Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für jeden Körper wichtig. Eine besondere Herausforderung an die persönliche Ernährung jeder Frau stellt jedoch eine Schwangerschaft dar. Heutzutage heißt es nicht mehr wie früher, dass schwangere Frauen für "zwei" essen sollen. Ganz im Gegenteil. Es kommt nicht darauf an, wie viel - sondern was eine Frau während der kommenden Monate verzehrt.

Ernährung in der SchwangerschaftDer Nährstoffbedarf bei Schwangeren ist höher als normal. (Foto by: © Foton / fotolia.com)

Nährstoffe für das ungeborene Leben

Der Fötus braucht für seine Entwicklung im Mutterleib Mineralstoffe und Vitamine. Vom Körper am besten aufgenommen werden dabei bekanntermaßen alle Nährstoffe, die Frau mit einer gesunden Ernährung zu sich nimmt. Eine ganz besondere Stellung nimmt dabei das B-Vitamin "Folsäure" ein.

Dieses wasserlösliche Vitamin verhindert die Ausbildung eines sogenannten "offenen Rückens" beim Säugling und ist in folgenden Produkten enthalten:

  • Brokkoli
  • Hülsenfrüchten
  • Sojaprodukten
  • Fleisch
  • Milch
  • Eiern

Der tägliche Bedarf einer Schwangeren gerade in den ersten 3 Monaten liegt bei 800 Mikrogramm, das ist doppelt so viel als als man im Normalfall zu sich nimmt. Zusätzlich verschreibt der Frauenarzt noch ein Folsäurepräparat um das Risiko möglichst gering zu halten.

Vollwertig und gesund, die optimale Ernährung in einer ganz besonderen Zeit

Der Nährstoffbedarf von Schwangeren ist wirklich höher, weil ja immer noch einer "mitisst". Zu vermeiden ist allerdings alles, was kaum Nährstoffe enthält und nur dick macht.

Schwangerschaft ist also kein Freibrief für "Fressorgien", so nach dem Motto "Wir brauchen das jetzt", sondern man sollte besonders vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel auswählen.

Salate, Obst, Vollkornprodukte, mageres Fleisch und gesunde Eiweißlieferanten wie Milch, Käse oder Joghurt sind überzuckerten Süßwaren eindeutig vorzuziehen, die kaum Nährstoffe enthalten und zudem nur dick machen.

Denn für jede Frau, selbst wenn sie stillt, gibt es auch immer eine Zeit "danach". Alle überflüssigen Kilos müssen wieder weg. Je mehr Kilos angefuttert werden, umso mehr Verzicht und Disziplin braucht es, um diese wieder los zu werden.

Schwangerschaftsdiabetes muss kein Drama sein

Eine der bekannten Komplikationen stellt die sogenannte "Schwangerschaftsdiabetes" dar. Diese, durch Schwangerschaftshormone ausgelöste und meist vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels, kann für das Ungeborene erhebliche Folgen haben. Allerdings verhindert ein "Screening", während der Schwangerschaft in Österreich seit 2008 das Risiko für das Ungeborene.

Eine Ernährungsumstellung auf Vollkornprodukte und der Verzehr von mehr magerem Fleisch, Gemüse und bestimmten Obstsorten verhindern Schlimmeres. Das Spritzen von Insulin bleibt so den meisten Frauen erspart.

Tipp: Joghurt schmeckt auch pur mit Früchten gut und Diätlimonade "versüßt" das Ganze. Fruchtsäfte bitte nie pur trinken, sondern stark mit Wasser verdünnen, denn diese enthalten viel "Fruchtzucker" und sollte wie alle Zuckerarten gemieden werden sollte.

Die Sache mit den Genen und dem Lebenswandel

Mit einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft kann man die Entwicklung des Babys positiv beeinflussen.Mit einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft kann man die Entwicklung des Babys positiv beeinflussen. (Foto by: gstockstudio / Depositphotos)

Viele Studien haben wohl erwiesen, dass die Ernährung der Mutter das ungeborene Leben bereits im Mutterleib beeinflusst. Lebenswandel und Essgewohnheiten spiegeln sich also in den Genen kommender Generationen wider.

Die gute Nachricht ist dabei wohl, dass "Dickleibigkeit" nicht unbedingt starr in den Genen verankert ist. Jeder Mensch kann durch eine gesunde Ernährung die Weichen für eine bessere und vitalere Zukunft stellen.

Tipps für die Ernährung in der Schwangerschaft

  • Viel trinken, jedoch nur Getränke ohne oder mit wenig Kalorien.
  • Fettarme Speisen sollte man bevorzugen – also keinen fetten Käse oder fettreiche Fische bzw. Fleisch.
  • Auch sparsam umgehen, mit Fetten mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren wie bei Süßigkeiten.
  • Regelmäßiges und mehrmaliges Essen am Tag.
  • Keine Rohmilchprodukte essen, da die Bakterien (=Listerien) enthalten können.
  • Vor allem beim Käse (Weichkäse wie Brie, Gorgon¬zola, Camembert, Roquefort oder die Rinde bei Hartkäse) sollte man Vorsicht walten, da hier oft Bakterien zur Herstellung benötigt werden.
  • Keinen rohen oder geräucherten Fisch essen – trotzdem sollte man gegarten, gedünsteten bzw. gekochten Fisch 2 Mal die Woche essen.
  • Keine Meeresfrüchte essen.
  • Kein rohes oder nur rosa gebratenes Fleisch essen.
  • Auch auf Innereien (Leber, Herz, …) sollte in den ersten Schwangerschaftsmonaten verzichtet werden.
  • Keine rohen Eier (Tiramisu, Softeis, Mayonnaise, …) essen.
  • Keinen oder nur sehr wenig Alkohol trinken (ab und zu ein Glas Sekt oder Wein schadet nicht).
  • Rohes Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich reinigen - Sprossen und Keimlinge immer erhitzen.
  • Auf Pilze und Schwammerln sollte man in der Schwangerschaft komplett verzichten.

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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Aber man soll nicht nur in der Schwangerschaft auf die Ernährung achten. Besonders bei Kleinkindern ist es wichtig ihnen zu zeigen wie lecker Obst und Gemüse ist.

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