmal als süße Komponente.

Ein paar Rezept Empfehlungen:

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Birnen können bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, allerdings reifen sie schnell nach und verderben daher auch bald.

Wenn man Birnen länger aufbewahren möchte, sollte man sie in den Kühlschrank geben. Sind sie reif, halten sie hier 2-3 Tage. Wenn sie noch nicht reif sind, können sie unter Umständen bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden.

Nährwert/Wirkstoffe

  • Birnen bestehen größtenteils aus Wasser und Kohlenhydraten.
  • Bezüglich der Vitamine und Mineralstoffe ist ein hoher Gehalt an Folsäure und Vitamin B2 hervorzuheben.
  • Auch Kalium, Magnesium und Calcium gehören zu den vertretenen Mineralstoffen. Birnen sind außerdem sehr zuckerhaltig.
  • Birnen wirken antibakteriell und entwässernd auf den Körper.
  • Sie kurbeln außerdem die Verdauung an und regulieren den Körper bei Nieren- und Blasenerkrankungen.
  • Auch bei Gicht- und Rheumaerkrankungen können Birnen lindernd wirken.

Info: Da Birnen relativ wenig Zucker (rund 11 Gramm) haben, eignet sich das Obst auch für Menschen mit Diabetes Typ 2 aber nicht für Personen mit Fructoseintoleranz und in vielen Fällen auch nicht bei Histaminintoleranz.


Bewertung: Ø 4,3 (70 Stimmen)

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User Kommentare

MaryLou
MaryLou

Früher hatten wir auch einen Birnenbaum der gute Früchte trug, leider hatte er dann eine Krankheit bekommen und ging ein.

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Pesu07
Pesu07

So wie der Apfel ist auch die Birne in der Küche vielseitig einsetzbar - nicht nur bei süßen Gerichten sondern auch bei pikanten schmeckt sie hervorragend.

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